Mark Brandis – Raumkadett (04) – Hinter den Linien

Titel: Mark Brandis – Raumkadett (04) – Hinter den Linien / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 49 min / Sprecher:

brandisjunior04Inhalt: Zwischen der neugegründeten Union und den asiatischen Republiken herrscht Kalter Krieg. Der junge Mark Brandis bekommt die Gelegenheit, bei einem Grenzpatrouillenflug dabei zu sein. Alba Bravo, die Pilotin des Zweimannjägers, ist schnell und furchtlos. Als sie verfolgt werden, glaubt Mark noch, alles sei unter Kontrolle. Doch plötzlich versagen die Systeme, und die beiden müssen abspringen 50 Kilometer hinter der Grenze.


Kaum hat Mark Brandis Junior den unfreiwilligen Sprung aus was weiß ich wie vielen Metern Höhe verkraftet, muss er schon wieder von einem Fluggerät abspringen. Das scheint in Brandis Ausbildungszeit wohl sein Schicksal gewesen zu sein. Allerdings stürzt er dieses Mal nicht ins Meer, sondern hinter die Grenze zum Feindesland.
Man könnte denken, dass es dort nun so richtig rund geht und Brandis und die Pilotin gleich mehrfach in lebensgefährliche Situationen geraten, doch davon ist hier reinewegs nichts zu spüren. Wirklich spannende Momente sucht man vergebens. Hier und da wird es zwar mal brenzlig, aber ich hatte nie das Gefühl von Dramatik. Vielleicht, weil mir Pilotin Alba Bravo eine Spur zu abgebrüht und cool vorkam. Bei solch einer Figur geht man halt nicht davon aus, dass ihr irgendwas ernsthaft etwas anhaben könnte. Und so jemand passt natürlich auch noch problemlos auf einen Kadetten wie Brandis auf. Was soll das schiefgehen?
Auf die politischen Hintergründe des Krieges wird hier nicht nennenswert eingegangen. Ich bin zwar absolut kein Fan von Politik, aber es hätte der Story womöglich zu mehr Tiefgang verholfen und Interesse an den Vorgängen zwischen der Union und den Republiken geweckt. Vielleicht hätte man über diese Schiene noch etwas rausholen können.
Das Ende hat dann zum Glück noch eine schöne Wendung in petto, die ich absolut nicht hatte kommen sehen. Das hat ein kleines bisschen Boden gut gemacht für die Geschichte.
Übrigens beweist eine Szene gegen Ende nur zu gut, dass in Mark Brandis bereits als Jugendlicher ein kleiner Heiliger gesteckt hat. Der ist offenkundig mit ihm mitgewachsen und zu dem großen Heiligen geworden, über den ich beim erwachsenen Brandis gerne mal genervt stöhne.

Den Sprechern kann man nichts vorwerfen. Manja Doerings markante und kräftige Stimme vermittelt ein gutes Bild der energischen Pilotin. Und auch Daniel Claus kann einmal mehr als junger Brandis glänzen. In dieser Folge beweist er vor allem, dass er dem Hörer verschiedenste Gefühle glaubhaft vermitteln kann.

Die eingesetzte Musik ist wie gewohnt sehr gut ausgewählt und verleiht gewissen Szenen quasi den letztem Schliff. Die Geräusche können sich ebenfalls hören lassen und haben mir speziell das Geschehen im Dschungel anschaulich gemacht.

Das Covermotiv verspricht ganz klar mehr Spannung und Action als die Geschichte sie nachher bietet. Dennoch, beim Kauf weiß es so auf sich aufmerksam zu machen, da bin ich sicher. Die felsige Landschaft und die finsteren Gestalten macht schon etwas her.

Fazit:  Da wäre mehr drin gewesen, da bin ich mir sicher. Langeweile kommt zwar nicht gerade auf, aber echte Spannung eben leider auch nicht. Während man in Sachen Sprecher und Musik / Geräusche gut mit der erwachsenen Brandis-Reihe mithalten kann, dürfte in Sachen Story gerne noch ein Schippchen draufgelegt werden. Eine eher mäßige Folge der Reihe.

1 Comment

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  1. „Übrigens beweist eine Szene gegen Ende nur zu gut, dass in Mark Brandis bereits als Jugendlicher ein kleiner Heiliger gesteckt hat. Der ist offenkundig mit ihm mitgewachsen und zu dem großen Heiligen geworden, über den ich beim erwachsenen Brandis gerne mal genervt stöhne.“

    Warum Heiliger, und warum genervt stöhnen? Habe ich gar nicht so wahrgenommen bisher.

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