Benjamin Blümchen (127) – …in der Musikschule

Titel: Benjamin Blümchen (127) – …in der Musikschule / Verlag: Kiddinx / Spielzeit:  ca. 40 min / Sprecher: Peter Reinhardt, Jürgen Kluckert, Ulrike Stürzbecher ua

ben127Inhalt: Benjamin, Otto und Stella wollen Zoodirektor Tierlieb zum Geburtstag etwas ganz Besonderes schenken: ein Konzert, auf dem sie selbst für ihn spielen. Natürlich müssen sie dafür noch etwas üben. Eine junge Musiklehrerin hilft ihnen gerne, aber leider gibt es in der Musikschule jemanden, der das nicht so toll findet!


Bei diesem Titel hatte ich gleich wieder Bedenken. Möge doch bitte jemand ein paar noch nicht verwurstete Berufe finden, damit diese Kindergartentitel ein Ende haben! Aber ganz so übel wurde es dann doch nicht. Benjamin und seine Freunde wollen Direktor Tierlieb ein Konzert zum Geburtstag schenken. Eine schöne Idee, wie ich finde. Da kommt Musiklehrerin Frau Vogelsang ganz recht, die sie in die Musikschule einlädt. Gemeinsam mit Benjamin, Otto und Stella lernt man so ein paar Insterumente kennen und erfährt, dass alles Musik sein kann. Sogar das Einschlagen auf Heizungsrohre oder das Tackern eines Tackers. Wenn das nicht entscheidende Informationen für jedes musikbegeisterte Kind ist. Den Eltern wünsche ich gute Nerven, wenn die Jüngsten sich auf diese Weise musikalisch austoben.
Natürlich gibt es jemanden, dem die Musik von Benjamin und Co. ein Dorn im Ohr sind. Irgendwie mochte ich denjenigen. Alleine schon, weil er sich zwar unfreundlich, aber immerhin normal ausdrückt. Dazu später mehr.
Werden Benjamin und seine Freunde ihn noch umstimmen können? Und wird das Konzert stattfinden können? Wer nach 126 Folgen noch nicht gepeilt hat, dass es bei Benjamin immer ein Happy End gibt, für den werden diese Fragen noch einen Hauch Spannung aufkommen lassen.
Allerdings habe ich mir wortwörtlich die Haare darüber gerauft, wie ahnungslos, ja sogar dumm, Benjamin hier anfangs wieder dargestellt wird. In der Folge „…als Feuerwehrmann“ wollte er wegen seines Trompetens noch in die Feuerwehrkapelle, aber hier weiß er natürlich überhaupt nicht, dass sein Törööö Musik sein könnte. Schon klar.

Dies ist die erste Folge, in der Ulrike Stürzbecher als Karla Kolumna zu hören ist. Für mich geht nichts über Gisela Fritsch in dieser Rolle, das ist mal ganz klar. Schlecht macht Ulrike Stürzbecher ihren Job nicht, sie müht sich redlich, an die alte Karla heranzukommen. Aber leider hört man eben dieses Bemühen nur allzu deutlich heraus. Ich hoffe, das verliert sich mit der Zeit. Weniger angestrengt und bemüht wäre überzeugender. Und mal ganz nett gefragt, wird einem bei den Aufnahmen zu Benjamin-Folgen dieser dutzi-dutzi-eiti-tei-Ton echt aufgezwungen? Ich dachte, ich höre nicht richtig! Und das bei einer Sprecherin wie Cathlen Gawlich! Ehrlich, da habe ich lieber Peter Reinhardt motzen gehört.

Obwohl es um ein Konzert und eine Musikschule geht, von richtiger Musik ist abgesehen vom Titellied nichts zu hören. Es sei denn, man ist tatsächlich der Meinung, dass Tackern, das Scheppern einer Münze und der Heizungsrohre oder ein Faustschlag auf den Tisch Musik sind. Darüber kann man sicher geteilter Meinung sein.

Das Cover zeigt Benjamin, Stella und Otto in der Musikschule inmitten verschiedenster Instrumente. Ein schönes Motiv, das toll zum Titel passt, aber die meisten Instrumente kommen im Hörspiel nicht ein einiges Mal vor.

Fazit: Im Grunde eine schöne Idee mit leidlich spannendem Verlauf. Allerdings haben mich so einige Details wieder immens geärgert. Wann ist Benjamin so dumm geworden? Wann hat die Babysprache Einzug in die Reihe gehalten? Wann hat der Arbeitsmarkt für Benjamin geschlossen? Bitte, bitte, macht ihn wieder auf! Das kann doch so nicht weitergehen!

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