Mord in Serie (14) – Eingemauert

Titel: Mord in Serie (14) – Eingemauert / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 65 min / Sprecher: Tobias Kluckert, Eva Michaelis,  Elga Schütz, Robert Missler ua

mis14Inhalt: Lebendig begraben – eingeschlossen hinter meterdickem Beton. Eine Horrorvision, die für eine junge Frau zur schrecklichen Realität wird. Nick Zabel gerät unter Verdacht und muss mit allen Mitteln versuchen, seine Unschuld zu beweisen. Dabei setzt ihn ein mysteriöser Erpresser unter Druck, denn der Sauerstoff im Grab reicht nur noch für wenige Stunden. Ein Wettlauf mit dem Tod beginnt!


Man kennt das bereits von dieser Reihe: Zeit für einen gemütlichen Einstieg in die Geschichte hat man nicht. Hier am allerwenigsten. Sofort ist man mitten in einer dramatischen Situation. Anschließend geht es ruhiger weiter, mit einer ganz erfreulichen Nachricht für Nick Zabel und seine Frau. Doch auch dieses Mal währt der Frieden nicht lange, denn dann steht die Kripo vor der Tür. Als Hörer bekommt man an dieser Stelle erstmals so eine Idee, wie man das Geschehen aus dem „Vorspann“ einzusortieren hat. Von nun an spitzt sich für Nick Zabel die Situation kontinuierlich zu und als Hörer erlebt man mehr als eine Überraschung. Überraschungen, die eventuelle Verdächtigungen oder Schlüsse stets aufs Neue ins Wanken bringen. Mich hat die Geschichte gut an der Nase herumgeführt, was mir vor allem deshalb gefallen hat, weil es dieses Mal nicht nach dem Prinzip läuft, dass man mit der unauffälligsten Figur höchstwahrscheinlich den Täter an der Hand hat. Ich war mir einige Male sicher und musste mir dann zeigen lassen, dass ich falsch lag.
Aber so soll es bei einem Thriller für mich auch sein. Er soll mich überraschen und erschrecken. Das ist „Eingemauert“ gut gelungen. Einen weiteren Pluspunkt bekommt die Story von mir für die Szene mit der elektirschen Säge auf der Baustelle. Ja, ein Thriller darf auch mal so richtig blutig sein. Es muss halt passen, und das tut es hier.
Einmal mehr gilt bei einer „Mord in Serie“-Folge, dass man sie unbedingt ganz bis zum Schluss anhören sollte. Oft genug kommt wie hier noch ein weiterer Track nach, obwohl die Geschichte an sich abgeschlossen ist. Und der hat es dann nochmal richtig in sich.

Als Nick Zabel ist Tobias Kluckert zu hören. Er hat mir zunächst das Bild eines ruhigen, vernünftigen Zabel vermittelt, den ich auf Anhieb mochte. Aber auch Zabels spätere Verzweiflung bringt er glaubhaft zu Gehör. In der Rolle von Nicks Frau ist Eva Michaelis zu hören, deren weiche, aber doch markante Stimme gut zu dieser Figur passt. Lediglich Elga Schütz als Kriminalkommissarin Scholz konnte mich nicht ganz überzeugen. Meist gibt sie eine wirklich energische und befehlsgewohnte Kommissarin, aber hier und da verfliegt dieser Klang plötzlich.

In „Eingemauert“ wechseln sich ruhig, düstere Musikstücke mit lauten, druchdringenden Klängen ab. An verschiedenen Stellen wurden außerdem laute Geräusche platziert und Schockmomente zu verdeutlichen. Diese Soundkulisse steht der Folge sehr gut.

Ein schreiender Totenschädel. Wenn das mal kein Hingucker für ein Cover ist. Außerdem hat es einen direkten Bezug zur Geschichte. Und ein wenig gruselig wirkt es vor dem schwarzen Hintergrund ebenfalls.

Fazit:  Eine spannende Geschichte um ein grausiges Verbrechen, die eine Wendung nach der anderen aufbietet. Ohne den Hörer dabei aber zu verwirren. Das macht Spass und hält einen bis zum Schluss bei Laune. Schön, dass das Prinzip mit der unauffälligsten Figur hier mal durchbrochen wurde.

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