Hui Buh (20) – Der Schatz im Drachenmoor

Titel: Hui Buh (20) – Der Schatz im Drachenmoor / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 67 min / Sprecher: Till Hagen, Maximilian Artajo, Anne Helm, Stefan Krause ua

huibuh20Inhalt: Der Geisterschatz ist weg! König Julius steckt in Schwierigkeiten, denn wie soll er pleite das Schloss unterhalten? Sophie entpuppt sich als Retterin in der Not und verrät der Familie ein Geheimnis: Das Amulett, das sie um den Hals trägt, ist eine Schatzkarte zum berühmt-berüchtigten ‚Schatz im Drachenmoor‘. Wie viele andere Abenteurer zuvor, haben auch ihre Eltern versucht, ihn zu finden. Seitdem sind sie verschwunden. Hui Buh und seine Freunde begeben sich auf ihre Spuren. Eine gefährliche Suche beginnt.


Es scheint, dass viele Hörspielhelden ein bestimmtes Schicksal teilen: sie sind meistens nicht gut bei Kasse!
Nun hat es auch die Bewohner von Burgeck erwischt. Wie nur kommt man an Geld um das renovierungsbedürftige Schloss zu erhalten? Die Versuche von König, Königin und vor allem Hui Buh jedenfalls scheitern kläglich, was für ein Lachen gut ist. Ist schon toll, wenn man nach der Arbeit mit noch mehr Schulden dasteht 😉
Da kommt so ein Schatz natürlich gerade recht. Dumm nur, dass er versteckt ist. Im Drachenmoor. Und das ist -wie es der Name bereits erahnen lässt- nicht der gemütlichste und menschenfreundlichste Ort. Mir hat die Expedition der Freunde anfangs wirklich Spass gemacht. Das Moor wird schön schaurig in Szene gesetzt und es ist spannend zu verfolgen, wie Burgecks Bewohner sich damit arrangieren. Und natürlich ist man neugierig, ob sie auf ihrer Schatzsuche tatsächlich Sophies Eltern wiederfinden.
Dann kam für mich allerdings ein Bruch. Nämlich als die Räuber auf der Bildfläche erscheinen. Das zog sich und eine Spur zu platt war es mir auch mit Gestalten namens Huckebuckel und einer Anführerin, der ich den boshaften Ton nicht recht abgenommen habe. Außerdem war damit von jetzt auf gleich jeglicher Grusel zum Teufel. Da hätte ich ein paar weitere Fallen und Abenteuer im Moor klar vorgezogen.
Zum Ende hin fängt sich die Story dann zum Glück wieder. Die Räuber sind erstmal wieder abgemeldet, die Suche nach dem Schatz und Sophies Eltern geht weiter und endet schließlich richtig schön dramatisch und spannend. Schön, dass man vor allem was Sophies Eltern anbetrifft eine Auflösung gefunden hat, die der Reihe, ihren festen Charakteren und bestimmten Gegebenheiten nichts nimmt, aber dennoch sinnig in diese Geschichte passen.

Dank der Räuberbande ist die Sprecherliste ganz schön lang. Wie schon gessagt, habe ich Anne Helm die Bösartigkeit der Xenia nicht ganz abgenommen. Das klang mir an vielen Stellen zu bemüht. Dagegen gibt Till Hagen einen äußerst hochmütigen Wilhelm, von dem ich gerne nochmal etwas hören würde. Da ich mittig in die Serie eingestiegen bin, sind mir eventuelle vorige Auftritte leider entgangen. Marie-Luise Schramm weiß als Sophia zu glänzen. Ich mag das Bild von dem netten und lieben(swerten) und gleichzeitig doch burschikosen Mädchen, das sie vermittelt.

Ein schöner und stimmiger Soundtrack begleitet die Geschichte.  Auch ihm ist es klar zu verdanken, dass manche Szenen tatsächlich schön schaurig wirken. Und auch den spannenden Momenten entlockt die Musik oft noch einen Tacken mehr Dramatik.

Das Cover zeigt die kleine Expedition, die sich durch das Drachenmoor schlägt. Das Motiv wirkt schön düster und unheimlich und verspricht eine spannende Story. Mir gefallen -na klar- vor allem die Lichtspielereien, die hier besonders gut zur Geltung kommen.

Fazit: In der Mitte schwächelt die Handlung ein wenig. Die Episode mit dem Räubernest zog sich für mein Empfinden und so wirklich notwendig fand ich sie auch nicht. Davon abgesehen eine schöne Geschichte, in der es spannend und auch eine Spur schaurig zugeht. So mag ich „Hui Buh“!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: