Monika Häuschen (39) – Warum gurren Tauben?

Titel: Monika Häuschen (39) – Warum gurren Tauben? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 39 min / Sprecher: Henriette Fee Grützner, Tom Deininger, Steffen Lukas ua

monni39Inhalt: Die kleine Schnirkelschnecke Monika Häuschen und ihr bester Freund, der Regenwurm Schorsch, möchten Post an ihre Verwandtschaft schicken. Ein schöner Blätterbrief ist schnell geschrieben, aber wie soll die Post zu Monikas Schwester und Schorschs Opa gelangen? Wer könnte der Briefträger sein? Die kleine Schnecke Monika ist viel zu langsam und der gelehrte Graugänserich Günter kann einem leckeren Blätterbrief nicht widerstehen. Wie gut, dass die Ringeltaube Madame Ruckedigu im Garten ist, denn sie kennt sich mit der Zustellung von Briefen bestens aus.


Es beeindruckt mich jedes Mal, dass diese Reihe Fragen stellt, die ich selbst als Erwachsene nicht beantworten könnte ohne zu raten. Somit war ich neugierig auf die Erklärung, wieso Tauben eigentlich gurren. Ich mag dieses Geräusch nämlich und kann nicht verstehen, dass sich so viele Menschen daran stören. Allerdings entpuppt sich die Antwort als so einfach, dass man erstens wirklich von alleine hätte darauf kommen können und dass sie zweitens nur einen sehr kleinen Teil der Geschichte ausmacht. Das hat mich überrascht, denn sonst sind die Antworten auf die im Titel gestellten Fragen meist umfangreicher.
Nichtsdetotrotz lernt man hier noch einiges mehr. Beispielsweise einiges über Tauben an sich und Brieftauben im Speziellen, und über die Post und den Versand von Briefen und Päckchen. Gerade dabei habe ich lachen müssen, denn das, was Monika und ihre Freunde hier vorspielen, klingt streckenweise hundertprozentig aus den Sendungsverfolgungen der Post und / oder Amazon oder anderen Shops. Das ist ehrlich zum Totlachen komisch. Und wenn es mal etwas zu kompliziert wird für die junge Hörerschaft, dann mischt sich der Erzähler ein und veranschulicht das Erklärte an einfachen Beispielen, die selbst Kinder gut nachvollziehen können.

Als Gastsprecherin ist Henriette Fee Grützner als Madame Ruckedigu mit von der Partie. Mir hat ihre warme Stimme gefallen. Sie lässt die Taube klug, stolz und elegant wirken, aber auch ausgesprochen liebenswert.

Das Titellied kann ich inzwischen auswendig. Es macht einfach Spass. Sonst sucht man Musik vergebens. Dafür sind wieder ein paar lustige Geräusche eingestreut. Zum Beispiel das Schaben, wenn Monika ihren Brief schreibt. Oder das Stempeln, das Schorsch mit seinem Regenwurmschwanzspitzenzipfelchen erledigt.

Madame Ruckedigu wirkt auf dem Cover ebenso stolz und elegant wie sie im Hörspiel klingt. Und ihr Verehrer ist ebenfalls zu sehen. Schorsch beäugt die Szene wie üblich eher skeptisch, während Monika ganz angetan von den Tauben dreinschaut. Im Booklet verbirgt sich dieses Mal ein etwas anspruchsvolleres Rätsel.

Fazit: Um die Frage aus dem Titel geht es hier nur sehr kurz. Stattdessen lernt man einiges über Tauben im Allgemeinen und über die Post. Das kann ja auch nicht schaden 😉 Natürlich kommt der Spass dabei nicht zu kurz.

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