Bibi Blocksberg (111) – Der Hexenbesendieb

Titel: Bibi Blocksberg (111) – Der Hexenbesendieb / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 mn / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Sabine Falkenberg, Anja Stadlober ua

bibi111Inhalt: Bibi, Xenia und Flauipaui wollen auf dem Neustädter Flugtag mit ihren Hexenbesen auftreten. Sie träumen davon, dass die berühmte Hexenbesen-Veredlerin Abartha die Besen für diesen Auftritt umstylen würde. Da steht Abartha plötzlich vor der Tür des Blocksberghauses! Sie geben ihr die Besen mit, aber dann kommt alles anders als erhofft!


Sobald ich nur die Namen der anderen Junghexen außer Bibi höre, rollen sich mir bereits die Fußbägel auf. Ich bin nachwievor der Meinung, dass die Reihe sie in solch vergleichsweise großen Rollen nicht gebraucht hätte. Aber sei’s drum, nun sind sie halt da. Vor dem Hören hatte ich schon einige Vorschusslorbeeren auf die Folge gelesen. Alleine deshalb habe ich sie mir dann gekauft.
Nun habe ich sie gehört und stimme den Lobgesänge weitgehend zu. Die Geschichte ist wirklich gar nicht übel. Es geht durchweg recht spannend zu und die Auflösung ist nicht bereits nach 5 Minuten in Sichtweite. Der Brügermeister gibt den Querulanten wie eh und je und Abartha ist tatsächlich eine neue Hexe, der ich gerne noch mal in einer Geschichte begegnen würde. Und auch die Idee, dass Bibi und ihre Freundinnen plötzlich ohne ihre Besen dastehen, hat mir gefallen. So eine ähnliche Situation gab es zwar bereits in „Wo ist Kartoffelbrei?“, doch der Dramatik schadet das hier keineswegs. Es ist natürlich immer eine Katastrophe, wenn eine Hexe plötzlich ohne Besen auskommen muss. Das kommt hier sehr gut rüber! Genauso wie der Mut und die Entschlossenheit der Freundinnen, die Besen zurückzuholen.
Zwei kleine Minuspunkte kreide ich dafür an, dass erstens Barbara Bibi und den anderen Junghexen einfach ihren Baldrian leiht (wann hat sie das jemals so bereitwillig getan?), früher wäre sie lieber mitgeflogen. Und zweitens dafür, dass Bibi, Xenia und Flauipaui alle naselang im Chor sprechen. Was soll das bitte?

Als Abartha ist Sabine Falkenberg zu hören. Mit ihrer markanten, aber sympathischen Stimme hat sie mir ein gutes Bild von der Hexe vermittelt. Außerdem ist sie ein Grund, wieso ich Abartha sofort mochte. Solche Stimmen sind einfach mein Fall, speziell bei SprecherINNEN. In dieser Folge mischt auch Gisela Fritsch nochmal mit. Ich kann sie mir als Karla Kolumna einfach nicht wegdenken. Daher hoffe ich, es gibt noch für ein paar Folgen Material mit ihr.

Was neben den Erzählpassagen und Dialogen zu Ohren kommt, zeigt sich solide wie immer. Musik sucht man außer dem Titellied vergebens, doch das kennen Fans schließlich seit Langem. Daher fällt es für mich gar nicht ins Gewicht. Die Geräuschkulisse ist ganz ordentlich. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig bzw zu schlicht. Da kann man nicht meckern.

Das Cover zeigt Bibi, Xenia und Flauipaui in dem verhängnisvollen Augenblick in dem sie Abartha ihre Besen übergeben. Mit gefällt das leicht schräge Aussehen von Abartha. Ihr dreirädriges Wägelchen ist ebenfalls ganz witzig. Von einem Dieb ist weit und breit nichts zu sehen, sodass man schnell neugierig wird, was es damit auf sich hat.

Fazit:  Ich bin überrascht, aber natürlich freue ich mich auch, endlich mal wieder eine ganz ordentliche Folge in dieser Reihe anzutreffen. Ohne Elfen oder irgendwelche verhexten Viecher, dafür mit einer spannenden Geschichte. Hörenswert! Und das habe ich lange nicht mehr über eine „Bibi Blocksberg“ gesagt.

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