Point Whitmark (39) – Das Feld beim Krähenhaus

Titel: Point Whitmark (39) – Das Feld beim Krähenhaus / Verlag: Decision Products / Spielzeit: ca. 65 min / Sprecher: Sven Plate, Horst Lampe, Silke Kaiser, Volker Sassenberg ua

pw39Inhalt: Dereks Opa Alfred möchte seiner Jugendliebe einen Überraschungsbesuch abstatten. Die einstige Kultautorin Lila Miles lebt mittlerweile zurückgezogen als Dauergast in einem abgelegenen Motel.
Doch angeblich ist Lila Miles erkrankt und verweigert jeglichen Besuch. Einzig ihre starre Silhouette am Fenster zeugt davon, dass sie überhaupt noch hier wohnt. Auf Drängen von Alfred Ashby mieten sich Jay und Tom in der Pension ein und stoßen dort auf das Rätsel der ausgestopften Vögel.
Als die Jungen das furchtbare Verbrechen aufdecken, versuchen sie in ihrer Not, den Sheriff zu informieren, doch der undurchschaubare Lester Perkins hat jeden ihrer Schritte lange voraus geplant.


Dass ich großer „Point Whitmark“-Fan bin, ist kein Geheimnis, aber auch als Fan muss ich zugeben, dass sich in der Reihe letztens die eine oder andere Folge eingeschlichen hat, die mich aus einem bestimmten Grund nicht 100%ig überzeugen konnte. Ich fand sie nämlich oft zu wirr und überdreht.  Umso mehr hat es mich gefreut, dass dies auf „Das Feld beim Krähenhaus“ nicht zutrifft. Die Handlung wechselt zwar immer mal wieder den Schauplatz, zumal die drei Freunde dem Rätsel auch mal getrennt auf den Grund gehen, aber es fällt leicht, dabei den Überblick zu behalten. Und die Geschichte verfranst sich auch nicht in den schrägen Ideen, von denen auch diese hier wieder einige in petto hat. So ist durchgängig für Spannung und so manchen schaurigen Moment gesorgt.
Diese Folge hält für erwachsene Hörer ein zusätzliches Gimmick bereit. Sie nimmt nämlich massig Anleihe bei diesem „…Gruselfilm. Wie hieß der denn noch mal?“ Alfred Hitchchock, ick hör dir trapsen! Aber so richtig! Aufgesetzt wirkt das hier aber nicht ein einziges Mal. Ich dachte erst, nach der dritten Frage, wie dieser Film nochmal hieß, würde ich genervt die Augen verdrehen. Doch das fügt sich so stimmig und mit einem großen Augenzwinkern ein, dass es niemals nervt. Stattdessen bereitet es einem Lust darauf, diesen berühmten Gruselfilm mal wieder anzuschauen.

Auf der Sprecherliste geht ebenfalls vergleichsweise übersichtlich zu. Neben den drei Hauptsprechern, von denen speziell Gerrit Schmidt-Foss alias Derek in Bestform ist, sind vor allem Horst Lampe und Volker Sassenberg zu erwähnen. Horst Lampe gibt einen herrlich schrägen, aber liebenswerten Alfred Ashby. Solch ein Opa passt zu Derek! Und Volker Sassenberg flüstert sich als Lester Perkins unheimlich und bedrohlich durch die Geschichte. Uve Teschner hat als Deputy McKenna nicht allzuviel zu sagen, aber es reicht, dass man sich wünscht, ihm lieber nicht in die Finger zu geraten.

Eine schöne düstere Musikkulisse begleitet das Geschehen. Das hilft dem Grusel und der Spannung ordentlich aus die Sprünge. Auf lautstarke Schreckmomente wird dabei weitgehend verzichtet. Die Stücke wirken hauptsächlich aus dem Hintergrund.  Und natürlich ist dann und wann auch diese typische Melodie aus diesem berühmte Gruselfilm zu hören. Mensch, wie hieß der noch? 😉

Erfreulicherweise lehnt sich das Covermotiv nicht an diesen Film an. Das hätte ich als zu übertrieben empfunden. Der Krähenkopf mit den roten Augen gefällt mir dagegen richtig gut. Zusammen mit der ebenfalls rotäugigen Vogelscheuche ergibt das ein düsteres und schauriges Motiv. Ein wenig erinnert es mich an das vom ersten Teil vom „Seelenkünder“ (Folge 29).

Fazit:  Point Whitmarks Hommage an diesen berühmten Gruselfilm (und ein paar andere) ist auf ganzer Linie gelungen. Spannend, gruselig, witzig und voller Anspielungen, die nie gewzwungen rüberkommen. Top!

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