Reineke Fuchs – Listig der Fuchs – Mümmelnd der Hase (Peter Fricke)

Titel: Reineke Fuchs – Listig der Fuchs – Mümmelnd der Hase / Verlag: Monarda Publishing House / Spielzeit: ca. 76 min / gelesen von: Peter Fricke

reinekefuchsInhalt: Goethes humorvoll-ironische und pointierte Tiererzählung als Spiegel menschlichen Verhaltens, trifft in ihrer Kritik für Peter Fricke nach wie vor zu. Wer am meisten betrügt, gewinnt; vom »Wahrheit sagen« kann man nicht leben in dieser Welt, eher noch vom »Wahrsagen«. Ein Hörvergnügen für Jung und Alt: aufregend, fesselnd und immer noch aktuell.


Nach dem „Cellisten von Venedig“ und dem „Schlangenbeschwörer“ drehte sich nun die Geschichte von Reineke Fuchs im Player. Die Handlung dürften die meisten Hörer zumindest grob vor Augen haben, daher werde ich sie hier nicht noch einmal ausführlich ansprechen.
Es bleibt jedoch zu sagen, dass der Inhalt der Geschichte leider, leider auch heute noch aktuell ist und ein Spiegelbild der Gesellschaft abgibt. Das war nicht nur zu Goethes Zeiten der Fall. Auch heute kommt mancher mit viel Lug und Trug noch an sein Ziel. Und somit kann man „Reinke Fuchs“ auch heute noch als Ermunterung deuten, hinter die Geschichten mancher Menschen zu schauen um zu sehen, ob sie die Wahrheit sagen. Und um zu hinterfragen, ob im menschlichen Miteinander nicht doch eine ganze Menge falsch läuft. Dazu eignen sich solche Fabeln nachwievor sehr gut.
Ich kannte zwar Reinkes Geschichte, doch mir waren ein paar Fabelnamen gewisser Tiere entfallen. Es hat Spass gemacht, mich mit diesem Hörbuch wieder an sie zu erinnern.

Peter Fricke als Sprecher hat mich wirklich beeindruckt, denn „Reineke Fuchs“ ist in Versen geschrieben. Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht so leicht ist, diese Form einer Geschichte in solcher Länge zu lesen. Dabei hat er für jedes Tier eine eigene Stimme auf Lager und versteht es auch, die Gefühle und besonderen Wesenzüge der Tiere darin auszudrücken.

Musik spielt auch in „Reineke Fuchs“ eine sehr große Rolle. Wenn auch nicht so groß wie beim „Cellisten“ und dem „Schlangenbeschwörer“. Freunde klassischer Musik dürften besonders begeistert sein. Nun bin ich zwar kein ausgewiesener Klassik-Fan, aber mir hat es gefallen, wie gut die Stücke die Stimmung der einzelnen Szenen aufgreifen und verdeutlichen. Das wirkt sehr eindringlich. Und es ist eine Abwechslung, das Akkordeon (für mich eher ein Instrument heiterer Musik) mal auf eine intensivere Art zu hören.

Auf dem Cover schaut uns natürlich Reineke persönlich an. Eine schöne Zeichnung, die sich gut in das übrige Design einfügt. Im Booklet findet man viele weitere Informationen und Auslegungen dieser Parabel. Das ist interessan zu lesen. Zudem erfährt man einiges über Peter Fricke Enrique Ugarte.

Fazit:  „Reinke Fuchs“ hat an Aktualität bis heute leider nicht verloren. Somit ist es schön, dass die Geschichte noch einmal als Hörbuch aufgelegt wurde. Schulbücher, in denen man sie irgendwann vielleicht mal gelesen hat, dürften inzwischen irgendwo vor sich hin verstauben. Die Musik verleiht der Fabel zusätzlich an Eindringlichkeit und Peter Fricke liest trotz Versform so lebendig, dass man die CD leicht in einem Rutsch anhören kann.

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