Mouseheart (01) – Die Prophezeiung der der Mäuse (Lisa Fiedler / Boris Aljinovic)

Titel: Mouseheart (01) – Die Prophezeiung der der Mäuse / Verlag: Hörbuch Hamburg – Silberfisch / Spielzeit: ca. 213 min , 3 CDs  / Buch: Lisa Fiedler / gelesen von: Boris Aljinovic

mouseheart01Inhalt: Der kleine Mäuserich Hopper flüchtet aus einer Tierhandlung und landet plötzlich in den U-Bahn-Schächten der Stadt, tief unter den Straßen von Brooklyn. Hier eröffnet sich für Hopper eine faszinierende neue Welt. Eine Welt, die von Katzen und Ratten regiert wird. Eine Welt, in der ein geheimnisvolles Mäusevolk lebt und auf seinen Retter wartet. Hopper spürt: Er hat sein Zuhause gefunden. Was er jedoch noch nicht weiß: Für die Aufgaben, die vor ihm liegen, braucht er großen Mut – und ein mäusestarkes Herz.


Wundert sich jemand, dass dieses Hörbuch den Weg zu mir fand? Sicher nicht. Mäuse, Ratten, reziratte, das musste einfach zusammenpassen.
Wie so oft beginnt die Geschichte sehr friedlich. Hopper lebt mit seiner Mutter und seinen Geschwistern zufrieden in einem Käfig in einer Zoohandlung. Doch als ein Junge mit einer Schlange um den Hals in den Laden kommt und nach den Futternagern fragt, ist es mit der Idylle vorbei und Zeit für die Flucht. Die verläuft sehr turbulent, doch Hopper gelingt die Flucht. Wenig später fällt er dem Rattenprinzen Zucker direkt vor die Füße, freundet sich mit ihm an und lernt die Rattenstadt Atlantia kennen, die unter Brooklyns Straßen liegt. Somit bleibt die Spannung der Flucht weiter erhalten. Zucker mochte ich auf Anhieb wirklich gerne, wie er sich so rührend um Hopper kümmert.
Von dem Machtkampf zwischen Ratten und Katzen spürt man sehr lange gar nichts. Man lernt Atlantia und einige seiner Bewohner kennen und Katzen sind dort höchstens Wächter oder Reittiere. Doch irgendetwas scheint an Atlantia nicht zu stimmen, jedenfalls macht Zucker einige Bemerkungen in der Richtung. Außerdem tauchen ein paar Rebellen auf, die gegen Atlantia kämpfen wollen. Was ihnen an der Stadt nicht passt, erfährt man aber zunächst nicht.
Ganz im Gegenteil habe ich die ersten beiden CDs als ausgesprochen ruhig, entspannt und unterhaltsam empfunden. Man weiß, da ist etwas bzw da kommt etwas, aber in erster Linie macht es einfach nur Spass, Hopper und Zucker zu begleiten und sich die Stadt auszumalen. Das darf nun niemand falsch verstehen, denn ich bin kein Fan von solchen Geschichten, in denen es gleich richtig rund geht, in denen dauernd gekämpft wird usw. Außerdem ist es ein Kinderhörbuch, und denen kommt dieser gemächliche Anlauf sicher entgegen, der dennoch hin und wieder seine aufregende Szenen hat. Nur halt nicht ständig im kämpferischer oder intriganter Hinsicht. Stattdessen verfolgt man, wie Hopper von seinem unerwarteten Schicksal erfährt und fragt sich, wem man hier wirklich trauen kann? Den Ratten? Den Rebellen? Den Mouse?
Was in Atlantia tatsächlich gespielt wird und inwiefern Katzen ihre Pfoten dabei im Spiel haben, das erfährt man erst am Ende von CD 2 und am Anfang von CD3. Dafür ist es aber auch ein echter Hammer! Ich hätte der Rattenbande einiges zugetraut, aber das dann doch nicht.
Auf der letzten CD geht es dann kriegerisch und kämpferisch zu. Erfreulicherweise dauert dieser Part nicht allzu lange. Mich öden Kampfbeschreibungen schnell an. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Zehnjährige viel Spass an ewig langen Schlachten haben. Daher hat mir das so prima gefallen.

Boris Aljinovic hat mir als Erzähler sehr gut gefallen. Mit leichten Stimmvariationen macht er die verschiedenen Figuren leicht erkennbar. Als Hopper klingt er jung und leicht und munter, Zucker klingt bei ihm zwar etwas geschleckt, aber doch sympathisch und König Titus kommt einfach nur böse, herrisch und link rüber.

Das Cover finde ich wunderschön. Die Mäuse sehen so niedlich aus, blicken aber durchaus kämpferisch aus den Knopfaugen. Die Katze darüber wirkt dagegen recht böse und unheimlich. Im Digipak ist jedem dieser Motivteile noch mal ein eigener Deckel gewidmet. Da ich ein kleiner Farbenfreak bin, hat mir dieser Look auch wegen der schönen, kräftigen Farben gefallen.

Fazit:  Ein spannender und unterhaltsamer Start in eine neue Reihe. Die Geschichte lässt sich ruhig an, ohne dabei langweilig zu sein. Man ahnt auch schnell, dass etwas nicht stimmt, doch das Unheil entwickelt sich angenehm langsam und bedächtig. Solange hat man Zeit, Hopper und Zucker ins Herz zu schließen und sich gewisse Untergrundorganisationen zu eigen zu machen. Und so startet man trotz aller Bedächtigkeit gut vorbereitet in ein rasantes und dramatisches Finale!

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