TKKG (187) – Ausspioniert

Titel: TKKG (187) – Ausspioniert / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 63 min  / Sprecher:  Henry König, Caroline Kiesewetter, Niki Nowotny, Joachim Kerzel ua

tkkg187Inhalt: Klößchens Vater, Hermann Sauerlich, ist ratlos: Wertvolle Betriebsgeheimnisse der Sauerlich Schokolade GmbH sind bei einem Konkurrenzunternehmen gelandet! Herr Sauerlich hatte viel Geld in die Entwicklung eines neuartigen Schokoriegels gesteckt – war nun alles umsonst? Klößchen fühlt sich für die Sicherheitspanne mitverantwortlich und beschließt – den grimmigen Drohungen der Erpresser zum Trotz – die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Hat eine Mitarbeiterin der Schokoladenfabrik mit der Betriebsspionage zu tun? Wer hat der Konkurrenz die geheimen Unterlagen zugespielt? TKKG nehmen die Spur auf – und stehen bald im wahrsten Sinn des Wortes vor einem tiefen Abgrund.


An „TKKG“ stelle ich meist keine allzu hohen Erwartungen, weil ich den Eindruck habe, dass die meisten wirklch guten Ideen schon in irgendeiner Folge ihren Platz gefunden haben. Da bin ich dann froh, wenn sie auch beim wiederholten Male gut umgesetzt wurden.
Doch „Ausspioniert“ hat mich ehrlich überrascht. An eine Geschichte um Industriespionage kann ich mich im Laufe der Reihe so spontan nicht erinnern, daher wirkte das hier ausgesprochen frisch und neuartig auf mich. Dass ausgerechnet der Betrieb von Klößchens Vater betroffen ist, dürfte dabei ziemlich klar sein. Jemand hat die Idee eines neuen Schokoriegels geklaut und ist damit auf dem Weg zum Erfolg! Da müssen die Freunde natürlich klären, wer dahinter steckt und ihm das Handwerk legen. Als Hörer dieser Reihe neigt man vielleicht dazu, die erste möglicherweise verdächtige Person direkt zum Täter zu erklären, doch damit sollte man hier vorsichtig sein! So offensichtlich ist es keineswegs und die Handlung hält in dieser Hinsicht auch ein paar nette Wendungen bereit.
In Sachen Spannung geht es ausgesprochen abwechslungsreich zu. Mal ist es Klößchens Unternehmen, sich in eine Gruppe von Fabrikarbeitern einzuschleichen, dann wieder verdankt man sie Karls Geschick am Computer und auch mal eine Verfolgungsjagd im Wald. Langweilig wird einem dabei keine Sekunde. Mir hat es außerdem gefallen, dass hier mal Klößchen und Karl im Vordergrund stehen, nicht immer nur Tim. Die beiden schagen sich nämlich ebenfalls ganz hervorragend in dieser Position.
Über ein paar Elemente darf man natürlich auch hier staunen. Nur weil in einem Erpresserbrief steht „Keine Polizei!“ rennt Gaby nicht zu ihrem Papi? Karl hackt sich so mir-nichts-dir-nichts in die IT einer Firma wie der von Sauerlichs? Und Zäune zu zerschneiden und Verteilerkästen aufzubrechen, geht für TKKG plötzlich völlig in Ordnung? Seit wann? Doch im Verhältnis zur Geschichte sonst fällt das dieses Mal kaum ins Gewicht.

Joachim Kerzel klingt als Rolf Reiher gleichermaßen sympathisch, wie auch ein wenig undurchsichtig. Das passt gut zu dieser Figur, die nichts Gutes im Schilde zu führen scheint, sich dann aber doch als ganz anders als gedacht herausstellt. Peter Lakenmacher hat mir mit kräftiger Stimme und energischem Ton ein deutliches Bild von Alben Mülsch vermittelt. Und Caroline Kiesewetter alias Karin Stern vom Tonstudio hätte ich gerne noch etwas länger gelauscht. In ihrer Stimme liegt so viel Energie und schön markant ist sie außerdem.

Hinsichtlich der Musik kommt die Folge ziemlich zurückhaltend daher. Nur selten sind kleiner Stücke zu hören, doch sobald die Handlung es erfordert -beispielsweise bei der Szene  im Wald und der Szene danach- drängt sie sich auch mal mehr in den Vorgerdrund. Mir hat es so an nichts gefehlt. In Sachen Geräusche legt man hier alleine durch den Besuch im Tonstudio zu Beginn eine Schippe drauf.

Das Cover zeigt eine wesentliche Szene der Geschichte. Mit der Gestalt, die mit dem Rücken zum Betrachter steht, wirkt das Motiv durchaus eine Spur bedrohlich. Und der Abgrund hinter den Freunden ist ebenfalls zu sehen. Das macht neugierig und lässt auf einen spannenden neuen Fall hoffen, was hier absolut erfüllt wird.

Fazit:  Wow! Ich hatte nicht gedacht, dass mich die Reihe noch einmal so überraschen würde. Ein erfrischend neuartiger Fall und eine spannende Geschichte, bei der jeder der vier Freunde mal im Vordergrund steht. Ich weiß, es ist vermessen, aber so dürfte gerne jede Folge daherkommen!

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