Die Krumpflinge – Egon zieht ein (Annette Roeder / Stefan Kaminski)

Titel: Die Krumpflinge – Egon zieht ein / Verlag: Der Hörverlag / Spielzeit: ca. 60 min / Buch: Annette Roeder / gelesen von: Stefan Kaminski

krumpf01Inhalt: Die junge, dreiköpfige Familie, die in die alte Villa gezogen ist, streitet und schimpft nie miteinander. Doch genau das wird für die Krumpflinge zum Riesenproblem: Innerhalb kürzester Zeit ist der kostbare Krumpftee aufgebraucht! Um den Vorrat wieder aufzufüllen, soll jetzt Egon nach oben zu Familie Artich ziehen und dort mit allerhand Streichen dafür sorgen, dass ordentlich gestritten, geschimpft und geflucht wird. Egon nimmt die Herausforderung an, aber nicht alles läuft so, wie die Sippenchefin sich das vorgestellt hat.


Als ich von den Krumpflingen hörte, war sofort klar, dass ich sie kennenlernen musste. Der kleine Egon sieht so goldig aus auf dem Cover. Krumpflinge sind klein und pelzig und leben im Gerümpel von Menschen. Ihren Lieblingstee brühen sie aus Schimpfwörtern, die sie bei den Mneschen im Haus hören. Als in Egons Haus aber eine Familie einzieht, in der nie jemand schimpft, ist guter Rat teuer! Und ausgerechnet Egon soll die Kohlen aus dem Feuer holen, wo es doch jedes Mal bereut, wenn jemand wegen seiner Schandtaten schimpft. Der kleine gutherzige Kerl, der sich so sehr anstrengt, ein echter Krumpfling zu sein, tat mir auf Anhieb ziemlich leid wie er so von seiner Sippe verspottet wird. Ich hätte die Bande, allen voran die Oma auf den Mond schießen können. Und irgendwie ahnt man, dass Egons Mission höchstwahrscheinlich ziemlich viel Chaos verursachen wird. So ist es dann natürlich auch, was sehr witzig  ist. Da geht es hoch her! Doch der Familie steht das ganz gut, denn mit ihrer Friedfertigkeit ist sie schon ganz schön schräg. Sohn Albi hat es da echt nicht leicht.
So gesehen passen Egon und er eigentlich ganz gut zusammen, doch es dauert eine Weile ehe sie sich begegnen. Bis dahin hat Egon Albis Eltern schon recht gut erzogen im krumpfling’schen Sinne. Ich war froh als es bei Familie Artich nicht mehr so artig zuging. Das Ende lässt auf noch viele lustige und spannende Abenteuer hoffen.

Die Krumpflinge sind Figuren, die wie für Stefan Kaminski gemacht sind. Hier kann er sich mit seiner Stimmvielfalt einmal mehr richtig austoben. Lediglich als schräbbelige Oma ging er mir schnell auf den Keks. Aber sonst erweckt er ein munteres Krumpflingvolk zum Leben und lässt Familie Artich -zumindest anfangs- geradezu eklig liebenswürdig und sanftmütig klingen.

Der Krumpfling-Song ist ein Ohrwurm aller erster Güte! Ich hatte ihn gerade mal zweimal gehört, da habe ich ihn schon vor mich hingesummt. Das wird der jungen Hörerschaft kaum anders gehen.

Fazit: Und die Moral von dieser witzigen und turbulenten Geschicht: man muss auch mal schimpfen, wenn einem danach ist, denn es gibt Krumpflinge, die aus diesen Worten ihren Lieblingstee brauen. Und die will man doch nicht verdursten lassen, oder? Na also!

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