Glaskinder (Kristina Ohlsson / Rosalie Thomass)

Titel: Glaskinder / Verlag: der Hörverlag / Spielzeit: ca. 138 min, 2 CDs  / Buch: Kristina Ohlsso / Buch: Rosalie Thomass

glakinderInhalt: Die 12-jährige Billie ist gar nicht begeistert von der Idee ihrer Mutter, aus der Stadt weg zu ziehen. Und dann auch noch in dieses heruntergekommene Haus in der Pampa! Das Haus ist mit lauter seltsamen Möbeln vollgestopft, die die Vormieter bei ihrem überstürzten Auszug zurückgelassen haben. Billie merkt bald, dass seltsame Dinge vor sich gehen: Bücher wechseln den Platz, Deckenlampen schwingen unvermittelt hin und her und Billie hört nachts komische Geräusche. Zum Glück lernt sie den Nachbarsjungen Aladdin kennen. Gemeinsam machen sie sich auf, die geheimnisvolle Vergangenheit des Hauses zu ergründen.


Bei diesem Hörbuch reizte mich der Gegensatz. Das Covermotiv wirkte auf mich sehr erwachsen für ein Hörbuch, das sich an junge / jugendliche Hörer richtet. Deshalb wollte ich wissen, was sich hinter „Glaskinder“ verbirgt. Die Geschichte beginnt mit einem Aufhänger, der schon bei vielen anderen Geschichten funktioniert hat: eine Familie zieht um, noch dazu irgendwo in die Pampa, womit speziell der Kind überhaupt nicht glücklich ist. Ich konnte die zwölfjährige Billie da zwar gut verstehen, aber andererseits wirkte sie speziell später viel zu verständig um ihr die Bockigkeit am Anfang ganz abnehmen zu können.
Schon bald stellt Billie fest, dass sie mit ihren Vorbehalten und ihrer Abneigung dem neuen Haus gegenüber recht hat. Irgendetwas stimmt da nicht. Es ereignen sich unheimliche Vorfälle, die „Glaskinder“ das Flair einer recht klassischen Schauergeschichte geben. Doch bei ihren Nachforschungen entdeckt Billie außerdem, dass das Haus eine ganz reale, grausige Vergangenheit hat, an die sich einige Menschen im Ort noch heute sehr gut erinnern. Hat vielleicht jemand von ihnen seine Finger im Spiel?
Das war für mich der größte Reiz an „Glaskinder“, diese stetige Unsicherheit, ob die Vorgänge im Haus tatsächlich übersinnlicher Natur sind, oder doch auf das Konto von ganz lebendigen Menschen gehen. Einmal war ich von den Geistern überzeugt, dann wieder deutete vieles auf reale Hintergründe hin. So bleibt es stets spannend, aber auf eine ruhige, unaufgeregte Art. Man kann gut miträtseln und die eine oder andere Gänsehaut ist ebenfalls drin. Albträume muss man jedoch nicht befürchten.

Rosalie Thomass habe ich bei diesem Hörbuch zum ersten Mal gehört. Sie hat eine sehr angenehme Stimme und eine ruhige Art zu lesen, was gut zu „Glaskinder“ passt. Man kann ihr problemlos über lange Zeit hinweg lauschen ohne dass es je anstrengend wird. Das finde ich bemerkenswert, wenn eine CD mehr als eine Stunde Spielzeit hat. Gerade bei Hörbüchern für junge / jugendliche Hörer.

Wie schon geschrieben hatte mich das Cover sofort am Haken. Ich finde, dass das Motiv mit der Krähe und dem verwitterten Hausgiebel recht unheimlich und geheimnisvoll wirkt. Es macht neugierig darauf, was einen auf den beiden CDs erwartet.

Fazit:  Eine spannende Geschichte im Stil klassischer Gruselgeschichten, bei der schnell Spannung aufkommt. Zudem kann man prima mtiknobeln, ob im Haus tatsächlich ein Geist umgeht, oder doch ein sehr lebendiger Mensch, der die Vergangenheit nicht ruhen lassen kann.

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