Pollution Police (08) – Heisse Ladung

Titel: Pollution Police (08) – Heisse Ladung / Verlag: Pollution Police eV. / Spielzeit: ca. 40 min  / Sprecher: Daniel Käser, Silja Leiber, Max von der Groeben, Hennes Bender ua

pp08Inhalt: Niklas, Linus und Melissa – Mitglieder der Pfadfindergruppe “Pollution Police” – werden von ihrem Freund Jan um Hilfe gebeten. Schon seit Wochen werden immer wieder Trucks der Spedition, für die auch Jans Onkel Stephan als Fahrer unterwegs ist, von professionellen Räubern überfallen und ausgeraubt. Sofort machen sich die drei Freunde auf die Jagd nach den Verbrechern. Dabei stoßen sie auf eine skrupellose Schleuserbande, die Flüchtlingskinder für ihre kriminellen Machenschaften ausnutzt. Die kleinen Pfadfinder gehen zum Gegenangriff über und heizen den Gangstern dank Linus´ neuester Erfindung, des Roboters Edison, ordentlich ein.


Wie es sich für Detektive gehört, hat auch die Pollution Police inzwischen ihre Auftraggeber. Hier braucht ein Schulkollege Hilfe, weil eine Serie von Überfällen auf die LKWs seines Vaters allmählich die ganze Spedition in den Ruin zu treiben drohen.
An sich wäre ich alleine damit schon ganz zufrieden gewesen. Die Jagd auf eine Diebesbande kann schließlich durchaus spannend sein. Aber natürlich braucht auch dise Episode wieder einen guten Schuss Moral und den Fingerzeig in die Richtung: Kinder, schaut mal, was auf dieser Welt alles Schlimmes geschieht!
Somit bekommen die Pfandfinder es obendrein noch mit einer Schleuserbande zu tun, die Flüchtlingskinder für ihre krummen Touren ausnutzen.
Stimmt, das ist schrecklich. Und sicher stimmt es auch, dass es sowas leider tatsächlich gibt. Aber etwas weniger dick auf’s Brot geschmiert, täte es auch. Ich bin mri sicher, die Hörer würden auch dann noch deutlich genug heraushören, wie übel diese Machenschaften sind. Darin übertreibt die Serie es mir einfach immer wieder zu sehr. Immerhin endet die Geschichte mit einem netten Dreh, den man so nicht unbedingt erwartet hätte.
Außerdem habe ich mich ein wenig an Linus Roboter gestoßen. Mal im Ernst, wie wahrscheinlich ist es, dass ein so junger Bengel solch eine Maschine entwickelt? Da würde Karl Vierstein vor Neid erblassen! Das steht in zu krassem Gegensatz dazu, wie bedacht man bei der Serie darauf ist, Tatsachen ins Zentrum der Geschichten zu stellen. Und was das Ding dann auch noch kann! Der Wahnsinn! Und schlichtweg zu unglaubwürdig.

Die drei Hauptsprecher sind fit wie eh und je bei der Sache. Sie gefallen mir speziell in den Wortgefechten unter den Freunden immer wieder gut. Auch an den Sprechern in den weiteren Rollen gibt es nichts auszusetzen. Hennes Bender und Kirstin Hasse geben ein prima Duo ab. Thomas Friebe hält für seine Rolle als Kommissar einen passend energischen und bei Bedarf strengen Ton bereit, und Patrick Bach mischt als Roboterstimme mit.

Musik und Geräusche müssen sich ebenso wenig verstecken. Die eingesetzten Stücke klingen frisch und nicht wie schon x-mal irgendwo gehört. Sie verleihen spannenden Szenen das nötige Flair und sorgen wenn nötig für zusätzliches Tempo in rasanten Momenten. Das kleidet die Geschichte gut.

Natürlich ist Linus Roboter auch auf dem Cover zu sehen. Er sieht niedlich aus und man fragt sich sofort, welcher Rolle der kleine Kerl in der Story spielt. Auch die drei Freunde machen neugierig drauf, weshalb sie dort bei einem LKW auf der Lauer liegen. Und der knuffige Waschbär fehlt selbstverständlich auch nicht.

Fazit:  Einmal mehr wird mir mit der Moral hier wieder ziemlich übertrieben. Ich bin mir sicher, dass es etwas weniger dick aufgetragen trotzdem bei den Hörern ankäme. Davon abgesehen ein ganz spannender neuer Fall für die Freunde, der vor allem durch einen Dreh am Ende zu überzeugen weiß.

 

 

 

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