Die Einzige – In deinen Augen die Unendlichkeit (Jessica Khoury / Jana Schulz)

Titel: Die Einzige – In deinen Augen die Unendlichkeit / Verlag: Goya Libre by Jumbo Verlag / Spielzeit: ca. 397 min / Buch: Jessica Khoury / gelesen von: Jaa Schulz

3108_2_die_einzige_booklet.inddInhalt: Als Pia ihm begegnet, weiß sie nicht, wohin sie blicken soll. Diese unglaublich blauen Augen. Die wilden Zeichen, die seinen Körper bedecken. Seine Lippen, die ihren Namen so aussprechen wie niemand zuvor. Pia weiß, dass Eio sterblich ist. Im Gegensatz zu ihr, der ersten und einzigen Unsterblichen. Sie weiß, dass sie zusammen keine Zukunft haben. Doch obwohl alles gegen sie spricht, ist ihre Liebe das Einzige, wofür Pia kämpfen wird.


Als ich den klappentext las, war ich noch stark im Zweifel, ob die Geschichte etwas für mich sein würde. Das klang mir zu sehr danach als stehe die Liebesgeschichte im Vordergrund. Doch zunächst sieht das gar nicht danach aus, denn erstmal kennt man Pia und ihr Leben in dem Camp kennen, in dem sie geschaffen wurde. Und obwohl mich die Idee eines solchen Menschen ehrlich begeistert, so wurde mir doch schnell klar, dass ein solches Dasein auch Schattenseiten hat und dass Pia alles andere als glücklich ist.
Als sie sich eines Nachts aus dem Camp in den Dschungel schleicht und den Eingeborenen Eio kennenlernt, gehen Pias Probleme erst so richtig los. Denn sie fühlt sich sehr zu ihm hingezogen. Und auch der Dschungel, den sie sonst nur durch einen Zaun sehen konnte, fasziniert sie. Speziell die Begeisterung für den Dschungel kam gut bei mir an. Die Gefühle für Eio nicht ganz so sehr, weshalb dieser Liebesgeschichte oft das gewisse Kribbeln fehlt. Dennoch habe ich natürlich mitgefiebert, ob Pia und Eiso zu einander finden. Da gibt es einige Zwischenfälle, bei denen es um nichts Geringeres als ihrer beider Leben geht und bei denen man sich schon mal dabei erwischt, wie man an den Nägeln knabbert. Und am Ende wird es dann nochmal richtig dramatisch. Dass die Situation schließlich dermaßen eskalieren würde, hätte ich vorher nie vermutet. Aber alles andere wäre wohl unglaubwürdig gewesen, wenn man berücksichtigt, was für alle Charaktere auf dem Spiel steht. Nicht nur Pia und Eio.  Die Geschichte wirkt schön eigenständig. Das ist schon etwas Besonderes in der Zeit der Serien. Ich hoffe, es bleibt dabei.

Ich habe auch das Buch gelesen und mir dabei ein Bild von Pia und ihrem Charakter gemacht. Dabei kam sie mir zumindest am Anfang ganz schön eingebildet und arrogant vor. Umso überraschter war ich darüber, dass Jana Schulz ihr einen völlig anderen Klang verleiht. Hier wirkte Pia mir eher traurig und unzufrieden mit ihrem Leben. Auch ein interessanter Ansatz, nach dem das übrige Geschehen sehr schlüssig wirkt.

Felix Weigt steuert die Musik zum Hörbuch dabei. Sie vermittelt Dschungelatmosphäre, fängt aber genauso gut die Stimmung der jeweiligen Szenen ein. Ich höre immer gerne Musik in einem Hörbuch. Das muss auch gar nicht viel sein. Aber ich finde, es lockert das dauerhafte Zuhören auf.

Das Covermotiv habe ich noch nie so ganz verstanden. Der Dschungel spielt natürlich eine Rolle, aber wieso wird Pia als Lichtgestalt dargestellt? Da hätte  mir eher ein Bild eines außergewöhnlich hübschen Mädchens besser gefallen. So wirkt das fast wie ein Loch im sonstigen Motiv.

Fazit:  Mir hat „Die Einzige“ gefallen. Eine spannende Geschichte, hinter der eine interessante und reizvolle Idee steckt. Was wäre wenn…? Die Lovestory fällt dagegen etwas blass aus, da fehlt oft das Kribbeln. Aber wer wie ich nicht gerade aus Kitsch steht, der wird das eher als Pluspunkt werten.

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