Hydrophobia

Titel: Hydrophobia / Verlag: Ohrenkneifer / Spielzeit: ca. 100 min / Sprecher: Christopher Albrodt, Martin Sabel, Vanida Karun, Dirk Hardegen ua

hydrophobiaInhalt: Die Profi-Taucher der Klabauter GmbH haben einen neuen Auftrag an Land gezogen. Sie sollen die Bergung einer stillgelegten Forschungsstation im Meer vor der Küste Italiens vorbereiten. Doch in 700 Metern Tauchtiefe erwartet die vier Freunde kein Routine-Job… sondern der blanke Horror.


Als ich von diesem Hörspiel hörte, war ich sofort neugerig darauf und mir bereits ziemlich sicher, dass es meinen Geschmack treffen könnte. Als bekennender Angsthase was Wasser angeht, könnte es für mich kaum eine reizvollere Szenerie geben als eine Unterwasser-Forschungsstation. Der Anfang mit dem Auftrag lässt sich noch ruhig an. Doch wer sich in den Genres Thriller und Horror ein wenig auskennt, dem schwant schnell, dass hinter dem Auftrag wesenlich mehr steckt. Beispielsweise etwas herrlich Schauriges.
Meine Erwartungen hat „Hydrophobia“ auf ganzer Linie erfüllt. Eine äußerst spannende Geschichte, die an einem menschenfeindlichen Ort spielt und eine durchgängig beklemmende Atmosphäre mitbringt. Der Mix aus Thriller, Horror und einem Schuss Science-Fiction geht hier absolut auf und man kann gar nicht anders als dem Geschehen gebannt zu lauschen. Langeweile kommt hier zu keinem Augenblick auf, und auch wenn solche oder ähnliche Versuche an Menschen hier nicht zum ersten Mal in einer Geschichte auf den Tisch kommen, so sind sie und das Grauen drumherum doch so gut in Szene gesetzt, dass sie zu unterhalten wissen. Ein kleines Faible sollte man für derlei Geschichten zwar mitbringen, doch ich bin mir sicher, dass alleine nach dem Klappentext niemand die CD in den Player schiebt, der nichts damit anfangen kann

Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Team der Klabauter GmbH. Ihre Sprecher bestreiten den Löwenanteil des Hörspiels, wobei -für mein Empfinden- Vanida Karun und Julia Fölster-Riegel den Rest der Truppe prkatisch an die Wand spielen. Obwohl ich meist nicht unebdingt ein Fan von Sprecherinnen bin, sind mir diese beiden hier am stärksten in Erinnerung geblieben. Vanida Karun mit ihrer rauen, markanten Stimme und im Gegensatz dazu Julia Fölster-Riegel, die sehr jung und mädchenhaft klingt, durchaus aber auf energisch umschalten kann, wenn es notwendig ist. Gegen sie wirken Martin Sabel und Christopher Albrodt fast ein wenig blass. Dennoch ist es auch ihnen gelungen, mir ein Bild vom Wesen von Chris und Jörg vor Augen zu zaubern, sodass ich schnell warm mit ihnen wurde und um sie gebangt habe. Als Erzählerin ist Alexandra Lange-Baehr zu hören, den tiefe und eindringliche Stimme mir sehr gut gefallen hat.

Die Untermalung präsentiert sich zu weiten Teile eher ruhig und zurückhaltend, aber doch eindringlich. Das wirkt prima und sorgt dafür, dass man -kaum sind die Klaubauter abegtaucht- voll böser Vorahnungen auf den weiteren Verlauf der Handlung wartet. Später tragen die Stücke maßgeblich dazu bei, dass die beklemmende Atmosphäre auf der Station bis zum Hörer durchdringt.

Das Covermotiv vermittelt dem Betrachter schnell, dass einen auf diesen beiden CDs ein spannendes und gruseliges Hörspiel erwartet. Dafür bürgen die panischen Gesichter der Taucher und der düster-schwarze Look.

Fazit:  Mir hat „Hydrophobia“ rundum sehr gut gefallen! Eine durchweg spannende und gruselige Geschichte, die an einem mehr als menschenfeindlichen Schauplatz spielt. Speziell für Wasser-Angsthasen wie mich eine ideale Chance auf eine wohlige Gänsehaut.

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