Die drei ??? Kids – Insel der Haie

Titel: Die drei ??? Kids – Insel der Haie/ Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Lutz Mackensy, Oliver Schmitz, Johannes Steck ua

ddfkids41Inhalt: Auf Shark Island, einer kleinen Insel vor der Küste Kaliforniens, soll ein Piratenfilm gedreht werden. Die drei ??? Kids sind mit dabei, doch plötzlich ist Peters Vater verschwunden. Sofort machen sich Justus, Peter und Bob auf die Suche nach ihm und entdecken dabei einen unterirdischen Gang, der sie in ungeahnte Tiefen des Meeres und in eine verkehrte Welt führt.


Ich bin ja jemand, der mit an Personen überladenen Hörspielen wenig anfangen kann, weil es mir schwer fällt, da alleine von den Stimmen her den Überblick zu behalten. Somit gilt mein erster Blick oft dem Rückentext und der zweite der Sprecherliste. Letzterer ließ mich hier zufrieden lächeln, denn es sind ganze sechs Sprecher am Werke. Und da ist der Erzähler schon mit dabei!
Allerdings heißt das umgekehrt auch, dass man den Bösewicht schon in der Sprecherliste sofort findet. Aber es ist ein Kinderhörspiel, da nehme ich so etwas nicht krumm.
Spannend geht es nämlich dennoch zu. Die einsame Insel wirkt auf Anhieb etwas gespenstisch und die Vorstellung eines (noch) velassenen Film-Sets hat für mich auch immer etwas leicht Unheimliches. Als dann Peters Vater verschwindet, geht es so richtig los, und ich habe Justus, Peter und Bob alleine für ihren Mut zu diesem Tauchgang ganz schön bewundert.
Am besten hat mir ihre Entdeckung gefallen. Ich habe wirklich bis zum Schluss -wo natürlich Justus erklärt, wo sie sind- gerätselt, was sie da gefunden haben und wo sie sich aufhalten. Die Beschreibungen zuvor sind seltsam und rätselhaft und ergeben irgendwie so gar keinen Sinn. Eine schöne Idee, die also erstens nicht vorhersehbar ist und die zweitens einige gruselige Momente in petto hat. Speziell wenn man weiß, wo die drei Jungs sind und sich das dann vorstellt, dann kann man schon eine Gänsehaut bekommen.

Neben den drei Hauptsprechern und Erzähler Johannes Steck sind Oliver Schmitz als Peters Vater und Lutz Mackensy als Jack Wolfe mit von der Partie. Ich habe nicht mehr jede einzelne Folge der Reihe auf dem Schirm (bin ja Quereinsteiger), aber ich glaube, Peters Vater bin ich bislang noch nicht begegnet. Dabei hat er mir hier wirklich gut gefallen. Oliver Schmitz lässt ihn munter und sympathisch klingen, da steckt Schwung drin. Zu Lutz Mackensy muss man wohl nicht mehr viel sagen. Mir fällt keine Rolle ein, in der er nicht geglänzt hätte, und da bildet die „Insel der Haie“ keine Ausnahme.

Musikalisch kommt diese Folge nicht anders daher als ihre Kollegen. So klingt die Reihe eben, damit habe ich mich inzwischen ganz gut abgefunden. Für Atmosphäre und Stimmung sorgen hier halt mehr die Geräusche. Und die haben mir ein ordentliches Bild von der Insel, dem Meer und der verkehrten Welt vermittelt.

Auf dem Cover sieht man die drei Kids bei ihrem Tauchgang. Ein Hai über ihnen und ein blinkender und blitzender Schatz stimmen auf eine abteuerliche und spannende Geschichte ein. Die Fische finde ich persönlich besonders goldig. Irgendwie schauen sie so traurig drein.

Fazit:  Obwohl man den Missetäter dieser Geschichte schon von der Sprecherliste aus ableiten kann, ist trotzdem für Spannung und einen Hauch Grusel gesorgt. Das rührt schlicht daher, dass der Übeltäter lange gar keine Rolle spielt. So kann man ausgiebig grübeln, wohin es die Freunde verschlagen hat.

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