Dorian Hunter (24) – Amsterdam

Titel: Dorian Hunter (24) – Amsterdam / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 65 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Herman van Ulzen, Lutz Riedel ua

hunter24Inhalt: Im Haus des Antiquitätenhändlers Thören Rosqvana hoffte Dorian Hunter den goldenen Drudenfuß zu finden das einzige Mittel gegen den Dämonendrilling. Doch der Fund erwies sich buchstäblich als Illusion, und im Kampf gegen den Vampir starb Dorians väterlicher Freund Norbert Helnwein. Rosqvanas Kopf wurde vom Körper getrennt und lebt eigenständig weiter. Dorian kann ihn nicht töten, denn Rosqvana ist der Einzige, der weiß, wo sich der echte Drudenfuß befindet und die Reise nach Amsterdam beginnt.


Wer mit der Bahn fährt, der kann etwas erleben! Erst recht, wenn man mit Hunter, Cohen und Co., sowie mit einem Kopf in einer Reisetasche unterwegs ist. Und wenn ihnen ihre Widersacher bereits auf den Fersen sind. Dann wird es eine ganz spezielle, spannende Bahnfahrt mit dem einen oder anderen blutigen Zwischenfall. Es ist schon arg schräg, wenn man sich das Geschehen mal bildlich vorstellt. Aber das macht eben auch den Reiz aus.
In Amsterdam angekommen bleibt man dieser Linie treu, doch mischt hier noch ein gehöriger Schuss Grusel mit. Dieser Teil der Geschichte lehrt auf schauderhafte Weise, dass man in Amsterdam vielleicht besser die Finger von Experten auf dem Gebiet der Schönheitschirurgie und Transplantation lassen sollte. Nicht, dass man mit zwei Köpfen aufwacht, wie so mancher Patien von Red Jong. Seine Geschöpfe werden schön anschaulich beschrieben, da kann einen schon mal eine Gänsehaut überkommen. Und selbst der Doktor ist für ein Schaudern gut.
Ich kann mich an keine Hunter-Folge erinnern, bei der ich trotz aller Spannung und allem Grusel so viel gelacht habe wie hier. Am meisten natürlich über Cohens bösen Humor und die bissigen Dialoge, die er mit Hunter, dem Arzt oder auch Chapman führt. Aber auch über einige Szenen, die ich einfach lustig fand. Ich kann zB über die Vorstellung eines sprechenden Kopfs in einer Tasche prima lachen. Oder über Chapmans Gequatsche als er sich den Ratten gegenübersieht

Mit Jürgen Kluckert als Ndoyo hatte ich so meine Probleme. Ich hatte zwar sofort ein Bild vor Augen, von einem großen, bulligen Mann, vielleicht geistig nicht ganz so flott wie andere, aber eigentlich doch ganz in Ordnung. Leider habe ich aber gleichzeitig immer Benjamin Blümchen vor mir gesehen, so leid es mir ja tut. Den holländischen Akzent mag ich an sich sehr gerne, bei Herman van Ulzen alias Red Jong klingt er aber ganz schön böse. Ich wusste gar nicht, dass das möglich ist.

Wie gewohnt wird auch diese Folge wieder von einem sehr stimmigen Soundtrack begleitet, der der Geschichte zusätzlich Atmosphäre verleiht. Düster, eindringlich und immer für ein wohliges Schaudern gut.

Das Cover zeigt eine wunderbar unheimliche Szene mit dem halbdunklen Raum und dem Schatten an der Wand. Das reiht sich so nahtlos in die Serie ein. Im Booklet erfährt man einiges über den heiß umkämpften goldenen Drudenfuß.

Fazit: Die Folge hat mir sehr gut gefallen: spannend, gruselig und trotz alldem noch ganz schön witzig. Wenn man bösen Humor mag.

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