Mord in Serie (15) – Todesangst – Urban Explorerz

Titel: Mord in Serie (15) – Todesangst – Urban Explorerz / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Björn Schalla, Tobias Schmidt, Eberhard Prüter ua

mis15Inhalt: Als Lucas und Ben in ein verlassenes Schlosshotel einbrechen, sind sie nur auf der Suche nach etwas Abenteuer und ein paar guten Aufnahmen für ihren Video-Blog. Die beiden Urban Explorerz erkunden moderne Ruinen, suchen in Lost Places nach dem makabren Charme des Verfalls. Doch schon bald haben sie das ungute Gefühl, dass im alten Schlosshotel noch längst nicht alle Gäste ausgecheckt haben. Sollte es dort spuken? Es scheint, als wolle der legendäre Schlächter vom Friedrichswald auch ihren Aufenthalt zum unvergesslichen Erlebnis machen… zu ihrem letzten!


Diese Reihe wird seit je her für Hörer ab 16 Jahren empfohlen. Für diese Folge würde ich das auf „ab 18 Jahre“ erhöhen, damit eventuelle Nachmacher ausschließlich selber und in vollem Umfang für Haus- und Landfriedesbruch belangt werden können. Denn nichts weiter ist das für mich, was Lucas und Ben hier tun. Das ändert aber nichts daran, dass ich die Idee ganz cool finde und mit Sicherheit begeisterter Zuschauer solcher Videos wäre.
Dass in den verlassenen Hotel etwas nicht stimmt, das ahnt man schnell. Doch zunächst ist es erstmal einfach nur kribbelig spannend. Eben so, wie sich ein solch verbotenes und unheimliches Abenteuer anfühlen sollte. Da ist zwar eine Ahnung, aber die Neugier und Abenteuerlust überwiegt halt doch. So stöbert man mit Ben und Lucas herum. Ich wäre da (noch) ganz gerne mit dabei gewesen.
Doch bald ereignen sich seltsame Dinge, die Freunde machen seltsame Funde und stoßen beim Herumstöbern schließlich auf eine ganz grausame Überraschung. Genau in diesem Moment verging mir die Lust, sie zu begleiten. Von nun an geht alles ganz schnell und genau wie Ben und Lucas kommt man kaum noch zum Durchatmen.
Ich war dabei hin- und hergerissen. Einerseits ist hier alles viel mehr Horror als Thriller. Dagegen hätte ich auch gar nichts gehabt, aber „Mord in Serie“ ist ja nun mal eine THRILLERreihe. Da hätte Horror nicht so recht gepasst.
Aber die Geschichte schafft es geschickt, aus der augenscheinlichen Horrorstory noch einen echten Thriller zu machen. Schlichtweg dadurch, dass des Rätsels Lösung um die seltsamen Vorgänge im Hotel durchaus realistisch ist. Ich bin mir sehr sicher, dass es solche Menschen gibt. Diesen Dreh habe ich als ausgesprochen gewitzt empfunden.

Ganze sechs Sprecher sind in dieser Folge zu hören. Den Löwenanteil bestreiten dabei Tobias Schmidt und Björn Schalla alias Ben und Lucas. Ich muss zugeben, dass ich es etwas anstrengend fand, nur diesen beiden Sprechern zu lauschen. Sie machen ihren Job zwar wirklich gut -anfangs munter und übermütig, später ängstlich bis panisch-, aber es ist mit mehreren Sprechern einfach abwechslunsgreicher und leichter anzuhören. In einer kleinen Rolle ist der jüngst leider verstorbene Eberhard Prüter zu hören. Und bei Kirstin Hesse und Nicole Engeln dachte ich schon, ich hätte was verpasst. Aber ich war einfach noch nicht ganz am Ende der Story angekommen.

Musikalisch habe ich „Todesangst“ als recht dürftig versorgt empfunden. Allerdings nicht in negativen Sinne, denn die Geschichte schafft es bereits alleine durch die Handlung und den Schauplatz für Spannung und Grusel zu sorgen. Da muss nicht dauernd was im Hintergrund dudeln oder klimpern. Einige Akzente werden aber natürlich schon gesetzt, allerdings mehr durch Geräusche als durch große Klänge. Die fallen eher ruhig aus und -im Vergleich zum Geschehen- teilweise auch bemerkenswert harmlos. Das überrascht angenehm.

Auch das Covermotiv erinnert viel mehr an eine Gruselstory als an einen Thriller. Das Schloss sieht schon unheimlich aus, aber die schattenhafte Skelettfratze darüber setzt in der Hinsicht noch einen drauf.

Fazit:  „Todesangst“ ist sehr, sehr lange viel mehr Horror als Thriller. Mir hat da sos prima gefallen. Ich grusele mich halt sehr gerne. Aber letztlich bleibt sich die Reihe ihrer Schiene treu und bringt am Ende eine Auflösung, die eben doch Thriller ist. Schön gemacht! Die Frage ist nun, wird es noch mehr Abenteuer der Urban Explorerz geben? Das würde mich freuen.

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