The Border (02) – Der Pakt mit dem Tod

Titel: The Border (02) – Der Pakt mit dem Tod / Verlag: Imaga / Spielzeit: ca. 53 min / Sprecher: Dietmar Wunder, Thomas Nero Wolf, Anja Stadlober, Udo Schenk ua

border02Inhalt: Ich will Ihnen nichts vormachen. Ich habe bereits gegen viele Wesen der Finsternis gekämpft. Ich habe Geister vertrieben und gebannt.
Einmal habe ich gar einen Ghoul getötet. Aber ein Vampir – ist etwas völlig anderes. Er ist stärker, böser und intelligenter. Es wird ein harter Kampf werden.


Nachdem mich Folge 1 dieser Reihe so sehr begeistert hat, war ich auf Folge 2 mächtig gespannt. Ob es so innovativ und cool weitergehen würden?
Kurz und ungut: nein, geht es nicht!
Stattdessen kommt hier eine sehr, sehr klassische Vampirgeschichte zu Gehör. Zu Beginn geht ein kleiner Junge einen Handel mit einem geheimnisvollen „Magier“ ein. Wie oft ist einem das schon in anderen Geschichten begegnet? Entsprechend überrascht es kein Stück, dass dieser „Magier“ ein Vierteljahrhundert später seinen Teil des Deals einlösen will. Er will das Kind des inzwischen erwachsenen Jungen. Warum, wird übrigens nicht weiter erklärt. Ist halt so. Und natürlich ist der Vater schier verzweifelt. Sagte ich schon, dass er Bram Stoker heißt? Nein? Gut, dann jetzt, damit auch jeder weiß, dass es kein Magier, sondern ein Vampir ist. In eine Geschichte mit einem Bram Stoker gehört einfach ein Vampir. Im Booklet wird er sogar namentlich erwähnt, im Hörspiel muss man damit leben, dass er einfach nur „der Vampir“ und damit selbstverständlich der Böse ist.
Ihm gegenüber stehen Stoker und sein Vertrauter Burke, die Guten, die dem Vampir natürlich den Kampf ansagen müssen.
Es beginnt eine typische Vampirjagd, die leider genauso wenig Überraschungen im Gepäck hat wie der Anfang des Story. Und so richtig Tempo und Spannung sucht man ebenfalls vergebens. Ich war mir nicht eine Minuten lang unsicher darüber, wer die Jagd gewinnen würde. Gegruselt habe ich mich auch nicht ein einziges Mal. Und das bei einer Gruselgeschichte…

In der Rolle des Stoker ist Dietmar Wunder zu hören. Ich mag seine Stimme und er klingt hier Stokers Situation angemessen verzweifelt und entsetzt. Als Vampir ist Thomas Nero Wolff zu hören, der mir gerne noch einen Tacken finsterer und geheimnisvoller hätte klingen dürfen. Als Erzähler ist erneut Joachim Kerzel im Einsatz, der mich einmal mehr von sich überzeugen konnte. Sollte er das einzige Element sein, das die Folgen dieser Reihe verbindet? Ich hätte nichts dagegen.

Musik und Geräusche können sich hören lassen, der große Wurf ist speziell die Musikkulisse aber auch nicht. Ich muss es ehrlich nicht haben, dass mir ständig große bombastische Stücke geboten werden. Aber hin und wieder darf es ruhig mal etwas lauter bzw auffälliger zugehen. Die Musik hier habe ich irgendwann gar nicht mehr wahrgenommen, weil sie sich wirklich nie mal in den Vordergrund drängt.

Das Covermotiv ist angemessen finster und mit der Fratze mit den rotglühenden Augen durchaus schaurig.

Fazit: Wer sich für den zigsten Aufguss einer uralten Geschichte begeistern kann, der wird sich womöglich bei „Pakt mit dem Tod“ die Hände reiben. Mich hat die Reihe damit ziemlich enttäuscht. Ich bin wirklich niemand, der ständig nach frischen, innovativen Ideen verlangt. Aber wenn man ausgerechnet in der Hinsicht so beeindruckend dicke vorlegt wie die Serie es mit „Der Weg in die Hölle“ getan hat, dann kann ein neuerlich ausgebuddelter Dracula einfach nicht mithalten.

1 Comment

Add a Comment
  1. So schlecht finde ich diese Folge nicht, auch wenn ich sagen muss das sie mich bei weitem nicht so vom Hocker gehauen hat wie Folge 1. Ich hoffe aber das die Qualität von Folge 1 nochmal zurück geholt wird

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: