Amadeus – Partitur 8 – Sukkubus

Titel: Amadeus – Partitur 8 – Sukkubus / Verlag: Hörplanet / Spielzeit: ca 70 min  / Sprecher: Kim Hasper, Tim Knauer, Luisa Wietzorek, Chris Murray ua

amadeus08Inhalt: Es war im Mai des Jahres 1782. Nachdem wir Franziska aus den Fängen der Mönche befreit hatten, verbrachten Amadeus und ich eine Zeit eitler Freude und Ausgelassenheit. Beide schmiedeten wir eifrig Hochzeitspläne – doch wir hätten wissen müssen, dass das Grauen nur darauf wartete, unsere Pläne ein weiteres Mal zu durchkreuzen. Vier tote Freier wurden in Wien gefunden – allesamt bis auf den letzten Blutstropfen ausgesaugt. Die Spur führte in das stadtbekannte Bordell der Madame Graul – sollte dort eine mörderische Dirne ihr Unwesen treiben? Amadeus spürte, dass Eile geboten war, denn ein weiterer, prominenter Freier war bereits auf dem Weg ins Bordell.


Zur vorigen Partitur hatte ich geschrieben, dass man das Geschehen zuvor noch präsent haben sollte, weil man ansonsten ausgeschmissen wäre.
Vielleicht höre ich zu viele Hörspiel / Serien um mir von jeder jedes Detail einzuprägen und es auch bis zur jeweils nächsten Episode zu merken. Das kann sein. Jedenfalls tue ich mich damit immer sehr schwer. Entsprechend hatte ich hinsichtlich „Partitur 8“ meine Bedenken, noch mitzukommen.
Umso erfreuter war ich als sich herausstellte, dass „Sukkubus“ eine sehr eigenständige Geschichte ist, für die man vom Geschehen in den sieben vorigen Folgen nicht alles noch genau auf dem Schirm haben muss. Ich würde sogar sagen, man kann die Folge unabhängig von ihren Vorgänger hören, was mir außerordentlich gut gefallen hat!
Der neue „Fall“ für Amadeus und Dokto Knusprig entpuppt sich schnell als äußerst delikat. In einem Wiener Bordell findet ein Freier nach dem anderen ein gar grausiges Ende. Wer oder was könnte dahinter stecken? Durch den Prolog hat man als Hörer bereits so eine Ahnung, womit man Amadeus und Justus ein kleines Stück voraus ist. Der Spannung tut das allerdings keinen Abbruch. Alleine schon, weil zumindest ich es mir nicht so richtig vorstellen konnte. Das war mir dann doch eine Schippe Übersinnlichkeit zu viel. Doch die Reihe weiß halt zu überraschen und lässt einen manches Mal mit Erstaunen zurück. Und auch wenn es etwas arg abgedreht wirkt in Verbindung mit einer Person wie Mozart, es hat gerade deshalb seinen Reiz.
Für Spass ich natürlich ebenfalls wieder gesorgt. Hier tragen vor allem Constanze und Franziska zu so manchem Lacher bei. Die beiden ergänzen das Duo aus Amadeus und Justus prima, und stehen ihnen in Sachen Schlagfertigkeit in nichts nach!

Entsprechend gebührt ihren Sprecherinnen das Lob! Luisa Wietzorek gibt mit ihrer jungen, hellen Stimme einen äußerst aufgeweckte und selbstbewusste Constanze. Christine Pappert klingt als Franziska eine Spur zurückhaltender, aber dann und wann blitzt auch bei ihr eine Portion Schalk durch. Tim Knauer und Kim Hasper wissen auch in dieser Folge wieder zu überzeugen. Ihre Wortgefechte sind immer wieder witzig anzuhören. Außerdem ergeben dank ihnen der eher ruhige Justus und der aufgedrehte Amadeus ein reizvolles Duo.

Musikalisch geht es einmal mehr recht klassisch zu. Ich bin kein Klassik-Fan, daher kann ich ruhigen Gewissens sagen: auch wenn man nicht darauf steht, in dieser Serie gefällt es einem doch irgendwie. Bei mir liegt das hauptsächlich daran, dass die Stücke sich dennoch schön düster und unheimlich zeigen, wenn es die jeweilige Szene erfordert. Es fällt gar nicht ins Gewicht, welche Musikrichtung man hört, wenn die Wirkung passt. Und die passt hier einwandfrei!

Ich habe dreimal hinsehen müssen bis ich erkannt hatte, was das „Gekritzel“ darstellen soll. Denn das war es für mich auf die ersten Blicke einfach nur. Als ich dann endlich erkannt hatte, was es darstellt, habe ich es als passig zur Geschichte empfunden.

Fazit:  Schön, dass mit „Sukkubus“ eine eigenständige Geschichte ihren Platz in der Serie findet! Einmal rief durchatmen ehe es in Partitur 9 vermutlich wieder in die Vollen geht 😉
„Sukkubus“ ist ein delikater neuer Fall für Amadeus und Resch. Spannend, überraschend und mit einem gehörigen Schuss Humor. Mir hat’s sehr gut gefallen!

 

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