Mark Brandis Raumkadett (01) – Aufbruch zu den Sternen

Titel: Mark Brandi Raumkadett (01) – Aufbruch zu den Sternen / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 65 min / Sprecher: Daniel Claus, Horst Stark, Tanya Kahana, Sarah Alles ua

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Inhalt: Alexander Münster ist der erste Mann auf der Venus. Flotten von Raumschiffen sind unterwegs, um den Planeten zu erforschen und zu besiedeln. Der junge Mark Brandis hat einen Traum: er will Raumfahrer werden! Doch als er eine Dummheit begeht und in ein geheimes Astronauten-Ausbildungszentrum einbricht, schwinden seine Chancen. Und so macht er sich als blinder Passagier an Bord eines Raumfrachters auf den Weg zur Venus.


Als ich von dieser neuen Reihe hörte, habe ich mich spontan gefragt: warum?  An wen will man sich damit richten? An die Fans des erwachsenen Mark Brandis, weil die Romanvorlagen von dessen Abenteuern sich allmählich dem Ende zuneigen? Oder an jüngere Science Fiction – Fans um generell neu Hörer zu gewinnen? Bei den erwachsenen Fans bin ich nicht sicher, ob sie sich auf einen Teenie-Brandis einlassen können. Bei jüngeren Hörern bezweifle ich, dass der Titel „Mark Brandis Raumkadett“ ausreichend zieht um sie zu begeistern.
Ich höre die regualäre Reihe ganz gerne und ich war durchaus neugierig, wie die Karriere des Vormann Brandis verlief. Außerdem bin ich für Jungendgeschichten immer zu haben.
Den Anfang der Folge fand ich ganz in Ordnung. Der junge Mark Brandis wirkt sympathisch und man nimmt ihm seine Begeisterung für die Raumfahrt leicht ab. An seiner Seite ist zunächst ein aufgewecktes Mädchen, in das er ziemlich verschossen ist. Ihr kleines Abenteuer ist ganz spannend anzuhören. Allerdings fand ich den weiteren Verlauf dann nur noch mäßig spannend. Alleine schon deshalb, weil man -kennt man die normale Reihe um Mark Brandis- ja bereits weiß, dass er irgendwann an sein Ziel gelangen wird. Dabei kann es auch mal holprig laufen, natürlich, aber grundsätzlich ist klar, dass es letztlich klappen wird. Zudem habe ich immer meine Probleme damit, wenn so ein Jungspund zum Retter aller wird. Eine Truppe ausgebildeter Raumfahrer und Wissenschaftler, aber am Ende ist es ein Junge mit Träumen und Flausen im Kopf, der für sie die Kohlen aus dem Feuer holen soll. Man sollte jedem Raumschiff ein solches Bürschchen als Standardausrüstung zugestehen. Hier und da eins auf den Deckel (verbal natürlich) hätte ich mir doch gewünscht. Und Anlass hätte es gegeben.

Daniel Claus übernimmt den Part des jungen Mark Brandis und macht seine Sache gut. Ab und zu kommt er mir zwar etwas zu übereifrig und bemüht vor, aber insgesamt fällt es kaum ins Gewicht. Er vermittelt ein sympathisches Bild von Mark, so dass man sich bald mit ihm anfreundet. Als Marks Freundin Nina ist Sarah Alles zu hören, die mir mit ihrem energischen und munteren Ton prima gefallen hat. Schade, dass man nur anfangs von ihr hört. Als Erzähler ist natürlich Michael Lott zu hören, also der Sprecher des erwachsenen Brandis. So wirkt solch ein Rückblick auf die Jugend sehr glaubhaft.

Musikalisch hält man sich -im Vergleich zu erwachsenen Reihe- eher bedeckt. Ich habe das als ausgesprochen passend empfunden, denn schließlich hört man hier von Mark Brandis‘ Aufbruch zu den Sternen. Da muss es nicht gleich klingen wie in einem SiFi-Epos. Nichtsdestotrotz sind natürlich verschiedene Stücke zu hören, die der Stimmung ihrer Szenen sehr schön Rechnung tragen. So ist durchaus für Atmosphäre gesorgt. Quasi die Kinderschuhe des späteren Soundtracks.

„Aufbruch zu den Sternen“ lautet der Titel. Dem Covermotiv zufolge ist der junge Mark Brandis dort bereits angekommen. Somit finde ich das Motiv nicht so ganz passend. Aber neugierig macht es auf jeden Fall und Science Fiction – Fans dürfte es schnell ansprechen. Schön, dass man sich vom Stil her an dem der erwachsenen Reihe orientiert.

Fazit:  Ich weiß immer noch nicht so wirklich, warum es eine Reihe um einen jugendlichen Mark Brandis geben muss. Zudem ist es für mich immer problematisch, wenn es inmitten echter Experten und Könner plötzlich einen jungen Bengel braucht um das Ruder nochmal rumzureißen. Langweilig ist die Story aber nicht, das wäre gelogen. Und der junge Mark Brandis kommt auch ganz sympathisch rüber. Ich warte mal ab, was Folge 2 bringt.

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