Chiffre versenken mit Uwe

Titel: Chiffre versenken mit Uwe / Verlag: CreateFM / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher: Jan Koppens,  Ana-Marija Muhi, Phoebe Strunkel ua

chiffreInhalt: Uwe Matalski ist 31 Jahre alt und seit 31 Jahren alleinstehend. Er wohnt mit Schützensittich Pucki bei seiner Mutter und sicht die ganz große Liebe. Der junge Matalski ist überzeugter Schützenbruder mit Hang zur hormonellen Tragödie. In kleinen Episoden des Alltags erleben wir Uwe und seine ungelenken Versuche in der Frauenwelt Fuß zu fasse. Getreu dem Evergreen und Uwes Lieblings-Schlagersänger Jimmy Jailrock: „Auf der Straße der Sehnsucht ist die Ausfahrt zur Liebe gesperrt“.


Wer ist denn Uwe? Diese Frage kam bei mir unweigerlich auf als ich das Cover zum ersten Mal betrachtete. Zum Glück wird diese Frage gleich im ersten Track aufgeklärt. Dort nämlich lernt man Uwe kennen. Über eine Anzeige in einer Singlebörse, die er just in diesem Moment aufgibt. Außerdem erfährt man, wie er sich seine Traumfrau vorstellt und was er von ihr erwartet.
Es braucht wirklich nur diese Kontaktanzeige und schon weiß man als Hörer nur zu genau, wieso es mit Uwe und den Frauen einfach nicht klappen will. Jedenfalls ich als Frau wusste es sofort.
Trotzdem mochte ich Uwe auf Anhieb, denn auch wenn er als Falschfahrer auf der Straße der Sehnsucht unterwegs ist, so ist es doch unverkennbar, dass er sonst ein herzensguter Mensch ist, der niemandem etwas Böses will und in jedem das Gute sieht. Als Freund im Sinne einer Beziehung wollte ich ihn nicht mal geschenkt haben, aber als Kumpel jederzeit gerne.
Genau das sehen auch noch ein paar andere Leutchen um Uwe herum so. Und wie das oft so ist mit solch gutmütigen Menschen: sie werden oft ausgenutzt, bloßgestellt und betrogen. Das muss auch Uwe feststellten, weshalb er mir manches Mal wirklich sehr leid tat. Ich hätte ihm so sehr gewünscht, dass er ein Mädel findet, mit dem er glücklich wird.
Aber ich habe ihn nicht nur bedauert, ich habe auch manches mal lachen müssen, wenn er so treuherzig von seinen Erlebnissen erzählt. Speziell im Zusammenhang und in Dialogen mit Kopmanns Maren gibt es einige gute Gags

Als Uwe Matalski ist Jan Koppens zu hören. Er lässt ihn treudoof und hier und da auch ein wenig dösig klingen, was gut zu Uwe passt. Es entspricht dem Naturell, das er mir während der 50 Minuten Hörspiel vermittelt hat. Genial fand ich außerdem Phoebe Strunkel alias Koopmanns Maren. Ich mag ja solche markanten Frauenstimmen immer lieber als diese typischen süßen Mädchenstimmen. Maren kommt sehr burschikos und ein wenig gewöhnlich rüber, ist aber dennoch super sympathisch.

Zu Beginn und zwischen den Kapiteln ist eine schmissig-pfiffige Melodie zu hören, bei der ich jedes Mal entweder automatisch mitgewippt oder mitgepfiffen habe. Das macht Spass. Eine Reihe Geräusche veranschaulicht das Geschehen.

Das Covermotiv finde ich ebenfalls ganz witzig. Uwe kriegt die Sache mit der Liebe und den Frauen einfach nicht auf die Reihe. Das sieht man schon daran, dass der Schuss weit neben dem liebesmäßg roten und herzförmigen Po eingeschlagen hat.

Fazit:  Mir hat „Chiffre versenken mit Uwe“ ganz viel Spass gemacht! Uwe ist ein wirklich lieber, aber etwas dusseliger Kerl. Dass er keine Frau abbekommt ist zwar kein Wunder, aber irgendwo doch auch traurig. Trotzdem musste ich bei allem Mitleid auch oft lachen. Eine schöne Mischung.

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