Die drei ??? Kids (40) – Brennendes Eis

Titel: Die drei ??? Kids (40) – Brennendes Eis / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: David Wittmann, Ingird Capelle, Erich Räuker ua

ddfkids40Inhalt: Was für ein Glück! Die drei ??? Kids haben einen Urlaub in der neu gebauten Pazifik Skiarena gewonnen. Aber bei der Eröffnung der überdachten Skipiste geht Einiges schief, denn der Schnee schmilzt plötzlich weg. Nachschub gibt es in den Bergen – doch dort machen sie eine ungeheure Entdeckung.


Zuletzt hat es im Weihnachtsspecial dieser Reihe geschneit. Das ist schon eine ganze Weile her, es wird also wieder mal Zeit für Schnee. Auch wenn er in einer Skihalle liegt und nicht draußen.
Bei den drei Fragezeichen ist die Freude groß, doch bald deutet sich an, dass da irgendwas nicht stimmt in der Anlage. Wer und was könnte dahinterstecken? Von der Story her hat mir diese Folge ganz prima gefallen. Schön, dass man auch bei einer Reihe für junge Hörer die Chance hat, mit den Detektiven mitzuknobeln. Sonst sind Fälle für diese Altersgruppe ja oft recht durchschaubar. Hier aber geht es ganz spannend zu. So wie es sich für eine Detektivgeschichte eben gehört. Da es eine recht überschaubare Anzahl an Figuren gibt, findet man sich schnell zurecht und kann bald eigene Verdächtigungen anstellen.
Nicht ganz so gut hat mir gefallen, dass es mehrere Male einen Moment gibt, wo es eigentlich danach aussieht, dass der Fall gelöst ist, wo dann aber Justus noch mit einem „Aber…“ dazwischenfunkt. Auf mich wirkt der weitere Verlauf einer Geschichte nach solch einem „Zwischenende“ immer wie ein Anhängsel. Auch wenn es natürlich stimmt, dass noch nicht alle Fragen geklärt sind. Da bin ich mehr ein Fan davon, wenn am tatsächlichen Ende alles auf einen Schlag aufgeklärt wird.
Außerdem denke ich, darf man sich hier nicht so viele Gedanken darüber machen, wie realistisch ein paar Details sind. Immerhin ist zB Mount Washington annähernd 2000 m hoch. Kommt eine kleine Propellermaschine echt so hoch? Das ist jetzt nur ein Beispiel aus der Geschichte, aber ich denke, es verdeutlicht was ich mit „realistisch“ meine. Kinder werden sich darüber zum Glück keine Gedanken machen. Ich habe ja damals auch geglaubt, dass ein Elefant in einem Cockpit Platz hat 😉

Markus Sulzbacher mit dem österreichischen Dialekt nimmt sich als Arnold Pichler zwischen den anderen Figuren aus wie ein bunter Hund. Irgendwie hat das was, wenn man sich vor Augen hält, dass die Geschichte in den USA spielt. Das Jack Coburn etwas im Schilde führt, das hört man ihm dank Erick Räuker recht deutlich an. Aber natürlich wird nicht verraten, was es ist.

In Sachen Geräusche habe ich zunächst eine Frage: hat Europa wirklich kein echtes Gebell eines kleinen Hundes im Soundarchiv? Das ist doch allenfalls so ein Aufziehhund, der sich als Heidi durch die Szenen kläfft. Musikalisch bewegt man sich in vertrauten Bahnen. Es sind überwiegend Stück zu hören, die einem schon mehrfach in der Reihe begegnet sind. Bei Kinderhörspielen finde ich das immer ganz in Ordnung, zumal man sich dabei jedes Mal sofort wieder heimisch fühlt.

Auf dem Cover ist die Gegensätzlichkeit zwischen Kalifornien und der Skihalle gut zu erkennen. Ein Surfbrett gehört ja nun eher an den Strand, aber die drei Freunde sausen damit den Skihügel hinunter.

Fazit:  Eine spannende Geschichte, bei der man gut mitknobeln kann. Das macht Spass. Besagte vermeintliche Enden zwischendurch haben mir aber den Eindruck eines etwas abgehackten Verlaufs vermittelt. Und als Hörer, der der Schulzeit bereits entkommen ist, sollte man es gegen Ende nicht so genau mit der Wahrscheinlichkeit gewisser Details nehmen.

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