Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (14) – Der bibelfeste Mörder

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (14) – Der bibelfeste Mörder / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit:ca. 75 min  / Sprecher: Pter Groger, Christian Stark, Lutz Harder ua

newholmes14Inhalt: In den kalten Novembertagen des Jahres 1902 werden in den Straßen Londons drei Menschen ermordet. Bei den Leichen, denen die Zungen herausgeschnitten wurden, findet die Polizei mysteriöse Bibelzitate. Scotland Yard bittet Sherlock Holmes um Hilfe. Der ist zunächst ebenfalls ratlos, doch dann liefert ein nächtlicher Besuch im Leichenschauhaus den entscheidenden Hinweis.


Irgendwie brachte mich der Titel dieser Folge zum Schmunzeln. Ein Mörder, der sich in der Bibel auskennt, das ist schon irgendwie eine seltsame Vorstellung. Entsprechend guter Dinge habe ich das Hörspiel in den Player gelegt. Der Anfang ist auch wirklich gut, zumal es Holmes, Watson und Lestrade es mit wirklich scheußlichen Morden zu tun bekommen, die sogar einen gewissen Ekelfaktor an sich haben.
Doch dann verlor sich das Rätsel um den Mord hinter genau zwei Dingen. Eines davon ist der ewige Disput zwischen Holmes und Lestrade, ob man nun nach einem oder nach zwei Mördern zu suchen hat. Die Diskussionen sind zwar recht unterhaltsam, lenken aber vom Fall und den eigentlichen Ermittlungen ab. Da verliert man die Zusammenhänge leicht aus dem Augen und behält einen wirren Eindruck zurück. Der zweite Grund hängt ziemlich unmittelbar damit zusammen, denn es sind Holmes schlaue Vorträge und Erklärungen. Ehrlich, man muss nicht mehr so sehr herauskehren, wie unglaublich intelligent er ist. Das weiß jeder! Erst recht die, die sich Holmes-Hörspiele kaufen. Da braucht niemand einen solch dick aufgetragenen Beweis mehr.
Beides drängte für mich den Fall und die Ermittlungen sehr in den Hintergrund und zog beides sehr in die Länge. So habe ich von dieser Folge einen langatmigen und verwirrenden Eindruck zurückbehalten, weshalb sie mich nicht von sich überzeugen konnte.

Den Sprecher kann man nicht mal viel Boshaftigkein etwas vorwerfen. Christian Rode und Peter Groger sind und bleiben für mich der Holmes und der Watson, und ihren Gesprächen lausche ich immer gerne. Nur wenn Christian Rode einen von Holmes‘ Monologen hält, neige ich dazu, ab und zu mal wegzuhören 😉 Lutz Harder alias Lestrade höre ich ebenfalls gerne. Ich mag seine klare Stimme und den Kotrast zu Holmes, den er dadurch einbringt, dass er nie so überheblich klingt.

Die Untermalung hält sie wie gewohnt diskret im Hintergrund. Nur ganz selten klingt es mal etwas lauter aus den Lautsprechern. Mir gefällt das so immer wieder gut, zumal der Blick dadurch auf die Geschichte und die Dialoge gerichtet bleibt.

Wenn man das Cover genauer betrachtet, weiß man, wo Holmes sich dort herumtreibt. Auf den ersten Blick habe ich es aber nicht entdeckt. Dafür gefiel mir der geheimnisvolle Touch, der durch den Kerzenschein erzeugt wird.

Fazit:  Der Aufhänger hat mir gefallen. Brutale Morde mit einem gewissen Ekelfaktor, das ist nach meinem Geschmack. Durch die ewigen Kabbeleien zwischen Holmes und Lestrade und Holmes oberschlauen Monologe habe ich den Fall und seine Zusammenhänge aber immer wieder aus dem Augen vorloren, sodass die Geschichte bei mir einen wirren Eindruck hinterlassen hat. Außerdem kam sie mir viel zu lang vor.

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