Mord in Serie (13) – Was sich liebt, das killt sich

Titel: Mord in Serie (13) – Was sich liebt, das killt sich / Verlag: Contendo Media / Sprecher: Alexandra von Schwerin, Helmut Krauss, Bert Stevens, Dascha Lehmann ua

mis13Inhalt: Das ist bitter. Die Duisburger Millionärsgattin Greta Welz heuert einen Profikiller an, um ihren Mann loszuwerden. Doch der Plan geht nicht auf und die Situation wird brenzlig. Um jetzt nicht selbst auf die Abschussliste zu geraten, beschließt sie kurzerhand mit ihrem Lover Maurice, den Killer aus dem Weg zu räumen. Allerdings gestaltet sich das nicht ganz einfach – denn der perfekte Mord erfordert weitaus mehr Geschick als zunächst angenommen.


Greta Welz ist nicht die erste Millionärsgattin, die ihren Mann gerne früher als üblich loshaben möchte um es sich danach mit seinem Geld und dem jüngeren Lover gutgehen zu lassen. Doch klingt so ein Vorhaben meist viel einfacher als es letztlich ist. Das darf der Hörer in dieser Folge gemeinsam mit Greta erfahren.
Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass die Geschichte für mich nicht wirklich ein Thriller war. Dafür fand ich sie viel zu unterhaltsam, sehr oft sogar ausgesprochen witzig. Nachdem die ersten Ideen von Greta und Maurice schiefgegangen sind, wartet man förmlich darauf, was sich ihnen als nächstes in den Weg stellen und welche Konsequenzen es haben wird. Da beide keine Profis sind, herrscht also bald ein ziemliches Chaos, bei dem man sich unweigerlich fragt, wie das nur alles enden soll. Das strotzt förmlich vor Situationskomik. Ein leicht trottelig wirkender Kommissar á la Inspektor Columbo mischt auch noch mit. Auch über ihn habe ich manches Mal schmunzeln müssen, denn man bemerkt neben besagter Trotteligkeit auch, dass er es eigentlich faustdick hinter de Ohren hat. Irgendwie war ich mir deshalb bald sicher, dass er es sein würde, der am Ende quasi für den großen Knall sorgen würde.
Macht man allerdings an der Anzahl der Toten fest, ob eine Geschichte ein Thriller ist, oder nicht, dann verdient diese Folge die Bezeichnung durchaus. Tote gibt es einige, es fließt Blut und es spritzt Hirn, und außerdem wird noch eine Katze geplättet…ach nein, das fand ich in dieser Situation ja schon wieder ganz amüsant.
Also am besten selber hören und einstufen 😉

Alexandra von Schwerin leiht Millionärsgattin Greta ihre Stimme. Sie lässt sie einerseits arrogant und überheblich klingen, andererseits aber auch eiskalt und durchtrieben, wobei es stets so rüberkommt als mache Greta genau das so richtig viel Spass. Als columbomäßiger Kommissar Burgard ist Helmut Krauss zu hören. Zwar vermittelt er einem das Bild k eines ziemlich trotteligen Kommissars, aber es schwingt -wie schon gesagt- immer auch mit, dass dieser Mann cleverer ist als man zunächst denkt.  Boris Tessmann fällt die Rolle von Gretas jungem Lover zu und er war für mich quasi die „Stimme der Normalität“. Denn ihm ist genau anzuhören, dass er keineswegs täglich mit Toten zu tun hat und Morde plant. Ein feiner Kontrast also zu Greta.

Musikalisch hat mich das Hörspiel an einen etwas altmodischen, sehr klassischen Krimi erinnert. Mal eine Abwechslung zum Klang der Reihe sonst, die der Geschichte um diese mörderisch veranlagte Witwe gut steht. Lediglich der Song „Paradise Falls“ von Zynic steuert etwas modernen Klang bei. Er findet sie wie gewohnt am Ende der Geschichte in voller Länge. An der Geräuschkulisse gibt es nichts zu bemängeln, das Geschehen wird sorgfältig in Szene gesetzt.

Das Covermotiv wirkt zwar angemessen düster und blutig ist es auch, was es allerdings mit dieser Holzgliederpuppe genau auf sich hat, das erschließt sich mir nicht wirklich. Gemeinsam mit dem Titelschriftzug in Flatterband-Rot-Weiß ist es aber immerhin ein Hingucker. Wenn das die erwünschte Wirkung war, ist es gelungen. Gelacht habe ich über den Zusatz im Booklet, dass für die Aufnahmen keine Tiere gequält wurden. Muss man wissen!

Fazit:   Alleine an den Toten, Blut und Hirn gemessen, ist dies wohl tatsächlich ein Thriller. Für mich hätte es dafür doch etwas ernsthafter zugehen müssen. Das ist aber keineswegs negativ gemeint, denn ich habe lange nicht mehr so bei einer Geschichte gelacht. Pfiffige Dialoge, schräge Charaktere und massig Situationskomik haben mich bestens unterhalten. Und das Ende kam auch wieder mit einem netten Dreh daher.

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