Das Mäusehaus – Sam & Julia (Karina Schaapman / Matthias Haase)

Titel: Das Mäusehaus – Sam & Julia / Verlag: Igel Records / Spielzeit: ca 73 min / Buch: Karina Schaapman / gelesen von: Matthias Haase

maeusehausInhalt: Sam & Julia wohnen im schönsten Mäusehaus, das man sich vorstellen kann. In seinen Zimmern, Fluren und Gängen erleben die beiden die tollsten Abenteuer: Sie backen Pfannkuchen mit Oma, feiern Geburtstag, erleben eine Theatervorstellung und vieles mehr. Enthält die Geschichten: „Sam & Julia“ und „Sam & Julia im Theater“.


Wie und wo ich zum ersten Mal von dem Mäusehaus gehört habe, das Karina Schaapman gebaut hat, weiß ich gar nicht mehr. Ich glaube, ich habe es in einer Zeitschrift gelesen. Ganz sicher weiß ich dafür noch, wie begeistert ich von der Idee und der super goldigen und aufwändigen Umsetzung war. Wenn ihr euch einen Eindruck vorab verschaffen wollt, dann schaut zB mal hier herein oder seht euch dieses Video an. Beides spricht für sich.
Da war es klar, dass ich mir das Hörbuch um die beiden kleinen Mäuse Sam und Julia nicht entgehen lassen würde. Die beiden leben mit ihren Familien und Freunden im Mäusehaus und erleben dort so manches Abenteuer.
Es ist zwar angegeben, die CD enthielte die Geschichten „Sam & Julia“ und „Sam und Julia im Theater“, doch so ganz stimmt das nicht. Alle Geschichten drehen sich um Sam und Julia. Und es gibt eine mit einer Theatervorstellung. Insgesamt sind jedoch stolze 34 Geschichten auf dieser CD. Dabei ist keine von ihnen länger als ein paar Minuten. Sie erzählen von Sam und Julias Erlebnissen, die sich zwar meist um alltägliche Dinge drehen, für kleine Mäuse (und die hörenden Kinder 😉 ) aber durchaus abenteuerlich sind. Vor allen Dingen machen sie aber ganz viel Spass und sind sehr niedlich anzuhören. Man fühlt sich sofort zuhause im Mäusehaus, so heimelig und gemütlich wirkt es, und langweilig wird es auch nie.
In einigen der Geschichten kann man -zusammen mit Sam und Julia- sogar ein bisschen was lernen. Beispielsweise, dass man besser keine ganze Packung Waschmittel in die Waschmaschine kippen sollte oder dass verschiedene Kulturen verschiedene Feste feiern. Überrascht hat es mich, dass die Geschichten nicht mal vor dem Tod Halt machen. Mutig für ein Kinder(hör)buch, aber so sanft wie das Thema hier behandelt wird, in meinen Augen völlig in Ordnung.
Im Teil „Sam und Julia im Theater“ ist mir aufgefallen, dass einige Geschichten keine Handlung haben. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass es einen Anfang mit einer Situation gibt, aus der sich eine Handlung entwickelt, die zu einem Ende führt. Stattdessen werden einfach verschiedene Situationen beschrieben. Das ist nicht schlecht, vor allem weil Sam und Julia meist in Situationen geraten, die auch Kindern passieren können und aus denen diese sich so etwas für sich mitnehmen können, aber es ist ein spürbarer Unterschied zu den übrigen Geschichten. Als Abenteuer würde ich diese Geschichten daher nicht unebdingt bezeichnen.

Als ich gelesen habe, dass Matthias Haase das Hörbuch liest, musste ich grinsen. Mäuse und Ha(a)sen. Nager unter sich 😉 Er liest schön ruhig mit sanfter Stimme, die er kaum für die Figuren verstellt. Doch schon dezente Variationen machen die Mäuschen unverkennbar. Ich wusste immer, wer gerade spricht. Klasse fand ich den Hamburger Dialek für den Seemanns-Opa. Hier und da singt Matthias Haase sogar mal ein paar Zeilen, wenn die Geschichte es vorgibt.

Eine sehr schöne Musikkulisse begleitet Sams und Julias Abenteuer. Leise, zurückhaltend, aber so wirkungsvoll, dass einen die Atmosphäre vom Mäusehaus sofort gefangen nimmt. Ich finde außerdem, dass sich das Hörbuch -auch wegen dieser ruhigen Untermalung- wunderbar für abends vor dem Einschlafen eignet. So beruhigend, wohlig und gemütlich klingt es. Eine Reihe Geräusche sind ebenfalls mit dabei.

Das Cover gewährt einen Blick ins Mäusehaus. Ein wenig altmodisch sieht es dort aus, aber eben durch und durch gemütlich. Und Sam und Julia sind zum Knuddeln niedlich. Dem Hörbuch liegt übrigens ein Poster vom Mäusehaus bei!

Fazit:  Das Hörbuch ist genauso wunderschön wie das Mäusehaus, das Karina Schaapman gebaut hat. Gemütlich, urig, einfach zum Wohlfühlen. Sams und Julias Abenteuer machen Spass. Man kann dabei lachen, aber auch mal nachdenklich zuhören. Ich empfehle, die vor dem Hören die verlinkten Seiten zu besuchen, denn wenn man Bilder vom Mäusehaus gesehen hat, kann man sich das Gehörte umso besser vorstellen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: