Porterville – Staffel 1 – Folgen 01 – 06

Titel: Porterville – Staffel 2 – Folgen 01 – 06 / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 645 min / Sprecher: Simon Jäger, Leyla Rohrbeck, Benjamin Völz, Charles Retinghaus

portervillestaffel01Inhalt: PORTERVILLE ist keine normale Serie, wie man sie kennt. Denn sie funktioniert wie eine Art Puzzle: So ist jede neue Folge wie ein neues Puzzle-Teil. Das bedeutet, die Geschichten beginnen nicht unbedingt da, wo man bei der letzten Folge aufgehört hat. Doch mit jeder neuen Folge erhält man tiefere Einblicke in die Stadt und ihre Bewohner, bis sich das rätselhafte Gesamtbild immer mehr zusammensetzt und am Ende die Frage geklärt wird: „Was ist das dunkle Geheimnis der Stadt Porterville?“


Dieser Besprechung möchte ich vorausschicken, dass ich beim Vorläufer „Darkside Park“ nicht über die erste Folge hinausgekommen bin. Falls also jemand erwartet, dass ich hier Bezüge zwischen den beiden Reihen aufführe, ist er bei mir an der falschen Adresse.

Diese erste Staffel umfasst insgesamt sechs Geschichten, die mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen haben. Die meisten davon sind wirklich spannend und mysteriös und man beginnt ganz automatisch zu knobeln, was hinter dem Geschehen stecken könnte. In einigen Geschichten trifft man zudem auf eklige Zeitgenossen wie die sogenannten Greyb, Luise Helmugs oder auf Charaktere, die einem im Nu eine Gänsehaut verursachen. Das sorgt für zusätzliche Würze. Zwei der Geschichten fand ich aber auch unglaublich zäh und langatmig. Bis die endlich in die Gänge kamen, war ich bereits wieder abgelenkt. Ich bin mir nicht sicher, ob die Erzählungen so lang ausfallen mussten. Ich hätte gerne an ein paar Stellen gekürzt.
Anfangs erschließt es sich einem noch nicht wirklich, wie die verschiedenen Geschichten zusammenhängen. Und natürlich hat man geraume Zeit auch keine Ahnung, was es mit Porterville auf sich hat. Erst nach und nach trifft man hier und da auf Elemente, die einem schon in einer der vorigen Geschichten begegnet sind, und so setzt sich das Puzzle um das Rätsel von Porterville allmählich zusammen.

Bei Namen wie Simon Jäger, Benjamin Völz, Charles Rettinghaus und Leyla Rohrbeck hat man hinsichtlich der Sprecher schlichtweg nichts zu befürchten. Ihnen allen gelingt es wunderbar, die Atmosphäre „ihrer“ Geschichten an den Hörer weiterzureichen. Ich denke, ohne solch versierte Sprecher wäre es mir bei der einen oder anderen Geschichte noch schwerer gefallen, bis zum Ende aufmerksam zu bleiben.

Die CDs ziehen in einem schicken Digipack ins Regal ein. Das Covermotiv wirkt angemessen düster und geheimnisvoll. Das passt so gut zu den Geschichten. Auch innen findet man verschiedene Bilder, die gut die Stimmung der Geschichten einfangen. Zudem findet man jeweils eine kurze Zusammenfassung zu den einzelnen Erzählungen.

Fazit:  Bis auf zwei Ausnahmen, die sich für mich zogen wie Kaugummi, fand ich die Porterville-Geschichten ganz spannend und mysteriös. Und es hat auch Spass gemacht zu verfolgen, wie sich nach und nach ein Bild ergibt. Ob man als „Darkside Park“-Fan seine Freude an „Porterville“ haben wird, kann ich nicht beurteilen.

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  1. Es ist natürlich schwer, einen Brocken wie Porterville zu hören, ohne Darkside Park zu kennen. Keine Kritik an dich, aber als Hörer empfiehlt es sich sehr die „Vorgeschichte“ schon kennen – gibt’s zum Glück auf Spotiy.

    Zwar versteht man den Inhalt der Folgen auch ohne Darkside Park, aber der Mehrwert ergibt sich erst, wenn man beides kennt. Was ich alleine in den ersten Folgen für Querverbindungen gefunden (vor allem in „Die verlorene Kolonie“, die komplett auf den Ereignissen von „Porterville Steaks“ aufbaut) habe, ist schon grandios. Wenn man richtig in Porterville eintauchen will, kommt man meiner Meinung um die Urserie nicht herum.

    Ansonsten bedienen sich die Autoren einem ganz simplen Schema: Spannung erzeugen, durch Unwissen. Viele Infos werden absichtlich lange zurückgehalten, damit sowas wie ein Hördrang entsteht. Das finde ich prinzipiell nicht schlecht. Das Highlight der Hörbücher sind aber die Starsprecher, da gebe ich dir recht.

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