TKKG (189) – Iwan, der Schreckliche

Titel: TKKG (189) – Iwan, der Schreckliche / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Manou Lubowski, Woody Mues, Udo Schenk ua

tkkg189Inhalt: Eigentlich wollen Tim, Karl, Gaby und Klößchen Robert nur einen Gefallen tun. Robert, der wie TKKG die Internatsschule besucht, hat nämlich Probleme mit einem zwielichtigen Kneipenbesitzer namens Heiner Seidel. Was den vier jungen Detektiven erst harmlos scheint, entpuppt sich schnell als ziemlich heißer Fall: Spielmanipulation, illegale Wetten und Betrug. Die Spur führt zu einem äußerst kaltblütigen Verbrecher, dem die Polizei schon lange auf den Fersen ist. Niemand kennt seine wahre Identität. „Russe“ nennt er sich – und „Iwan der Schreckliche“. Und schrecklich ist er wirklich – das müssen TKKG am eigenen Leib erfahren.


Zwar ist dieser Iwan kein russischer Herrscher, aber schrecklich ist er natürlich schon. Skrupellos und brutal. Doch wer eigentlich Iwan ist, das wird lange nicht aufgeklärt. Daraus resultiert ein Großteil der Spannung. Jedenfalls für die jüngeren Hörer. Wenn man schon etwas älter ist, dann hat man relativ zügig so eine Ahnung. Und versteht vor allem nicht, wieso ausgerecht die sonst so siebengescheiten Freunde sehenden Auges in ihr Elend laufen. Darüber habe ich wirklich den Kopf geschüttelt.
Während der Jagd auf den Verbrecher erlebt man aber doch die eine oder andere spannende Situation. Außerdem bekommt man regelmäßig fingerdick aufs Brot geschmiert, wie schlimm Spielsucht ist, wie schnell man hineingelangt und an welchen Stellen man sich Hilfe holen kann. Man kann es mit der Moral auch übertreiben, aber immerhin sollte es so sogar der vernagelste angehende Spieler begreifen.
Der Plan, wie man den Verbrecher drankriegen könnte, klingt förmlich danach, dass er schiefgehen muss. Aber bei TKKG weiß man ja nie, deshalb fällt auch das Finale recht spannend aus. Man darf sich aber doch fragen, wieso sich ein so abgebrühter Gangster so einfach überrumpeln lässt.

Mit Udo Schenk hat die Folge den Sprecher für Bösewichte an Bord, und er steckt hier kein Stück zurück im Vergleich zu Hörspielen für Erwachsene, in denen er zu hören ist. Woody Mues ist als Robert zu hören und seine Verzweiflung un Angst nimmt man ihm auf Anhieb ab.

Musik und Geräusche spielen in der gleichen Liga wie immer in dieser Reihe. Alles sitzt, wohin es gehört. Ich denke, großartige Überraschungen erwartet auch niemand mehr von dieser Serie. Das hat sich so eingespielt und passt soweit ganz gut.

Mit dem großen Holzgerüst und dem heruntergekommenen Schuppen bringt bereits das Cover einen Teil von Spannung rüber. Man fragt sich automatisch, was die Freunde dort vorfinden werden.

Fazit:  Eine gelegentlich wirklich spannende Folge, die aber auch einige Durchhänger hat. Seit wann sind die Freunde so blauäugig? Seit wann sind Kriminelle so leicht zu übertölpeln? Und muss man die Moral den von der Geschicht‘ wirklich so dick aufs Brot schmieren?

 

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