Mark Brandis (28) – Die Zeitspule (Teil 1 von 2)

Titel: Mark Brandis (28) – Die Zeitspule Teil 1 von 2 / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Michael Lott, Dorothea Anna Hagena, André Beyer, Oliver Rohrbeck ua

brandis28-1Inhalt: Die Hungersnot ist noch nicht gebannt. Mit strengen Rationierungen versucht Zentralregierung der Union, die Situation unter Kontrolle zu behalten. Die Raumnotretter sind mangels Ressourcen handlungsunfähig. Mark Brandis ist seinem ehemaligen Vorgesetzten John Harris auf die Venuskolonie gefolgt. Doch dann bringt ein skrupelloser Entführer Brandis in seine Gewalt und schickt ihn auf die Jagd nach einem Schatten aus der Vergangenheit.


Nach einer Pause in dieser Hinsicht wird die Reihe nun wieder mit einer Folge in zwei Teilen fortgesetzt. Da mir diese Episoden oft zu schwer in die Gänge kommen, bin ich davon kein großer Fan. Ich weiß aber, dass viele Fans auf diese Folgen stehen. Die werden sich bestimmt freuen.
Ich muss aber zugeben, dass „Die Zeitspule“ meine bisherige Einschätzung der Doppelfolgen nicht bestätigt. Hier startet man direkt mit einer erschreckenden Szene, die einem vor Augen führt, wie es um die Welt und die Menschen steht.
In einer Unterhaltung zwischen Brandis und Harris wird dies kurz darauf ebenfalls thematisiert. So ist man schnell wieder auf Stand was die Auswirkungen der Ikarus-Katastrophe betrifft.
Als Brandis bald danach entführt und vor eine gefährliche Herausforderung gestellt wird, ist der Grundstein für die Geschichte um die Zeitspule gelegt. Im weiteren Verlauf der Folge erlebt man Brandis mal anders als man ihn bisher kannte. Die Aufgabe, die ihm gestellt wird, widerstrebt seinem ehrlichen und stets aufs Gute bedachte Wesen zutiefst. Wenn er nicht gleich mehrere Menschen in Gefahr bringen will, muss er für die „Bösen“ arbeiten. Das fand ich ganz reizvoll, zumal Brandis dazu sonst niemals zu bewegen gewesen wäre. Und dass niemand von seiner Mission erfahren darf, sorgt für zusätzliche Würze. Dieses doppelte Spiel macht den Großteil der Spannung dieser Folge aus, was ihr zum Glück gut gelingt. Denn Action, die das im Zweifelsfalle hätte auffangen können, sucht man hier vergebens.
Zum Ende hin kommt endlich die Zeitspule ins Spiel. Zweifelsfrei eine coole Idee, aber ganz schön phantastisch , selbst für die Verhältnissse dieser Serie. Ich würde sie aber gerne mal ausprobieren. Sei es um unbemerkt an 12 Stunden Schlaf mehr als üblich zu kommen, oder um einem Stein zu lauschen, der Zeuge eines historischen Ereignisses war.

Mark Brandis im Auftrag der Bösen, das muss man natürlich auch hören. Michael Lott lässt Brandis ja häufig ausgesprochen emotional klingen. Hier darf er in dieser Hinsicht aus dem Vollen schöpfen. Da hört man die Verzweiflung aus jedem Satz heraus. Gelacht habe ich über Peter Groeger in der Rolle des Bibliothkars, den er sehr gemütlich und geradezu tiefenentspannt klingen lässt. Und das dem aufgebrachten Brandis gegenüber! Herrlich!
André Beyer sorgt mit gefährlich ruhiger Stimme und einem undurchsichtigen Ton dafür, dass man aus Leonardo Assante bis zuletzt nicht schlau wird. Womöglich bringt Teil 2 Licht in dieses Dunkel?

Der Soundtrack präsentiert sich futuristisch wie eh und je. Dabei kommen sowohl rasante, als auch ruhigere Stücke zum Einsatz. Ganz wie es die jeweiligen Szenen erfordern. Die Geräuschkulisse muss sich ebenfalls nichts vorwerfen lassen. In dieser Hinsicht lässt die Reihe niemals etwas anbrennen.

Auf dem Cover ist dieses Mal kein Raumschiff (jedenfalls nicht von außen) oder das Weltall zu sehen. Stattdessen hockt eine männlichen Gestalt vor einem unidentifizierbaren Gegenstand. Da fragt man sich berechtigterweise, was das für ein Teil ist. Auf mich wirkt die Gestalt zudem noch sehr einsam und verlassen. Als stände sie vor einer Herausforderung, bei sie auf niemandes Hilfe hoffen kann. Das würde gut zu Brandis‘ Situation in der Geschichte passen.

Fazit:  Dieser erste Teil läutet die Handlung um die Zeitspule gut ein. Seine Spannung zieht er vor allem aus der auswegslosen und gefährlichen Situation, in die Mark Brandis gerät. Zum Ende hin wird es dann -selbst für die Verhältnisse dieser Science Fiction-Reihe- ganz schön phantastisch. Mit einer sehr reizvollen Idee, wie ich finde.

 

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