Herr Fuchs mag Bücher (Franziska Biermann / Hartmut Stanke)

Titel: Herr Fuchs mag Bücher / Verlag: Igel Records / Spielzeit: ca. 54 min / Buch: Franziska Biermann / gelesen von: Hartmut Stanke

herrfuchsInhalt: Der kleine Herr Fuchs mag Bücher zum Fressen gern – am liebsten mit einer Prise Salz und etwas Pfeffer. Als er sich aus Geldnot seine Leibspeisen illegal besorgt, wandert er ins Gefängnis. Dort darbt er bei Wasser und ohne Bücher. Bis er den Wärter beschwatzen kann, ihm Papier und Stifte zu bringen. Mit der zusätzlichen Geschichte „Herr Fuchs und der rote Faden“.


Wundert sich jemand, dass ich dieses Hörbuch hören musste? Sicher nicht, oder? Ich mag nämlich auch Bücher. Ich liebe sie sogar, genau wie Herr Fuchs. Allerdings verspeise ich sie nach dem Lesen nicht mit etwas Pfeffer und Salz. Die Idee fand ich wirklich ganz witzig. Doch natürlich geht der Bücherkauf ins Geld und eine Sucht führt irgendwann meist ins Unglück. Das muss auch Herr Fuchs feststellen und die Folgen seiner Festmahle fallen entsprechend rigoros aus. Außerdem bringen sie einen feinen Schuss Spannung in die Geschichte. Doch aus jeder Misere gibt es einen Ausweg, und der von Herrn Fuchs fällt ganz gewitzt aus. Man muss halt immer versuchen, aus allem das Beste zu machen.
Die zweite Geschichte „Herr Fuchs und der rote Faden“ ist dagegen ein richtiger kleiner Krimi. Wer hat Herrn Fuchs Keller mit all seinen Ideen und Notizbüchern geplündert? Gemeinsam mit seinem Freund Herrn Schulz macht er sich auf die Suche nach dem Täter. Das ist spannend und ich habe von Anfang an mitgeknobelt. Leider lag ich falsch, doch der Täter war widerum ganz nach meinem Geschmack. Gleichzeitig wird hier kindgerecht vermittelt, dass das Bücherschreiben eben doch nicht so einfach geht.
An anderen Stellen habe ich das mit dem kindgerechten Stil ein wenig bezweifelt. Es kommen Begriffe und Formulierungen vor, bei denen ich nicht sicher bin, ob Kinder damit bereits etwas anfangen können. Speziell in der ersten Geschichte.

Harmut Stanke hat mir als Erzähler gut gefallen. Er hat eine angenehm warme Stimme, der man leicht über längere Zeit hinweg zuhören kann. So klingt das Hörbuch klingt so gemütlich als wenn der Großvater einem die Geschichte vorlesen würde.

Zwischen den Szenen sind immer wieder kurze Melodie zu hören. Mich haben sie irgendwie zum Schunkeln animiert. Ich finde, die haben einen gewissen Seeemannstouch. Auf jeden Fall sind sie munter und eingängig. Das hat mir gefallen!

Das Cover zeigt natürlich Herrn Fuchs bei seinem Festschmaus. Ein wenig eckig sieht der Gute ja aus und einen Fuchs hätte ich auf Anhieb auch nicht darin erkannt, aber niedlich ist er auf jeden Fall. Außerdem finde ich es witzig, wie er das Buch salzt.

Fazit:  In jedem Buchliebhaber steckt wohl irgendwo etwas von Herrn Fuchs. Ich konnte seine Liebe zu Büchern jedenfalls gut nachvollziehen. Und dass man sie besser nicht essen sollte, das macht die erste Geschichte sehr deutlich. Die zweite Geschichte ist ein richtiger kleiner Krimi mit viel Spannung.

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