Mark Brandis (27) – Metropolis-Konvoi

Titel: Mark Brandis (27) – Metropolis-Konvoi / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 73 min / Sprecher: Michael Lott, Tanya Kahana, Martin Wehrmann, David Nathan ua

brandis27Inhalt: Der Staub des zerstörten Asteroiden Ikarus überzieht die Erde mit einem Grauschleier, und die Ernten sind klein oder bleiben ganz aus. Die Menschen in Metropolis, angewiesen auf Nahrungsmittellieferungen der Union, hungern seit Wochen. Verzweifelte Versuche, der Not Herr zu werden, sind gescheitert. In dieser Situation führt Louise Demnitz Mark Brandis in das Sondergefängnis der Millionenstadt, auf der Suche nach dem wahren Kern eines Mythos aus dem Bürgerkrieg.


Diese Folge ist eine Achterbahn der Gefühle und befasst sich mit der Frage, die beim Hörer am Ende von Folge 26 zurückblieb: wie wollen die Menschen -hier speziell Metropolis- überleben, wenn durch den Staub des Ikarus kaum noch Sonne dringt um die Ernte und das Leben zu gewährleisten? Die Angst und Verzweiflung der Menschen wird anfangs sehr deutlich herausgestellt, sodass man sich leicht in die Menschen einfühlen kann.
Dann gibt es einen Hoffnungsschmmer, für den man ein gefährliches Unternehmen riskieren muss und bei dem man nicht mal weiß, ob dieses Gerücht um ein Nahrungsmitteldepot überhaupt stimmt. So hofft man mit Brandis und seinen Leuten mit, doch der nächste Tiefschlag lässt nicht lange auf sich warten. Wie soll es nun weitergehen? Dann taucht wieder ein Hoffnungsstreif am Horizont auf, alles sieht gut aus…und dann bleibt zum Hoffen und nach weiteren Möglichkeiten grübeln keine Zeit mehr. Plötzlich ist man mitten drin in einem actionreichen Weltraumabenteuer, bei dem es um das nackte Überleben geht.
Es geht also wortwörtlich auf und ab in dieser Folge, nie kann man sich sicher sein, dass irgendetwas wirklich klappt. Da ich anfangs schon wieder befürchtet hatte, Brandis habe mal wieder die ultimative Lösung des Problems einfach so aus dem Hut gezaubert, fand ich das so wirklich gut. Ich konnte mich gut in die Situation der Menschen und Brandis und seine Leute hineinversetzen und habe mit ihnen um das Gelingen des Unternehmens „Metropolis-Konvoi“ gebangt.

Mein Liebling unter den Sprechern dieser Folge ist ganz klar Tanya Kahana alias Lt. Louise Demnitz. Ich mag ihre junge Stimme und den lockeren Ton. So bringt sie Pfiff in die Truppe um Brandis. Von ihr würde ich gerne mehr hören. Philip Brammer ist es gelungen, dass ich aus Gaston Weygand die ganze Zeit nicht schlau geworden bin. Ich wollte Brandis‘ Vorbehalte nicht einfach so teilen, aber leicht fiel es mir nicht. So ruhig und irgendwie hintergründig, wie Weygand klingt.

Der Soundtrack passt sich wunderbar den verschiedenen Stimmungen dieser Geschichte an. Zu Anfang leise und bedrückend, später klingt dann selbst die Hoffnung in den Stücken durch, die unter der Crew ausgebrochen ist. Da das bis dahin aber alles eher bedeckt klingt, ist man später dann überrascht als die Untermalung gegen Ende wieder mit Wucht daherkommt und das gefährliche Finale in Szene setzt. Schön gemacht!

Das Covermotiv zeigt sich im gewohnten Stil. Da kann man spekulieren, was man sieht, aber die Geschichte bringt auf jeden Fall Szenen mit, die passen könnten.

Fazit:  Diese Folge hat mir so gut gefallen wie lange schon keine mehr in dieser Serie. Ein einziges Wechselbad der Gefühle, das einen von Anfang an mitnimmt. Toll!

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