Benjamin Blümchen (125) – …und die Zirkusponys

Titel: Benjamin Blümchen (125) – …und die Zirkusponys / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Till Hagen, Thomas Hailer, Gisela Fritsch ua

ben125Inhalt: Zirkus Leporello ist zurück in Neustadt! Doch der Direktor und seine Enkelin Fiorella haben Sorgen: Es kommen kaum noch Zuschauer. Der Zirkus hat nämlich keine große Attraktion mehr zu bieten. Natürlich wollen Benjamin und seine Freunde helfen. Ob die kürzlich angeschafften Ponys vielleicht ein paar Kunststücke können?


Diese Folge ist wieder so eine, die man -oder zumindest ich- von zwei Seiten sehe. Zunächst mal finde ich es immer gut, wenn in den Geschichten ein Bezug zu anderen Folgen gegeben ist. Den Zirkus Leporello kennt man zB aus „Benjamin Blümchen – Die Zirkuslöwen“. Und auch später in der Geschichte werden frühere Episoden angesprochen. Das verstärkt den Seriencharakter und macht neugierig auf Folgen, die man vielleicht noch nicht kennt.
Die Geschichte um die Zirkusponys geht soweit in Ordnung. Höhenflüge erwarte ich von dieser Serie gar nicht mehr. Der Zirkus steht kurz vor dem Aus, da wollen Benjamin und seine Freunde natürlich sofort helfen. Da bieten sich ein paar Ponys an, die der Zirkus eigentlich nur zum Ponyreiten angeschafft hat. Falls die jungen Hörer noch nicht durchschaut haben, dass bei Benjamin & Co. immer alles ein Friede-Freude-Eierkuchenende findet, ist das sicher noch ganz spannend. Natürlich schießt der Bürgermeister wieder quer. Da habe ich mich sehr darüber geärgert, dass sofort erklärt wird, was er im Schilde führt. Hätte man sich das gespart, hätte das sicher auch noch etwas Spannung beigesteuert. Sei’s drum! Am Ende sorgen die Ponys dann noch für vergnüglichen Wirbel.
Nun zur anderen Seite. Karla brachte damals die Ponys auf den Bauernhof. In dieser Folge scheint ihr entfallen zu sein, wie die Tiere heißen. Sie nennt sie „Hüpferchen“! Dann wird erwähnt, dass Benjamin auf zwei Beinen geht. Ja, auf dem Cover der Hörspiele! Sonst wurde bislang immer gesagt, er habe vier Beine mit denen er so manches zu Bruch getrampelt hat. Soviel Tier könnte man ihm schon lassen. Und zuletzt: der Bürgermeister hat eine Uhr vom Bürgermeister von Ching-Chang-Chong geschenkt bekommen. Ehrlich, das grenzt für mich schon an Kinderveräppelei. Wieso nicht „China“ mit einer kleinen Erklärung? Das kann Stella doch immer so toll!

Neben den bekannten Hauptsprechern sind noch Thomas Hailer als Zikusdirektor Leporello und Julia Stöpel in der Rolle von Leporellos Enkelin Fiorella mit von der Partie. Erfreulicherweise wurde Thomas Hailer kein ausländischer Akzent aufgezwungen, trotz des italienischen Namens. Ich habe ihm gerne zugehört. ei Julia Stöpel hatte ich ab und zu den Eindruck, dass sie ihre Stimme etwas verstellt. Trotzdem bringt sie Pfiff in die Runde.

Neben dem Titellied gibt es hier noch Leierkastenmusik zu hören und ein paar Zirkusklänge. Das setzt den Zirkus Leporello ganz nett in Szene. Ich würde bloß gerne wissen, wieso hier Menschen das Pferdewiehern beisteuern müssen? In der Schwesternserie „Bibi & Tina“ gibt es doch ein wesentlich authentischeres Wiehern. Wieso nimmt man nicht das? Und das Fressgeräusch der Pferde klingt als säße man bei der Fütterung neben einem Schweinetrog. Ich würde wetten, dass auch da irgendwo in der „Bibi & Tina“-Reihe ein passenderes Geräusch zu finden ist, das man hätte nehmen können. Das wirkt hier alles so lieblos, getreu dem Motto: das merken 3jährige sowieso nicht.

Kinder mögen Zirkus, da dürfte sie das Cover schnell für diese Folge begeistern. Die Pferde sehen ja auch wirklich hübsch aus. Und Benjamin und Otto sind auch ordentlich aufgebrezelt. Und man staune: Stella ist nicht mit dabei!

Fazit:  Die Geschichte an sich geht in Ordnung. Man hätte sie noch etwas spannender gestalten können, aber dafür entschädigt das turbulente Ende. Allerdings gibt es eine Reihe Faktoren, bei denen ich das Gefühl hatte, dass man den jungen Hörern nicht viel zutraut. Das ist schade. Und bitte, nehmt doch endlich echte Tiergeräusche und holt nicht immer die Sprecher dafür ran. Das ging doch früher auch!

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