Die drei ??? Kids (37) – Der Fluch der Indianer

Titel: Die drei ??? Kids (37) – Der Fluch der Indianer / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Tommi Piper, Guido Zimmermann, Abelardo Decamilli,  Klaus Dittmann ua

ddfkids37Inhalt: Die Bewohner von Rocky Beach sind geschockt: Ein fremder Indianer prophezeit ihnen großes Unglück. Doch was hat der merkwürdige Fluch zu bedeuten? Welches Rätsel steckt hinter dem Erscheinen des Mannes?


Ich habe im ersten Moment schon gestutzt als ich das „Indianer“ im Titel gelesen habe. Wo doch mancher das als diskriminierend einstuft. Für mich ist es das nicht und bei einem Kinderhörspiel stört es mich erst recht nicht, deshalb behalte ich diese Bezeichnung hier bei.
Da taucht also ein Idianer in Rocky Beach auf und macht eine unheilvolle Ankündigung. Diesen Anfang fand ich ja -alleine wegen des Gesangs- schon ein wenig albern.
Doch darüber konnte ich angesichts der folgenden Story ganz gut hinwegsehen. Denn natürlich beginnt mit diesem seltsamen Indianer ein neuer Fall für die drei Detektive, und bei dem muss man vor lauter Jacken wirklich gut den Kopf zusammenhalten, sonst endet man völlig verwirrt mitten in der Geschichte. So ging es mir beim ersten Hören jedenfalls. Die drei ??? Kids ermitteln fleißig, geraten dabei in manche gefährliche Situation und enden mitunter sogar im Hafenbecken. Langeweile kommt bei dieser Folge zu keiner Sekunde auf, und als Hörer kann man prima mitknobeln.
Letzten Endes geht es zwar einmal mehr um eine geheimnisvolle Karte (nichts so Außergewöhnliches also), aber mir hat die Idee sehr gut gefallen, wo sich diese Karte verbirgt. Darauf muss man erstmal kommen!
Und so ganz nebenbei erfahren die jungen Hörer hier auch noch, wie mit den Indianern zur früheren Zeiten umgegangen wurde. Das schadet sicher auch nicht und bleibt in eine Geschichte verpackt bestimmt eher hängen als wenn man es in einem Schulbuch liest.

Kann mir bitte jemand erklären, wieso Abelardo Decamilli den Indianer mit einem spanischen Akzent spricht? Ich habe mal gegoogelt, aber kein indianisches Völkchen gefunden, das Spanisch spricht. Jedenfalls nicht in Nordamerika. Falls jemand da etwas weiß, dann lasse ich mich gerne belehren. Mich hat das hier jedenfalls sehr gewundert, und passend fand ich es auch nicht. Dafür gibt Guido Zimmermann einen überzeugenden Bösewicht.

Musikalisch geht es schön abwechslungsreich zu. Neben lebendigen Stücken, sind zu den entsprechenden Szenen auch immer leisere, eindringlichere Stücke zu hören, die der Spannung auf die Sprünge helfen. Eine feine Geräuschkulisse rundet den guten Eindruck in diesem Bereich schließlich ab.

Das Cover zeigt den Indianer bei seiner Ansprache auf dem Marktplatz von Rocky Beach. Zusammen mit dem wolkenverhangenen Himmel und den erschrockenen Gesichtern der drei Leute wirkt die Szene schon ganz schön bedrohlich. Das macht neugierig auf die Geschichte.

Fazit:  Eine spannende Geschichte, bei der man aufmerksam bei der Sache sein sollte, wenn man sich nicht verfransen möchte. Die Idee mit der Karte fand ich cool. So wird auch aus einer Idee, die an sich nicht so neu ist, noch etwas Besonderes. Eine schöne Folge.

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