Die drei ??? (171) – und das Phantom aus dem Meer

Titel: Die drei ??? (171) – und das Phantom aus dem Meer / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 67 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Jan-Christoph Kick, Manfred Reddemann ua

ddf171Inhalt: Geisteralarm an der Küste: Unweit vom Strand erhebt sich ein Mann immer wieder aus dem Meer und erschreckt die Besucher. Ein ruheloser Geist? Auf keinen Fall meinen Die drei ??? . Was wissen der neue Bewohner des Leuchtturms oder der kauzige alte Seebär? Gespenstisch schnell verfangen sich die Detektive in einem Netz aus Seemannsgarn.


Manchmal denke ich, irgendwo im tiefsten Herzen bin ich doch ein Optimist. Denn der Aufhänger zu dieser Folge gefiel mir gar nicht schlecht. Ein unheimlicher Mann, der aus dem Meer steigt, das klang in meinen Ohren nicht übel. Vielleicht, weil ich das Meer mag, aber irgendwo auch fürchte und mich deshalb gruselige Geschichten zu diesem Thema leicht schaudern lassen.
Doch dann kam der Rest der Story, der es leider keine Sekunde lang schafft, auch nur für einen Hauch Grusel zu sorgen. Was sie dagegen 1A hinbekommt ist, im Nu für Verwirrung zu sorgen. Das fängt bei einem ganzen Schwung Figuren an, von denen sich keine wirklich einprägt, sodass man sie später noch sofort präsent hat, und setzt sich fort über die vielen verschiedenen Themen, die nach und nach auf den Tisch kommen. Es beginnt mit dem Phantom aus dem Meer, dann bringen zwei Klatschtanten aus Peters Schule eine Eifersuchtsgeschichte zwischen zwei Männern ins Spiel und als ob das immer noch nicht reicht, wird obendrein noch ein Kunstraub mit eingebracht. Es ist also mächtig was los, aber um die Zusammenhänge zu erkennen, braucht man am Ende dringend die drei ??? um sie zu erkennen. Erkannt habe ich dabei aber in erster Linie: das hätte man bedeutend einfacher haben können. Ganz sicher!

Wer Oliver Rohrbeck noch nicht als Hörbuchsprecher kennt, der kann sich hier in einer kleinen Szene ein Bild davon machen. Ansonsten gibt es bei den Hauptsprechern nichts zu bemerken. Alles wie gehabt und somit okay. Aufgefallen ist mir vor allem Simone Ritscher alias Vanessa Goodstein, die so glatt und emotionslos klingt angesichts ihres niedergeschlagenen Liebsten. Genauso wenig gelingt es Pat Murphy und Stephan Schwartz ihren Charkateren etwas Markantes zu verleihen. Das ist vor allem deshalb schade, weil die beiden lange Zeit die wichtigsten Figuren sind.

Die Titelmusik wirkt irgendwie frühzeitig abgeschnitten. Wird das nun Routine? Dann doch lieber kürzere Geschichten als die Titelmusik darunter leiden zu lassen. Die zwischenzeitlich eingesetzte Melodien sind leider auch kein Hinhörer. Und die Geräuschkulisse konzentriert sich in erster Linie darauf, den Schauplatz am Meer deutlich zu machen. An allen anderen Stellen fällt sie eher dürftig aus.

Das Covermotiv gefällt mir wirklich sehr gut! Ich mag die Bau- und Grüntöne, die dem Motiv etwas Unheimliches geben. Und die schattige Gestalt aus dem Meer macht neugierig.

Fazit: Ich muss den kleinen Optimisten in mir unter Kontrolle bekommen, ehe ich mich nochmal von einem an sich ganz interessanter Aufhänger zum Narren halten lasse. Die Geschichte ist Chaos und Verwirrung pur und die Auflösung hat in mir den Verdacht geweckt, dass man das auch bedeutend einfacher hätte haben können. Ohne das ganze Brimborium drum herum.

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