Die Feriendetektive (Vol. 2) – Das Geheimnis des Pharao / Der Dieb von Venedig / Im Tal der Wikinger

Titel: Die Feriendetektive (Vol. 2) – Das Geheimnis des Pharao / Der Dieb von Venedig / Im Tal der Wikinger / Verlag: USM Audio / Spielzeit: ca. 180 min, 3 CDs  / Sprecher: Patrick Bach, Jennifer Böttcher, Valentin Stilu ua

feriendetektive02Inhalt: Wenn die Freunde Timo, Lillie und Max mit ihren Eltern in Urlaub fahren, wird es nie langweilig, denn die drei Feriendetektive haben einen guten Riecher und sind überall mysteriösen Rätseln, Schätzen und Fällen auf der Spur. In Venedig jagen die drei Spürnasen eine Bande von sonderbar maskierten Taschendieben. In Schweden begegnen sie waschechten Wikingern. Und in der ägyptischen Wüste entdecken die Urlaubsdetektive rätselhafte Steinformationen. Haben sie wirklich den Eingang zur Grabkammer eines Pharaos gefunden?


Diese Reihe kannte ich noch nicht. Dachte ich jedenfalls. Da kann man sich vielleicht vorstellen, dass es mich schon nach wenigen Sekunden förmlich umgehauen hat. Aber natürlich kenne ich Timo, Lillie und Max! Oder auch „Die Baadingoo Feriendetektive“! Ich musste eine Weile suchen, aber dann hatte ich die Hörspiele von 2005 / 2006 gefunden, damals erschienen bei Emi Happy Kids. Nun ermitteln die drei Freunde also bei USM Audio, soso.

In dieser Box befinden sich drei CDs mit je einem Fall für die drei Feriendetektive:

„Das Geheimnis des Pharao“ hat mir ganz gut gefallen. Hier kommt zunächst wirklich ein schönes Urlaubsflair auf ehe der Fall mit einem Zufallsfund seinen Anfang nimmt. Ich fand es ganz spannend, was die drei Freunde nach diesem Fund erleben und habe sie für ihren Mut einige Male bewundert. Allerdings habe ich dem ganzen Braten nicht recht getraut und hatte eine bestimmte Figur im Verdacht, falsch zu spielen. Entsprechend neugierig war ich auf die Auflösung.

„Der Dieb von Venedig“ ist mein Favorit unter den drei Fällen, denn im Gegensatz zu den beiden anderen ist er für mich eine echte Detektivgeschichte. Sehr schnell ereignet sich ein Vorfall, den es aufzuklären gilt und die drei Freunde sind mit Mut und Feuereifer bei der Sache. Erfolge und Rückschläge wechseln sich ab und so bleibt es vom Anfang bis zum Ende spannend und abwechslungsreich.

„Im Tal der Wikinger“ ist für mich die schwächste Folge, denn hier dauert es ewig bis überhaupt etwas passiert, was in Richtung Krimi geht. Bis dahin ist es eine schöne Abenteuergeschichte, bei der man einiges lernt, die einem Schweden ganz sympathisch macht und die auch den einen oder anderen spannenden Moment hat. Nicht verkehrt, aber längst keine Detektivgeschichte. Und als es dann kriminell wird, ist das im Nullkommanix abgehandelt und nachgeforscht haben die Freunde keine einzige Sekunde lang.

Insgesamt habe ich mit ihrem Schlacht- oder auch Freudenruf „Baadingoo“ so meine Probleme. Ich finde ihn dafür zu lang. Solche Rufe müssen für mich kurz und zackig sein. Drei Silben sind weder das eine, oder das andere.

Die Sprecher sind mein persönlicher Knackpunkt an diesen Hörspielen, jedenfalls die der drei Kinder.
Wobei ich Patrick Bach noch eine recht jugendliche Stimme bestätigen kann. Ihm habe ich den Timo leicht abgenommen. Bei Jennifer Böttcher und Valentin Stilu sieht das ganz anders aus. Man hört eindeutig, dass sie längst aus dem Alter ihrer Figuren heraus sind und sich sehr um junge Stimmen bemühen. Das geht zu Lasten der Glaubwürdigkeit und locker klingt es so gut wie nie. Das ist ganz ähnlich wie bei der „Sternenschweif“-Reihe von USM Audio, in der ebenfalls erwachsene Sprecher jungen Figuren ihre Stimmen leihen.

Musik und Geräuschen kann man nichts vorwerfen. Es sind teils muntere Stücke zu hören, immer wieder aber auch ruhigere Klänge, die der Spannung Rechnung tragen. Speziell in der Geschichte um den Pharao sind außerdem Melodien eingesetzt, die orientalisches Flair aufkommen lassen.

Auf dem Cover ist aus jedem der drei Hörspiele eine Szene dargestellt. Ich mag die Motive. Sie sind farbenfroh, haben aber gleichzeitig etwas Geheimnisvolles und Düsteres an sich. Lediglich Lillies lila Haare finde ich etwas seltsam. Das Kind ist gerade mal neun Jahre alt…

Fazit:  Eine waschechte Detektivfolge ist lediglich „Der Dieb von Venedig“. Bei „Das Geheimnis des Pharao“ dauert es eine Weile ehe sich Seltsames ereignet, aber dann wird es doch noch spannend. Noch viel länger dauert es allerdings bei „Im Tal der Wikinger“, das sehr lange lediglich eine Abenteuergeschichte ist. Später ereignet sich zwar etwas Kriminelles, aber Detektiv spielen müssen die drei Freunde dabei keine Sekunde lang. Zu schnell abgehandelt ist es außerdem. Insgesamt also ein eher durchwachsenes Wiederhören mit den „Baadingoo Feriendetektiven“.

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