Gespenster-Krimi (02) – Teufelstochter

Titel: Gespenster-Krimi (02) – Teufelstochter / Verlag: Contendo Media & Audionarchie / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Lutz Mackensy, Dagmar Bittner, Yvonne Greitzke ua

gespkrimi02Inhalt: Seit Anbeginn der Zeit sorgt ein Dämon im Auftrag des Teufels für Nachschub im Höllenfeuer. Diese Kreatur, die sich von den Sünden der Menschen ernährt, schlüpft in den Körper der jungen Anna Kronberg und zieht eine schreckliche Blutspur hinter sich her. Die Polizei ist mit der grausamen Mordserie vollkommen überfordert. Tim Peters und die übernatürlich begabte Elvira stellen sich der Teufelsbrut zum alles entscheidenden Kampf. Das Schicksal der gesamten Menschheit steht auf dem Spiel!


Nachdem Folge 1 sich an eine Romanvorlage hält, hat man mit Folge 2 nun eine neue Geschichte aus der Feder von Markus Topf im Player.
Vor allem hinsichtlich meines größten Kritikpunkts an den „Mörderbäumen“, nämlich der zähe Verlauf, verbessert die Reihe sich mit ihrer „Teufelstochter“ ganz immens. Von der ersten Minute an ist hier Schwung drin und dieses Tempo hält die Story problemlos bis zur letzten Minute durch. Dabei geht es erschreckend, schaurig, sogar horrormäßig zu. Mit Blut geizt man wahrlich nicht. Ebenso wenig mit Sex und Brutalität. Eben echt teuflisch! Mir harmlosen Gespenstern hat das hier nichts zu tun.    Mit Krimi in meinen Ohren allerdings ebenfalls nicht. Wer die Teufelstochter ist, ist kein Geheimnis, und das ganze Hörspiel über ist entweder sie auf ihrer mörderischen Mission, oder aber eine Reihe Leute hinter ihr her um ihrem Tun Einhalt zu gebieten. Notfalls mit einem Exorzismus. Darunter sind auch Polizisten, doch die machen daraus keinen Krimi. Da hat Vera in den „Mörderbäumen“ mehr nachgeforscht.
Am Ende geht es nochmal so richtig rund und ich habe mich ehrlich gefragt, ob und wie diese Sache jemals enden würde. Denn eine Teufelstochter lässt sich so fix nicht drankriegen, das ist mal klar. Und so ist am Ende alles eben noch nicht so richtig zuende. Dafür aber böse. Sehr böse! Und das ist ja auch viel wert!

Der Rückentext verrät nicht, wer die Teufelstochter ist. Daher werde ich es hier ebenfalls nicht tun. Ich sage nur, dass mich diese Sprecherin wirklich damit beeindruckt hat, wie sie sich stimmlich  vom liebenswerten Mädchen über eine unflätige Schlampe hin zur geifernden Teufelstochter entwickelt. Dagmar Bittner hat mir ein klares Bild von Elvira vermittelt. Zwar nicht das sympathischste, aber ein verwegenes Bild. Das passt gut zu dieser Figur. Lutz Mackensy klang für mich aus der kompletten Sprechermannschaft heraus mit seiner markanten, klaren Stimme und dem kaltschnäuzigen Ton. Ein Bürgermeister, wie es ihn besser nicht geben sollte.

Eine stimmige Musik- und Geräuschkulisse begleitet des Teufelstochters grausigen Feldzug. Mit dabei sind leise, ruhige Stücke, die das nahende Unheil ankündigen, zu gegebenem Anlass aber auch mal eindringlichere, lautere Stücke. Eine Mischung, die sich ganz am Geschehen orientiert und deshalb so gut damit harmoniert.

Der blaue Mund mit der hervorzüngelnden, gespaltenen Zunge auf dem Cover sieht halb wollüstig, halb eklig aus. Im Booklet findet man ein Interview mit Markus Topf.

Fazit:  Blutig, brutal und grausig. Mit vergleichsweise harmlosen „Gespenstern“ hat die „Teufelstochter“ nichts zu tun. Aber so genau will ich es nicht nehmen. Die Story ist spannend und rasant von der ersten bis zur letzten Minuten und von Längen kann keine Rede sein. Somit ein klarer Schritt nach vorne gegenüber dem Erstling der Reihe. So darf es weitergehen.

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