Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (10) – Der Biss der Zerberus

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (10) – Der Biss der Zerberus / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Peter Groeger, Christian Rode, Michael Pink ua

newholmes10Inhalt: Der Anlass, aus dem Colonel Haggerty an diesem Abend zum Dinner gebeten hat, könnte erfreulicher nicht sein es ist die Bekanntgabe seiner Verlobung mit der schönen Inderin Putri Mahal. Doch die Feier nimmt ein entsetzliches Ende. Nicht einmal die Kunst des anwesenden Dr. Watson reicht aus, um das Leben des Gastgebers zu retten. Neben der eilends herbeigerufenen Polizei findet sich bald auch Sherlock Holmes am Schauplatz ein. Aber ist es tatsächlich ein hinterhältiger Mord? Und wer von den Anwesenden, immerhin der engste Kreis aus Verwandten und Freunden, könnte dafür verantwortlich sein…?


Diese Folge hält sich mit langen Vorreden nich auf. Im Nu steht Watson mit blutverschmierter Kleidung vor Holmes und somit gewissermaßen auch vor dem Hörer. Da möchte man natürlich sofort wissen, wie es dazu kam. Auch das wird bald erzählt, doch anschließend nimmt die Geschichte sich dann schon ihre Zeit.
Als Watson die Dinnergäste aufzählte, kam ich allerdings ins Zweifeln, ob die Geschichte etwas für mich ist bzw ob ich ihr folgen können würde. Ich kann mir nämlich nicht einfach so sechs Charaktere merken, die mir nur aufgezählt werden. Glücklicherweise spielt sich das weitere Geschehen ausschließlich in diesem Kreise ab, sodass ich mir die Figuren nach und nach doch zu eigen machen konnte. Ich mag es außerdem immer sehr gerne, wenn Krimis mit wenigen Figuren auskommen und nur an einem Schauplatz spielen. Damit war „Der Biss der Zerberus“ dann doch ganz nach meinem Geschmack.
Holmes Nachforschungen haben bereits begonnen, da sorgt ein weiterer grausiger Zwischenfall für Hektik und unruhe unter den Personen. Man hat sich also gerade zurückgelehnt um Holmes Genie zu lauschen, das rüttelt einen das Geschehen wieder auf. Nicht schlecht, das kenne ich aus dem Holmes-Geschichten sonst nicht so.
Bei Holmes Ermittlungen sollte man allerdings stets gut bei der Sache sein. Genauso wie am Ende als er seine Auflösung präsentiert. Sonst steigt man nicht durch. Ich habe das Ende zweimal hören müssen um seinen Ausführungen folgen zu können. Zum Glück sind die Ermittlungen hier wirklich spannend. Da fällt es nicht weiter schwer, bei der Sache zu sein.

Das Duo Christian Rode und Peter Groeger laufen hier einmal mehr zur Höchstform auf. Es macht schlichtweg Spass Holmes und Watson bei ihren Wortgefechten zu lauschen. Sandrine Mittelstädt gibt eine glaubhafte, junge Putri Mahal. Sanft, freundlich, mit einem ganz leichten Akzent. Lutz Harder mischt auch hier wieder als Inspektor Lestrade mit. Ihn höre ich ebenfalls immer wieder gerne. Ich mag seine angenehme Stimme und seinen meist ruhigen, bedächtigen Ton sehr gerne.

Die Musik hält sich auch bei dieser Folge wieder zurück. So bleibt das Augenmerk auf die Geschichte gerichtet. Nur dann und wann sind mal kurze, dezente Stücke zu hören. Die Geräusche können sich ebenfalls hören lassen. Lediglich beim Knistern der Kaminfeuers habe ich eine Weile gebraucht bis ich raushatte, was ich da höre. Ich habe keinen Kamin, da bin ich vielleicht etwas im Nachteil.

Bei dem Cover habe ich zweimal hinschauen müssen. Als erstes bemerkt man natürlich die Darstellung der Inderin, dann den Schatten, aber die Pflanze im Schatten war mir zunächst gar nicht aufgefallen. Dabei spielt sie in der Geschichte eine wichtige Rolle. Schon erstaulich, dass es einem bei einem solch eher schlichten Look so ergehen kann.

Fazit: Die Folge hält sich nicht mit Vorreden auf und hält auf halber Strecke noch mal einen ordentlichen Schreckmoment bereit. So ist gewährleistet, dass man bei der Sache bleibt. Und das ist auch wichtig, sonst blickt man am Ende nicht mehr durch.

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