Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (11) – Im kalten Nebel der Themse

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (11) – Im kalten Nebel der Themse / Verlag:  Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Peter Groeger, Peter Schiff,  Lena Taege, Nicolai Tegeler ua

newholmes11Inhalt: Auf einem nebelverhangenen Nebenarm der Themse werden zwei einsame Ruderer ungewollt Zeugen eines seltsamen Vorfalls. Ein schwerer Gegenstand wird von der Böschung in den Fluss geworfen. Entsetzt stellen sie fest, dass es sich dabei um die Leiche einer jungen Frau handelt. Wer die Tote war und wie sie zu Tode kam, bliebe vielleicht ein unlösbares Rätsel, wäre nicht einer der beiden Männer Sherlock Holmes. Der Detektiv stößt in dem kleinen Ort Stroker s Mill auf eine Serie von Frauenmorden. Die Spur führt in das Mädcheninternat des dubiosen Dr. Lester Armstrong.


Mein erster Gedanke zu dieser Folge war, dass sie einen erstaunlich langen Titel trägt. Das kenne ich von der Serie sonst nicht so. Entsprechend habe ich mich gefragt, ob auch die Geschichte etwas Außergewöhnliches sein würde.
Das ist sie objektiv betrachtet vielleicht nicht gerade, denn einmal mehr bekommt man hier einen Krimi geboten, der vor allem durch seinen genialen Ermittler glänzt. Dennoch war sie für mich durchaus etwas Besonders. Ich finde es beispielsweise immer ganz schlimm, wenn mir ratzfatz zig Charaktere aufgetischt werden, sodass ich keine Chance habe, sie mir gut zu merken. Am Ende stehe ich dann oft ratlos da. Das war hier nicht der Fall. Im Themsenebel treiben sich zwar einige dubiose Gestalten herum, aber sie tauchen erst nach und nach auf der Bildfläche auf. Zudem hat jeder von ihnen so seine Ecken und Kanten. Mir helfen solch markante Eigenschaften immer sehr gut, mir Figuren zu merken. Das klappte hier wirklich prima.
Man kann bei diesem Holmes-Fall außerdem gut miträtseln. Erstens hat man -wie erwähnt- gleich mehrere Personen, die fast durch die Bank alle nicht sonderlich vertrauenswürdig sind, zweitens schlägt die Geschichte so manchen Haken. Kaum war ich mir einigermaßen sicher, wer der Täter ist, eereignete sich etwas, was meine Theorie hinfällig machte. So macht mir ein Krimi Spass: wenn ich mitermitteln kann. Und wenn am Ende dann noch eine solche Überraschung wartet wie hier, dann bin ich rundum zufrieden. Und das sage ich selten über einen Holmes-Fall.

Neben Peter Groeger und Christian Rode, die natürlich wieder eine eingespieltes Team bilden, gibt es einige Sprecher mehr, die mir sehr gut gefallen haben. Beispielsweise Andreas Mannkopff alias George Cody. Dank ihm hatte ich sofort ein Bild des kauzigen Schmugglers vor Augen, das überraschenderweise gar nicht zu seiner kriminellen Vergangenheit passte. Ich mochte Cody wirklich gerne. Nicolai Tegeler glänzt in der Rolle des jungen Jeffrey ebenfalls. Beeindruckend, wie er in der einen Szene das weinerliche Muttersöhnchen gibt, in der anderen einen unüberhörbar bedrohlichen Ton anschlägt.
Lediglich Anja Jacobsen konnte mich nicht überzeugen. Ihr vornehmer Ton und das blasierte Gehabe wirkte mir zu aufgesetzt.

Musikalisch hält sich auch diese Episode wieder sehr zurück. Dann und wann sind kurze, leicht altmodisch anmutende Stücke zu hören. Viel ist das nicht, aber das ist eben der Stil der Holmes-Hörspiele und für mich geradezu typisch dafür. So bleibt die Aufmerksamkeit auf den Fall gerichtet.

Das Cover verrät deutlich, was Holmes im Wasser der Themse vorfindet. Damit ist ebenso klar, um was sich dieser Fall dreht.  Ein etwas nebligeres Motiv hätte mir besser gefallen. Immerhin kehrt der Titel diese Naturerscheinung so klar heraus.

Fazit:  Mir hat diese Folge sehr gut gefallen! Ein schön geradliniger Verlauf bei dem man sich die einzelnen Figuren nach und nach gut zu eigen machen kann. Ein Fall bei dem man leicht mitknobeln kann und ein Ende, das mit einer echten Überraschung aufwartet.

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