Der Cellist von Venedig (Sunnyi Melles)

Titel: Der Cellist von Venedig / Verlag: Monards Publishing House / Spielzeit: ca. 46 min / gelesen von: Sunnyi Melles

cellistInhalt: Die faszinierende Geschichte von Giacomo, der auf einer Gondel lebt und Cello spielt versetzt uns in die märchenhafte Stadt Venedig im 18. Jahrhundert. Sie beschreibt die Liebe einer italienischen Familie zu den Cellosuiten von Johann Sebastian Bach. Als er alt genug ist erhält Giacomo jene Noten, die Prinz Leopold aus Deutschland einst seiner Mutter nach einem Konzert schenkte und beginnt zu spielen… Der Cellist von Venedig nimmt uns mit auf eine mystische Reise durch die Kanäle Venedigs, Giacomos Entdeckung der Musik Bachs und der Geheimnisse seiner eigenen Vergangenheit.


Nachdem ich diese Reihe mit dem Schlangebeschwörer und seiner Klarinette kennengelernt hatte, fanden sich schnell weitere interessante Geschichte. Beispielsweise die von Giacomo, die den Hörer nach Venedig im 18. Jahrhundert entführt und schnell Bilder von den engen Gassen, den Masken des Karnevals und vor allem den Gondeln vor Augen zaubert. Das Leben hält für den jungen Giacomo einige Rätsel bereit. Das macht die Geschichte spannend. Er hat es nicht leicht und erlebt immer wieder kleinere und größere Schicksalsschläge, die rührend in Szene gesetzt wurden. Aber ich hatte doch den Eindruck, dass er sich nicht unterkriegen lässt, und das hat mir gefallen. Einige geradezu magische Momente sorgen für eine märchenhafte Stimmung durch die gesamte Geschichte hindurch.

Sunnyi Melles habe ich bei diesem Hörbuch zum ersten Mal gehört. Ich habe ihrer warmen Stimme und dem ruhigen Ton gerne gelauscht. Sie greift die zauberhafte und leicht mysteriöse Stimmung der Geschichte auf, unterstreicht sie nochmal zusätzlich und zieht den Hörer so schnell in ihren Bann.

Wie schon beim Schlangenbeschwörer nimmt die Musik -das Cello- hier eine sehr wichtige und große Rolle ein. Will man nur die Geschichte hören, dann könnte man jeden zweiten Track überspringen. Steven Isserlis‘ Cellospiel trägt maßgeblich dazu bei, dass einem besagte Bilder von Venedig vor Augen kommen. Und es greift die Stimmung der einzelnen Szenen gekonnt auf. So wirken sie gleich nochmal so intensiv.

Auch bei dieser Folge erinnert das Cover sehr an ein Gemälde. So schön ich die Kulisse und den Farbtupfer Giacomo finde, auf mich wirkt die schwarze Gondel auch ein wenig finster. Da es Giacomo nicht immer leicht hat, passt das in meinen Augen aber ganz gut.

Fazit:  Eine schöne und spannende Geschichte mit märchenhaftem Flair, bei der man sich leicht nach Venedig träumen kann. Dazu trägt die Cellomusik ganz wesentlich bei. Sie fängt die Atmosphäre der Handlung prima ein und unterstreicht sie gekonnt.

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