Die drei ??? (173) – Dämon der Rache

Titel: Die drei ??? (173) – Dämon der Rache / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min   / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Udo Schenk, Daniel Krichberger ua

ddf173Inhalt: Bei einer Ballonfahrt entdeckt Peter in der Nähe einer abgelegen Villa ein Monster. Eindeutig ein neuer Fall für die drei ???! Ihre Ermittlungen führen die Detektive zur seltsamen Mrs. Pembroke und ihrem Neffen Luke. Die beiden werden von einer grässlichen Gestalt bedroht. Luke bittet Justus, Peter und Bob um Hilfe. Doch schnell wird klar: Der Dämon der Rache ist nicht aufzuhalten.


„Das ist alles höchst unbefriedigend!“ stellt Justus in Track 5 frustriert und völlig zu Recht fest. Ich finde es auch frustrierend, wenn ich im Laufe einer Folge nicht zumindest hier und da Zusammenhänge erkenne. Und dass mir dann ausgerechnet Schlauberger Justus das noch bestätigt, macht es gleich noch eine Ecke schlimmer.
Dabei hat die Story durchaus Elemente mit Potenzial in petto. Ein altes Haus, eine dem Weltlichen entrückte Frau, ein verschrobener Butler, eine Gruselgestalt, ein garstiger Untermieter und einen Geheimgang gibt es auch noch. Man sollte doch meinen, dass sich daraus etwas machen lässt. Doch leider wirkt das alles sehr lange einfach nur zusammenhanglos hingestreut. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass selbst ein Genie wie Justus nicht mehr durchsteigt. Das ist so schlichtweg nicht spannend, geschweige denn gruselig. Nur eine einzige Szene nutzt ihr gruseliges Potenzial wirklich aus. Das war es dann aber auch schon.
Und so wurschtelt die Story sich durch bis hin zur Auflösung, bei der man mal wieder sehr gut aufpassen muss, um den Ausführungen und Erklärungen folgen zu können. Für mich verrät solch eine Auflösung immer, wie sehr man sich anstrengen musste um überhaupt ein sinniges Ende auf die Reihe zu kriegen.
Mit dem noch sehr jungen „Auftraggeber“ Luke wirkte die Folge auf mich obendrein mehr wie eine Folge aus „Fünf Freunde“. Dort könnte ich ihn mir sehr gut vorstellen, aber hier kommt das schon seltsam rüber. Aber nun gut, die drei Herren Detektive übernehmen ja bekanntlich jeden Fall.
Zuletzt würde ich gern noch wissen, wie Peter aus dem Heißluftballon heraus den Haizombie so detailgenau erkennen konnte? Gemeinhin fährt ein Ballon höher als zwei Meter, wenn ich mich nicht irre. Und von weiter oben könnte man dem Viech wohl bestenfalls auf den Kopf schauen, mehr aber nicht.

Aus der Sprechertruppe ragt für mich vor allem Daniel Kirchberger heraus mit seiner hellen und sehr jungen Stimme. Ein wirklich starker Kontrast zu den übrigen erwachsenen Stimmen. Als da wäre zum Beispiel Udo Schenk, der Mann mit der Stimme des Paradebösewichts. Hier gibt er den Butler und lässt auch ihn unfreundlich und undurchschaubar klingen. Tobias Schmidt ist als Untermieter Earl Forrester zu hören und auch er gibt sich alles andere als sympathisch.

Auch musikalisch hebt sich die Folge nicht von ihren Kollegen ab. Meist sind eher ruhige Stücke aus dem Hintergrund zu hören, aber das gehört sich nun mal auch so für eine Geschichte, die spannend und unheimlich sein möchte. An einigen Stellen wird es mal lauter, doch das fällt eigentlich nur in der oben erwähnten Gänsehautszene ins Gewicht.

Mal von den Zähnen abgesehen, worin gibt sich in der Gestalt auf dem Cover denn ein Hai zu erkennen? Davon abgesehen wirkt die Gestalt aber durchaus schaurig. Das geht für mich so in Ordnung.

Fazit:  Eigentlich hat die Geschichte alles an Rüstzeug um spannend und grsuelig zu sein. doch alle Elemente wirken irgendwie verstreut und ein Zusammenhang erschließt sich dabei nicht mal Justus. Das lässt tief blicken. Die Auflösung ist dann überraschend komplex und wirkt so dem Rest der Story gegenüber wenig glaubwürdig und weit hergeholt.

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