Dreamland Grusel (17) – Killer aus der Tiefe

Titel: Dreamland Grusel (17) – Killer aus der Tiefe / Verlag: Dreamland  / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Sven Hapser, Manja Doering, Christian Rode ua

dlgrusel17Inhalt: An der Nordseeküste von Wyk verliert ein junger Mann sein leben. Seine Freundin überlebt nur knapp und stammelt etwas von einem Hai, der ihren Freund gefressen habe. Doch es gibt keine Haie in der Nordsee, die so groß wären, dass sie einen Menschen tödlich verletzen könnten. Nur der Polizist Tom Blake ist fest von einer Haiattacke überzeugt und bittet seine Ex-Freundin, die Meeresbiologin Katrin „Rei“ Morgen aus Hamburg um Hilfe.


Immer kriegen die USA die coolen Sachen. Beispielsweise irre Killer und die gefährlichsten Bestien! Jede Horrorgestalt und jedes Gruselviech, das mir spontan einfällt, suchte die USAner heim. Das muss geändert werden! Also setzt Dreamland kurzerhand ein paar mutierte und blutrünstige Haie vor der Insel Föhr aus und das blutige Fressen kann losgehen!
Klingt schräg? Ist es auch! Aber genau deshalb hat es mir in den ersten beiden Dritteln wirklich Spass gemacht. Da kommt tatsächlich das Feeling vom berühmten „Weißen Hai“ auf. Vor allem weil insbesondere die Angriffe schön anschaulich und grausig in Szene gesetzt worden sind. Und weil man nicht mehr rätseln muss, ob sich da wirklich Haie in der Nordsee tummeln und Schwimmer und Kapitäne verspeisen, kann man sich ganz gemütlich zurücklehnen und das Gemetzel verfolgen. Ein wenig lustig geht es ebenfalls zu. Jedenfalls habe ich bei einigen Dialogen zwischen Tom Blake und seinem Vorgesetzten oder auch einer Kollegin grinsen müssen.
Mit dem Dreh vor dem letzten Drittel der Geschichte hatte ich allerdings schon so halbwegs gerechnet. Ich habe dem Typen vom ersten Moment an nicht über den Weg getraut. Die Erklärung für die Monsterhaie war dann mal so gar nicht nach meinem Geschmack. Muss denn dauernd irgendwo dieses Thema wieder rausgekramt und aufgekocht werden? Die Zeiten sind vorbei! Seit Jahrzehnten schon!
Das letzte Drittel hätte für mich dann nicht unbedingt sein müssen. Es wirkte auf mich irgendwie wie ein Anhängsel. Aber ich bin da auch rücksichtslos: wenn von den  Figuren, die ich kennengelernt und mit denen ich mich angefreundet habe, wenigstens ein paar überlebt haben, bin ich schon zufrieden 😉 Was geht mich da die übrige badende Bevölkerung an? Geschweige denn, die Erforschung dessen, was die Biester so gemeingefährlich hat werden lassen?
Wer da ein etwas weniger rücksichtslos ist als ich, dem wird hier aber noch einmal eine gute Portion Spannung, Unterwasseraction und auch ein schönes Schippchen Trah geboten.

Sven Hasper gehört sowieso zu meinen Lieblingssprechern, daher habe ich mich sehr gefreut, ihn hier zu hören. Er macht einem den jungen, engagierten und vom „Strandpolizistendasein“ angeödeten Tom Blake mit nur wenigen Worten sympathisch. Auch Manja Doering habe ich gerne zugehört. Ihre markante Stimme hat mir prima gefallen und mir schnell ein Bild von der burschikosen Wissenschaftlerin vermittelt. Christian Rode ist als Erzähler zu hören. Es gelingt ihm sehr gut, die Spannung und Dramatik der einzelnen Szenen einzufangen, die er beschreibt.

Musikalisch geht es gemischt zu. Mal sind laute Stücke zu hören, die dramatische Momente begleiten, dann wieder Melodien, die an klassische Gruselhörspiele erinnern, und häufig klingt es auch wunderbar maritim. Das passt so wunderbar zu der Geschichte. Meeresrauschen, Möwengeschrei, das Geräusch von Bootsmotoren und zahlreiche weitere Geräusche versetzen einen schnell aufs Meer und nach Föhr.

Auf dem Cover springt einen der Hai förmlich an und präsentiert seine messerscharfen Zähne. Das verrät direkt, womit man es in diesem Hörspiel zu tun bekommt. Da Haie gerade voll im Trend liegen, dürfte das bei den Käufern gut ziehen.

Fazit:  Das Anhängsel am Ende hätte ich nicht mehr gebraucht. Davon abgesehen hat mir das Hörspiel aber Spass gemacht. Es erinnert stark an Filme wie den „Weißen Hai“ und passt damit einwandfrei in den aktuellen Haipe 😉

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