Gruselkabinett (95) – Die Falle

Titel: Gruselkabinett (95) – Die Falle / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 51 min / Sprecher: Frank Schaff, Lutz Riedel, Daniel Schlauch ua

gk95Inhalt: Ben Canevin ist Lehrer an einer Privatschule in Connecticut. Sein wertvollster und von seinen Schülern am meisten bewunderter Besitz ist ein alter, prächtig verzierter Spiegel, den er auf den Jungferninseln aus einem verlassenen Herrenhaus mitgenommen hatte.


Im Gegensatz zur Vorgängerfolge konnte mich diese Episode wieder mehr von sich überzeugen. Das lag schon alleine daran, dass ich Lehrer Canevin auf Anhieb mochte und daran, dass mir die altehrwürdige Schule als Schauplatz gefiel.
Es dauert außerdem gar nicht lange, bis die Geschichte um den Spiegel und sein schreckliches Geheimnis beginnt. Die Geschichte um den Spiegel! Es ist mir ein Rätsel, wie man auf den Titel kam. Unter einer Falle verstehe ich klar etwas anderes. Das passte für mich also nicht so gut.
Canevin geht mit dem Geschehen in der Schule erfreulich gefasst um. Ich mag hysterische Figuren einfach nicht. Da kam es mir entgegen, dass der Lehrer die Sache mit Ruhe und Bedacht, aber auch mit Entschiedenheit angeht.
Seine Dialoge mit Robert und später mit dem geheimnisvollen Alten sind außerdem für eine Gänsehaut gut. Einmal wegen Roberts Panik und wegen der Kälte des Alten. So sollte das „Gruselkabinett“ klingen!
Lediglich die Auflösung bzw Lösung des Problems fiel für mich doch etwas sehr einfach aus. Das soll alles sein um solch einem Spuk ein Ende zu bereiten? Dann werde ich für alle Fälle mal nach einem Glasschneider Ausschau halten. Man weiß ja nie!

Als Lehrer Canevin ist Frank Schaff zu hören. Er zählt ohnehin zu meinen Lieblingssprechern, vielleicht habe ich ihn auch deshalb hier so gerne gehört. Ich mag die ruhige und feste Stimme, die er Canevin verleiht. Besonders beeindruckt hat mich Daniel Schlauch. Die Verzweiflung in seiner Stimme kommt absolut glaubhaft rüber. Da kriegt man eine Gänsehaut. Ich finde auch, dass seine Stimme immer etwas atemlos klingt, was ebenfalls gut passt.

Die Untermalung ist einmal mehr schön stimmig und unterstreicht die unheimliche Atmosphäre. Es hätte ruhig mal wieder etwas weniger sein können, aber inzwischen glaube ich fast, dass ich alleine stehe mit dieser Ansicht. Die Geräuschkulisse zeigt sich ebenfalls eindrucksvoll.

Zwischen dem Covermtoiv mit dem Spiegel und dem Titel ergab sich für mich kein Zusammenhang, und ich verstehe die Verbindung -wie schon geschrieben- immer noch nicht. Trotzdem ist es ein schönes Motiv, das ich sogar ein wenig schaurig finde.

Fazit: Abgesehen von dem sehr einfach abgehandelten Ende hat mir die Folge gut gefallen. Einfach deshalb, weil sie tatsächlich ihre gruseligen Momente hat. Und eine angenehm abgeklärte Hauptfigur.

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