Wildhexe (02) – Die Botschaft des Falken (Lene Kaaberbøl / Ulrike C. Tscharre)

Titel: Wildhexe (02) – Die Botschaft des Falken / Verlag: Igel Records / Spielzeit: ca. 231 min auf 3 CDs / Buch: Lene Kaaberbøl / gelesen von: Ulrike C. Tscharre

wildhexe02Inhalt: Die Wildhexe Shanaia wird von einem Schwarm wilder Möwen angegriffen und kurz darauf verschwindet auch noch Claras Freund Oscar. Steckt Kimära hinter diesen Vorfällen? Und was bedeutet das Wort „Viridian“, das Clara immer wieder begegnet? Sie begibt sich auf die Suche und kommt dabei dem Geheimnis um Kimäras unheimliche Kräfte auf die Spur.


Nachdem mir der erste Teil um die junge Wildhexe Clara so gut gefallen hatte, wanderte der zweite Teil sehr bald in den CD-Player.
Die Geschichte beginnt mit der titelgebenden Botschaft des Falken, die Clara bei einem Besuch bei ihrem Vater erreicht. Die Wildhexe Shanaia steckt in großen Schwierigkeiten. Obwohl Clara nachwievor nicht allzu überzeugt von ihren Talenten als Widhexe ist (was ich übrigens toll finde!), kann sie Shanaia natürlich nicht im Stich lassen. Doch das ist lediglich der Anfang dieses zweiten Abenteuers.
Ich habe „Die Spur des Falken“ als eine gute Schippe drastischer empfunden als den Vorgänger. Denn während die böse Wildhexe Kimära dort noch keine so große Rolle spielte, dreht sich hier so ziemlich alles um sie. Und Kimära hat manche Gemeinheit in petto. Sogar Tieren gegenüber, was für eine gute Wildhexe ein absolutes No-Go ist. Damit kriegt man mich natürlich wunderbar. Wie habe ich Kimära gehasst für ihre „Schöpfungen“ und die Fähigkeit, den Willen von Tieren zu brechen! Dabei wird der Hörer übrigens keineswegs geschont. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich das unheimliche Haus mit den Haifischvögeln ganz schön drastisch fand für eine Geschichte, die ab 10 Jahren empfohlen wird. Und so sehr -das gebe ich gerne zu- mich Nichts genervt hat, so etwas wie sie zu erschaffen, das ist krank. Alleine die Vorstellung eines solchen Geschöpfs hat mir eine Gänsehaut bereitet.
Während Clara nicht nur Shanaia und später sogar ihrem besten Freund Oscar und ihre Tante helfen muss und dabei mit grausigen Kreaturen wortwörtlich zu kämpfen hat, muss sie auch noch einem Geheimnis um sich selber auf den Grund gehen. Was es mit Viridians Blut auf sich hat, fand ich etwas vorhersehbar. Dafür hat mich die Geschichte dahinter begeistern können. Ich bin mir sicher, von Clara darf man sich noch einiges erwarten.
Dabei finde ich es wie gesagt gut, dass sie (noch?) so bescheiden und wenig überzeugt von sich und ihren Wildhexenfähigkeiten ist. Ich hätte als schlimm empfunden, wenn sie nach der Erkenntnis darüber, was sie ist, plötzlich daher gekommen wäre nach dem Motto „Ich bin eine Wildhexe, seht euch vor!“

Als Sprecherin ist natürlich wieder Ulrike C. Tscharre zu hören, die mich dieses Mal wirklich beeindruckt hat. Kimära klingt bei ihr durch und durch böse und der harte Akzent unterstreicht das noch zusätzlich. Nichts piepsige Stimme und ihr meistens trauriger Ton gelingt ihr ebenso gut. Das vermittelt ein gutes Bild von diesem Geschöpf. Allzu viel muss ich von Nichts aber nicht mehr hören. So passend die piepsige Stimme ist, sie hatte für mich enormes Nervpotenzial.

Auch in diesem Teil ist viel Musik zu hören. Mit dabei sind diese urwüchsigen Stücke mit beispielsweise Trommeln, die schon im ersten Teil eingesetzt wurden. Genauso häufig sind aber neue Stücke zu hören, die moderner klingen und zusätzlich für Atmosphäre sorgen. Sie helfen Spannung und Dramatik zusätzlich auf die Sprünge.

Auf dem Cover sieht man Clara Auge in Auge mit dem Falken aus dem Titel. Ich finde beide wirklich sehr hübsch. Und durch dieses „Auge in Auge“-Schema erkennt man sofort die Zusammengehörigkeit der einzelnen Teile der Reihe.

Fazit: Ein rundum gelungenes, spannendes und dramatisches zweites Abenteuer mit der jungen Wildhexe Clara. Allerdings sollten die jungen Hörer nicht allzu zart besaitet sein. Es wird mitunter ganz schön schaurig.

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