Fünf Freunde (105) – und das magische Spinnennetz

Titel: Fünf Freunde (105) – und das magische Spinnennetz / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 54 min / Sprecher: Alexandra Garcia, Heinz Lieven, Karin Lieneweg, Ivo Möller ua

ff105Inhalt: Weil Onkel Quentin ein spannendes Forschungsprojekt verfolgt, verwandelt er das ganze Felsenhaus in ein Labor. Kaum sind die Fünf Freunde dort angekommen, geraten sie unter Verdacht. Ein Versuchsobjekt wurde schwer beschädigt, und sie müssen in Mrs. Whittakers Pension Quartier beziehen. In nächtlichen Ermittlungen verfolgen sie die Spur der wahren Täter und entdecken ein gefährliches Geheimnis, das sie gerade noch rechtzeitig aufklären können.


Bei diesem Titel überfielen mich spontan gewisse Zweifel. Was hat denn etwas Magisches bei den Fünf Freunden zu suchen? Natürlich kennt man gelegentliche unheimliche Szenen, aber wirklichen Spuk oder Zauber doch eher nicht.
Glücklicherweise bleibt das trotz dem Titels auch bei dieser Geschichte so. Es sei denn, man findet die außergewöhnlichen Eigenschaften von Spinnenfäden irgendwie magisch. Um die dreht sich nämlich der neue Fall für die Freunde. Dabei gibt es so ganz nebenbei auch etwas über Spinnen und ihre Netz zu lernen. Das ist ganz interessant, aber liebgewonnen habe ich die Achtbeiner deshalb trotzdem nicht. Wo ist die zusammengerollte Zeitung…? 😉
Außer, dass man als geübter Hörer schon früh so eine Ahnung hat, wer in dem Fall mit drinhängt, hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Sie ist spannend, die Kinder haben immer etwas an Ermittlungen zu tun und beweisen dabei, dass sie auch getrennt noch ein tolles Team sind, und am Ende erwartet einen dann nochmal eine richtige Überraschung. Und ein kleines bisschen ekeln darf sich der durchschnittliche Spinnenhasser dabei auch. Somit ist also doch für eine Gänsehaut gesorgt, wenn auch nicht aus magischen Gründen.

Generell möchte ich erstmal ein Lob aussprechen: schön, wenn man auch in Kinder- bzw Jugendhörspielen nicht sofort heraushört, wer zu den Bösen gehört. So wird es hier gehalten. So kann man mitknobeln, ob die Figur von Gosta Liptow, die von Sonja Szylowicki oder doch die von Heinz Lieven Dreck am Stecken hat.

Die Musik drängt sich nur zwischen den Szenen mal in den Vordergrund. Dann klingt es häufig Unheil verkündend aus den Lautsprechern, was der Spannung der Geschichte sehr zuträglich ist. Meist zeigt die Untermalung sich aber zurückhalten und begleitet beispielsweise die ersten Sätze des Erzählers. Die Geräuschkulisse zeigt sich solide wie gewohnt, da fehlt es an nichts.

Das Spinnennetz wirkt ein wenig so als hätte das Cover ein paar Risse. Davon abgesehen zeigt das Motiv die Szene, mit der das Unheil quasi seinen Anfang nimmt.

Fazit:  Magisch ist hier zum Glück nichts. Das hätte nicht zum Stil der Serie gepasst. Sonst eine spannende Folge, in der immer etwas los ist, bei der man miträtseln und sich am Ende noch überraschen lassen kann.

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