Winston – Agent auf leisen Pfoten (Frauke Scheunemann / Oliver Kalkofe)

Titel: Winston – Agent auf leisen Pfoten / Verlag: DAV / Spielzeit:  ca. 244 min / Buch: Frauke Scheunemann / gelesen von: Oliver Kalkofe

winston02Inhalt: Eigentlich möchte Kater Winston sich nach seinem letzten aufregenden Einsaz als Agent nur noch gemütlich auf sein schönes Sofa legen. Aber daraus wird nichts. Denn Kiras Klassenkameradin Emilia steckt in Schwierigkeiten. Sie ist verschwunden und die Polizei tappt im Dunkeln. Wer muss also wieder ran? Genau: Super-Winston!


Auf leise Pfoten kommt es angeschlichen, Winstons neues Abenteuer. Auf sehr leisen Pfoten, denn zumindest auf der ersten CD ist davon noch nichts zu hören. Ein gewisser Anlauf muss natürlich sein. Schon alleine um eventuelle Neu-Hörer dieser Reihe auf Stand zu bringen was die Figuren und ihr erstes Abenteuer anbetrifft. Und selbstverständlich müssen Grundsteine für den neuen Fall gelegt werden. Trotzdem war es mir ein etwas zu langer Vorlauf.
Dabei hat mir Winstons neuer Fall richtig gut gefallen! Der hätte gerne noch etwas länger sein dürfen. Wobei ich der ganzen Sache mit der Entführung ja nicht so recht über den Weg getraut habe. Man kann hier wirklich bis fast zu Schluss tüfteln, ob Emilia tatsächlich entführt wurde, oder ob es nur ein schlechter Streich von ihr ist. Das machte für mich schon mal einen Teil der Spannung aus. Die übrige Spannung steuert Winstons Detektivspiel bei. Hier übrigens zum ersten Mal pfotenfest unterstützt von seinen neuen Freunden, den Hofkatzen. Und Kira mit ihren Freunden Tom und Pauli mischen ebenfalls kräftig mit. Dabei beweist Winston einmal mehr, dass er ein echt kluges Köpfchen und auch ganz schön mutig ist. Cleverness ist auch gefragt, wenn es darum geht, dass er Kira etwas verständlich machen möchte. Mir hat es gut gefallen, dass es in solchen Momenten dabei bleibt, dass Winston ein Kater ist. Will heißen, er vollbringt keine Heldentaten, zu denen ein echter Kater nicht tatsächlich in der Lage ist. Er schnurrt, er kratzt, er maunzt oder er schubst Gegenstände herum um sein Anliegen zu verdeutlichen. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und Kira hat oft ihre Schwierigkeiten, das zu übersetzen.
Für Spass ist ebenfalls wieder gesorgt. Kiras Oma bringt Schwung in den Haushalt von Winstons Herrchen. Und Winston selber betritt die Bretter, die die Welt bedeuten. Da gibt es manche Situation, über die ich schmunzeln musste. Wirklich schön.

Auch dieser zweite Fall wird von Oliver Kalkofe gelesen. An meinem Eindruck von ihm hat sich dabei nichts geändert. Er hat einen passenden, ab und zu leicht hochnäsigen Ton für Winston auf Lager, leiht ihm aber meistens einfach eine sympathische und etwas freche Stimme. Und Miauen kann er unüberhörbar auch! Die übrigen Charaktere lassen sich nach einer gewissen Eingewöhnung ebenfalls an ihren Stimmen oder ihrem Ton unterscheiden. So richtig markant klingt aber nur Kiras Oma mit ihrem russischen Akzent. Auch bei dieser Geschichte habe ich mir vorgenommen, noch das Buch zu lesen. Oliver Kalkofe trifft trotz aller Lebendigkeit nicht den Ton, über den ich so richtig lachen kann. Ich schätze, beim Selberlesen wäre das anders.

Kam das Cover vom ersten Teil in Pink daher und die CDs ganz in giftigem Grün, so ist es hier umgekehrt. Ein grünes Cover, pinkfarbene CDs. Auf solch grellen Farben wirkt ein schwarzer Kater natürlich umso besser. So ist das Motiv ein schöner Blickfang im Regal. Erst recht für Katzenfreunde.

Fazit:  Der neue Fall für Winston kommt erst spät in die Gänge. Eine ganze CD vergeht ehe es damit losgeht. Das war mir ein zu langer Anlauf. Dafür wurde ich dann aber mit einem wirklich spannenden Fall entschädigt, bei dem ich wirklich mitgeknobelt habe, was und wer hinter der Entführung steckt. Erfreulicherweise bleibt Winston dabei stets ein Kater und verhält sich auch so. Lediglich im Köpfchen ist er eine ganze Spur heller als seine Artgenossen (die das nun vermutlich vehement abstreiten würden, wenn sie könnten ;))

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