Gruselkabinett (89) – Heimgekehrt

Titel: Gruselkabinett (89) – Heimgekehrt / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Stephanie Kellner, Reinhilt Schneider, Benedikt Weber, Manfred Lehmann ua

gk89Inhalt: England 1927: Colin und Alwyne Hargreaves, das Ermittlerpaar aus „Heimgesucht“ (Gruselkabinett 83), wird von Colins Tante Marilyn gebeten, sich eines neuen Spuk-Falls anzunehmen. In dem ländlich gelegenen White-Horse-Hotel häufen sich Hinweise, dass es dort nicht recht geheuer ist. Für die neuen Besitzer, die ihr gesamtes Erspartes in die Renovierung des alten Landgasthofs gesteckt haben, ist dies eine Katastrophe. Sie ahnen noch nicht, dass das Problem, welches sie haben, viel größer ist als sie zunächst annahmen.


Bahnt sich hier etwa eine kleine Miniserie in der „Gruselkabinett“-Serie an? In „Heimgekehrt“ trifft man einmal mehr auf das Ermittlerpaar Colin und Alwyne Hargreaves, das bereits in Folge 83 („Heimgesucht“) Nachforschungen wegen gruseliger Vorkommnisse anstellte. Da mir die beiden damals ganz gut gefallen hatten, habe ich mich über dieses Wiederhören gefreut. Den netten Colin und die selbstbewusste Alwyne muss man einfach mögen.
Dieses Mal bekommen sie es mit einem Hotel zu tun, in dem Unheimliches geschieht. Etwas Besonderes ist das nicht. Eben eine Geisterhausgeschichte. Aber auch Geisterhausgeschichten können mich noch gruseln, wenn sie gut gemacht sind. Die Geistergeschichte hier ist auch eine schöne Idee und die Hintergründe wissen durchaus zu erschrecken. Dass es so etwas mal gegeben hat! Aber vermutlich bin ich blauäugig und es gibt so etwas auch heute noch, nur in modernerer Form. Es bleibt jedoch dabei, dass mich dieser Gedanke zwar erschrecken konnte, seine Darstellung dafür leider nicht. Weder die „Seance“ am Anfang, noch Alwynes spätere Erlebnisse habe ich als wirklich gruselig empfunden. Ein Blick in eine unheilvolle Vergangenheit des Hotels ja, schaurig allerdings nicht.
Schade, denn das war bei Folge 83 defintiv anders.

Ich mag Reinhilt Schneiders Stimme wirklich! Ganz ehrlich! Ich liebe sie als Hexe Schrumpelmei! Diese Begeisterung endet aber sofort, sobald sie ins Hysterische kippt. Das tut mir jedes Mal in den Ohren weh! Und die vom Spuk gebeutelte Hoteliersfrau hat allen Grund für Hysterie. Stephanie Kellner und Benedikt Weber haben mir dagegen durchweg wieder sehr gut gefallen! Ich mag den energischen, selbstbewussten Ton von Alwyne. Und Colins ruhige, bedachte Art bildet dazu einen feinen Kontrast.

Musikalisch muss diese Folge sich nichts vorwerfen lassen. Wie man es vom „Gruselkabinett“ gewöhnt ist, sind schöne und stimmungsvolle Stücke zu hören. Dem Grusel können sie hier zwar auch so nicht auf die Sprünge helfen, dafür sorgen sie für das etwas altmodische Flair und den Charme der Geschichte um dieses Hotel.

Auch dem Cover sieht man den Zusammenhang mit Folge 83 an. Der Hintergrund ist im gleichen Stil gehalten und im Vordergrund sieht man Alwyne. Genauso gekleidet wie auf dem Cover der früheren Episode.

Fazit:  Schön, einen neuen Fall für die „Geisterjäger“ Colin und Alwyne Hargreaves zu hören. Ich mag die beiden und würde mich über mehr Geschichten mit ihnen freuen. Dieser hier ist es allerdings leider nicht gelungen, mich zu begeistern. Gruselig fand ich sie nämlich kein Stück. Da wäre mehr drin gewesen.

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