Die kleine Schnecke Monika Häuschen (38) – Warum torkeln Taumelkäfer?

Titel: Die kleine Schnecke Monika Häuschen (38) – Warum torkeln Taumelkäfer? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Tom Deininger,  Daniel Koch, Steffen Lukas ua

moni38Inhalt: Im Garten, in dem die kleine Schnirkelschnecke Monika Häuschen wohnt, sucht ihr bester Freund, der Regenwurm Schorsch, nach einem Abenteuerspielplatz. Aber Monika erscheint alles zu gefährlich. Und der gelehrte Herr Günter hat wieder nur das Fressen im Kopf. Als er einen scharfen Senfsamen verschluckt, muss er seinen Schnabel in der Vogeltränke kühlen. Dort düst der Taumelkäfer Thaddäus Torkel in lustigen Kreisen übers Wasser. Das will Schorsch auch probieren und er überredet Monika zu einer Kahnfahrt. Aber dann dreht Schorsch den Rindenkahn viel zu wild und die kleine Schnecke plumpst ins Wasser.


Heute fange ich mal mit der zweiten Hälfte eines Hörspiels an, weil ich es für am Erwähnenswertesten halte. Denn irgendwer scheint dem Autoren der Monika-Geschichte geflüstert zu haben, dass selbst in Hörspielen für solch junge Hörer ein Schuss echte (natürlich auf das Alter abgestimmte) Spannung nicht schaden kann. Schon die vorige Folge konnte damit überraschen, die allerdings auch! Mir gefällt das so, zumal wirklich nicht übetrieben wird und sich am Ende natürlich doch alles in Wohlgefallen auflöst. So sollte das sein bei einem Kinderhörspiel.
Selbstverständlich gibt es auch hier wieder einiges zu lernen, über Taumelkäfer natürlich. Ganz ehrlich, von diesen Tierchen hatte ich bis dato noch nie etwas gehört. Ich wüsste nicht mal, dass ich schon mal einen am Teich oder so gesehen habe. Deshalb habe ich bei dieser Folge ebenfalls einiges gelernt. Und das mag ich immer sehr: wenn nicht nur Kinder bei diesen Geschichten etwas lernen können. Der kleine Thaddäus Torkel ist ein sympathisches Kerlchen, der für Schwung im Garten bzw in der Vogeltränke sorgt. Es ist immer schön, wenn die Reihe einem ein solches Bild von einem Tier vermittelt, das sonst eher in die Rubirk „Igitt“ fällt.

Schorschs sächsischer Dialekt fordert mich ja jedes Mal wieder heraus. Dieses Mal bekommt er Konkurrenz: Thaddäus‘ hessische Mundart nämlich. Daniel Koch schöpft da förmlich aus dem Vollen. Das klingt so witzig! Erzähler Tom Deininger kommt in dieser Folge wieder vergleichsweise häufig zum Einsatz. Mit seiner ruhigen Stimme erklärt er hier und da gewisse Dinge nochmal anhand von Beispielen. So fällt es leicht, ihm zu folgen.

Musikalisch muss man sich einmal mehr mit dem Titellied begnügen. Dafür sind einzelne schöne Geräusche eingestreut, die Gartenflair vermitteln und das Geschehen zusätzlich veranschaulichen.

Der schlaue Gänserich fehlt auf diesem Cover. Da finde ich schade. Er gehört schließlich fraglos zu der Clique aus dem Gemüsebeet. Dafür machen Schorschs Floß und Monikas skeptischer Blick neugierig.

Fazit: Eine weitere lehrreiche Folge, die aber in gleichem Maße auch spannend ist. Das ist noch recht neu so, aber diesen Kurs darf die Reihe gerne beibehalten.

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