Die drei ??? (168) – GPS-Gangster

Titel: Die drei ??? (168) – GPS-Gangster / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 78 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Lutz Mackensy, Peter Weis, Caroline Kiesewetter ua

ddf168Inhalt: Die drei ??? kommen zu spät: sie können die Prinzessin nicht vor der Katastrophe retten! Zum Glück ist es nur ein Geocaching-Wettbewerb, bei dem Justus, Peter und Bob ihr Ziel um Haaresbreite verfehlen. Doch aus dem Spiel wird gefährlicher Ernst, als der geheimnisvolle Captain Skull auf der Bildfläche erscheint. Auf seinem Raubzug durch Rocky Beach spielt er ein rätselhaftes Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Wird er über Leichen gehen? Können die Detektive den Wettlauf mit der Zeit gewinnen?


Wenn man selbst Geocaching als Hobby hat, dann kommt man an dieser Folge einfach nicht vorbei. Wer von diesem Thema noch keine Ahnung hat, der wird zunächst recht ausführlich auf Stand gebracht. Das heißt natürlich auch, dass sich zunächst überhaupt gar kein neuer Fall für die drei Detektive andeutet.
Als der Fall sich dann endlich auftut, klingt er gar nicht mal so übel. Ein Dieb ist der Stadt unterwegs, der sich Captain Skull nennt, Wertgegenstände stiehlt und dann der Polizei Hinweise und Koordinaten zuspielt, mit deren Hilfe man ihn fassen könnte. Das orientiert sich am Thema Geoaching und könnte durchaus eine spannende Geschichte ergeben. Natürlich kriegt die Polizei es nicht auf die Reihe, Skull zu fassen. Da braucht es Justus‘ Genie, und dank einer Bekanntschaft schaffen die Freunde es, der Polizei offiziell helfen zu dürfen. Ich dachte, ich höre nicht richtig! Hallo? Das sind Teenager! Auf eigene Faust ermitteln, gerne! Ab und zu zusammen mit der Polizei, auch noch okay. Aber als erklärte Unterstützung der Polizei?!
Sei’s drum! Davon abgesehen hat man nun wneigstens endlich einen Fall und kann die Freunde bei ihren Nachforschungen begleiten. Fürs Erste ist damit ein einigermaßen geradliniger und übersichtlicher Verlauf gegeben und man hat genug Gelegenheit, selber zu grübeln, wer Skull sein könnte. Was ich mich dabei die ganze Zeit gefragt habe: wieso stiehlt jemand etwas, versteckt es und lockt die Polizei dann auf die eigene Fährte? Da muss der Täter entweder größenwahnsinnig oder verrückt sein. Als ich die Auflösung hörte, blieb mir lediglich ein Kopfschütteln. Selten ist mir solch ein schwaches Motiv begegnet! Allerdings war die Geschichte damit noch nicht am Ende!
Es gilt noch ein paar weitere Fragen aufzuklären, und dabei verfranst sich die Story total! Was da plötzlich alles an Erkenntnissen zusammenkommt, da fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Und auch das Motiv, das hier noch auf den Tisch kommt, ist einfach nur schwach. Was ist denn bitte aus den echten Verbrechern geworden, die aus Habgier, Boshaftigkeit oder meinetwegen auch Hass stehlen?

Durchwachsen geht es auch bei den Sprechern zu. Den Hauptsprechern kann man soweit nichts vorwerfen, und auch Holger Mahlich und Peter Weis wissen zu überzeugen. Besonders gefallen hat mir Lutz Mackensy, der Nigel Tillerman zu schrägen Leben erweckt. Leider spielt er nur eine kleine Rolle. Caroline Kiesewetter dagegen klang mir viel zu alt um noch als Teenager im Alter der Detektive durchzugehen. Und Nicholas Müller alias Josh hinterließ bei mir einen arg unsicheren Eindruck.

Musik und Geräusche gehen in Ordnung. Abgesehen von dieser einen Szene im Nationalpark, bei der es im Hintergrund klingt als sei der Flughafen samt startender Maschinen gleich um die Ecke. Sollen das Vögel sein?! Die Musikstücke sorgen für das jeweils nötige Flair und zeigen sich erfreulich klassisch.

Bei diesem Titel konnte es kein anderes Motiv geben als ein GPS-Gerät. Im Display natürlich der Totenkopf (engl. Skull), das passt soweit ganz gut. Aber es sieht halt wieder gefährlicher und bedrohlicher aus als es nachher im Hörspiel dann ist.

Fazit:  Das war ein Satz mit x in meinen Ohren. Ein Fall, der spät in die Gänge kommt, hanebüchene Ereignisse, absolut schwache Motive und ein Ende, bei dem man erst beim zweiten oder dritten Hören durchsteigt. Und über allem schwebt natürlich Justus Genie ohne das hier mal wieder gar nicht gegangen wäre.

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