Fabula Obscura (02) – Das Haus Moreau

Titel: Fabula Obscura (02) – Das Haus Moreau / Verlag: Rubikon Hörspiele / Spielzeit: ca. 74 min / Sprecher: Till Hagen, Peter Flechtner, Helmut Winkelmann, Corinna Dorenkamp ua

fabulaobscura02Inhalt: Eiland der bleichen Toten – so wird die kleine Insel vor der französischen Atlantikküste von den Einheimischen aus der näheren Umgebung genannt. Was geschah vor über 50 Jahren im Maison du Moreau, dem einzigen Haus auf dem felsigen Eiland? Warum wagt es seitdem niemand mehr auch nur eine Nacht in diesem Haus zu verbringen? All dies sind für die kleine Gruppe von Sensationstouristen genau die Gründe, um auf die Insel überzusetzen und diese in Augenschein zu nehmen. Begünstigt von einer unruhigen See gibt es schon bald nach der Ankunft vorerst keine Möglichkeit, zum Festland zurückzukehren. Ob sie wollen oder nicht: der Tag schreitet weiter voran, und das Anwesen scheint der einzige Unterschupf zu sein, der in der Nacht Sicherheit vor dem herannahenden Sturm bietet…doch Haus Moreau ist nicht unbewohnt.


Nach einer Plantage in New Orleans verschlägt es die Reihe mit dieser Folge auf eine französische Insel, auf der ein Geisterhaus steht. Gleich zu Beginn des Hörspiels gibt es bereits einen Vorgeschmack darauf, was Eindringlingen in diesem Hause widerfährt. Damit ist ein erstes Schaudern gewährt und man darf neugierig sein, wie die Geschichte weitergeht.
Sie unternimmt einen Zeitsprung in das Jahr 1979. Eine an Übersinnlichem interessierte Reisegruppe ist auf einer Tour zur Insel unterwegs. Bereits auf dem Weg werden Andeutungen darüber gemacht, was über das Moreau-Haus gemunkelt wird. So kommt sie leicht unheimliche Stimmung aus dem Prolog schnell wieder auf.
Sie bleibt auch bei den ersten Erkundungen in und um das Haus herum erhalten. Einige schöne Schreckmomente sorgen für zusätzliche Würze. Und als sich herausstellt, dass die Gruppe aufgrund schlechten Wetters auf im Haus übernachten muss, beschleicht einen leicht ein ungutes Gefühl. Auch wenn man -genau wie die meisten der Touristen- nicht wirklich an Geister glaubt, so ganz sicher kann man sich nach dem Prolog keineswegs sein. Es folgt eine gespenstische Nacht.
Anschließend ließ die Spannung für mein Empfinden leider ziemlich nach. Natürlich will man herausfinden, wie man dem gruseligen Geschehen ein Ende setzt. Doch diese Nachfroschungen ziehen sich ziemlich in die Länge. Und die Lösung des Problems passte für mich nicht zu einer sonst so klassischen Geisterhausgeschichte. Sie erinnerte mich an die ersten „Fabula Obscura“-Folge, die wie schon gesagt einen ganz anderen Schauplatz hat.

In der Rolle des Eric Danton ist Till Hagen zu hören. Seine Stimme und der aalglatte Ton hat mir ein gutes Bild des Fremdenführers vermittelt. So richtig vertrauenwürdig kam er mir zwar nicht vor, aber wirklich unsympathisch war er mir trotzdem nicht. So war ich gespannt, was sich hinter dieser Fassade womöglich noch verbirgt. Peter Flechtner leiht dem künftigen Eigentürmer des Haus Moreau Neal Davenport seine Stimme. Er klingt weit lockerer als Danton, was für einen Kontrast zwischen diesen beiden Hauptfiguren sorgt.

Musikalisch orientiert das Hörspiel sich unüberhörbar an den Klassikern der Gruselhörspiele. Diese Kulisse kleidet auch das „Haus Moreau“ sehr gut und sorgt im Kombination mit den Vorfällen auf der Insel für eine wohlige Gänsehaut. Die Geräuschkulisse kann sich ebenfalls hören lassen. Das Geschehen ist gut vorstellbar, und vor allem die Geisterszene in der Nacht ist toll in Szene gesetzt.

Das Haus auf dem Cover wirkt schön unheimlich und bedrohlich. Vor allem vor dem Unwetterhimmel und inmitten der schroffen Felsen. Da kann man sich leicht vorstellen, dass es dort spukt.

Fazit:  Die Geschichte ist eine klassische Geisterhausgeschichte. Sie beginnt schön unheimlich und bleibt es auch. Mit der Reisegruppe kommt Spannung rein, zumal man als Hörer weiß, dass im Haus etwas umgeht. Da ist man neugierig, was der Gruppe widerfährt. Leider ließen Spannung und Grusel für mich nach der Nacht im Haus nach. Die Nachforschungen zogen sich und die Auflösung passt nicht wirklich zu einer solchen Geistergeschichte.

 

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