Fraktal (01) – Verloren im Mikrokosmos

Titel: Fraktal (01) – Verloren im Mikrokosmos / Verlag: Gigaphon / Spielzeit: / Sprecher: gordon Piedesack, Bettina Zech, Martin L. Schäfer, Martin Sabel ua

fraktal01Inhalt: Jason Jublonsky, ein Journalist aus England, wird von der Forschungseinrichtung CET nach Genf eingeladen, um exklusiv über eine neue, bahnbrechende technische Errungenschaft zu berichten. Tatsächlich präsentiert man ihm ein gigantisches Raumschiff – die Skyclad. Doch das Ziel des eigens für den Reporter inszenierten Demonstrationsflugs ist nicht etwa der Weltraum, sondern die unerforschte Dimension des Mikrokosmos. Fasziniert taucht Jay in die Wunderwelt des sogenannten Fraktaluniversums ein – bis ein Unglück die Skyclad beschädigt und ihre Besatzung plötzlich ums nackte Überleben kämpfen muss.


„Geht’s jetzt los?“ fragt Jason Jublonsky nach geraumer Zeit, und genau das habe ich mich an diesem Punkt ebenfalls gefragt. Außer einem kleinem Schreckmoment mit recht spaßigem Ausgang ist bis dahin nämlich nichts Großartiges geschehen. Stattdessen wird ausführlich das anstehende Projekt beschrieben und erläutert und man bekommt Einblick in den Mikrokosmos geboten. Das ist an sich ganz interessant und die Idee fand ich auch wirklich klasse, aber man hätte diesen Teil ruhig etwas kürzer fassen können.
Nachdem die Reise in den Mikrokosmos dann gestartet ist, kommt mehr Schwung in das Geschehen. Verschiedene ungeplante und gefährliche Zwischenfälle sorgen zusätzlich für Spannung. Trotzdem, auch hier fehlte mir quasi der letzte Kniff. Da wäre noch mehr Tempo und Dramatik möglich gewesen, ganz sicher. Außerdem erinnerte mich die Situation, in der auf die bedrohlich herumfliegenden Teilchen geschossen wird, an dieses alte Computerspiel. Wo man ein ballerndes Raumschiff nach rechts und links steuern und auf entgegenkommende Asteroidenbrocken schießen lassen musste. Bei der Vorstellung habe ich grinsen müssen. Eine schöne Erinnerung.
Allerdings hat das Hörspiel aber doch eine gute Schippe mehr futuristische und science fiction-lastigere Atmosphäre als dieses fossile Spiel, ganz klar.

Gordon Piedesack gibt einen respekteinflößenden, enrsthaften und intelligenten Captain Pierce. Irgendwie habe ich ihm zwar von Anfang an nicht über den Weg getraut, aber vielleicht müssen Wissenschaftler so ein bisschen undurchschaubar klingen? Martin L. Schäfer wirkt dagegen deutlich jünger und dynamischer. Ich habe ihm den neugierigen Journalisten schnell abgenommen und fand ihn sehr sympathisch.

Musikalisch hält sich das Hörspiel ziemlich zurück, aber es sind doch fast stetig Musiken im Hintegrund zu hören, die von dort für Amtosphäre und einen futuristischen Klang sorgen. Geräuschmäßig könnte man sich genauso gut auf einem Raumschiff befinden, das im All unterwegs ist. Ich mag diesen Klang, ganz egal, ob ich ihn in einem Raumschiff höre oder in solch einem Schiff wie der Skyclad.

Das Cover präsentiert sich einerseits recht schlicht, aber durch das Licht und den Kontrast zwischen Schwarz und feurigem Rot-Orange ist es doch ein kleiner Blickfang. Man wird leicht neugierig, um was es in „Verloren im Mikrokosmos“ gehen könnte.

Fazit:  Die Einführung in die wirklich coole Idee hätte für mich gerne etwas kürzer gefasst werden können. Später dann fehlte mir der letzte Kniff in Sachen Spannung und Tempo, da hätte man noch mehr rausholen können, ganz sicher. Schlecht ist diese erste Folge aber auf keinen Fall. Schließlich kann man sich immer noch steigern. Wer Science Fiction mal nicht im All, sondern auf ganz anderer Ebene erleben will, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Sprecher und Soundtrack sind top!

 

1 Comment

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  1. Ein wirklich gutes Hörspiel das hier mal wieder von Gigiaphon abgeliefert wird. Es gibt doch noch Themen die noch nicht abgearbeitet wurden. Ich freue ich schon auf Folge 2

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